Wer
in diesem Sommer nicht die Möglichkeit hatte, an die Côte d’Azur, nach Capri oder nach Catalina Island zu fahren, kam am Freitagnachmittag
im Dorotheum Düsseldorf dennoch ganz auf seine Kosten. Monika Gottlieb (Link) hatte
wie im vergangenen Jahr im Rahmen der VOGUE Fashion’s Night out zum Aperitivo
geladen und präsentierte ein weiteres Mal Stücke aus ihrer Privatsammlung. Monika
Gottliebs Ausstellung stand ganz im Zeichen des „goldenen Zeitalters
italienischer Eleganz“, wie es auf der mit Pucci-Ornamenten geschmückten Einladungskarte
hieß. Tatsächlich hatten viele der anwesenden Damen die Pucci-Einladung ernst
genommen und waren in der entsprechenden Garderobe erschienen. Die Gastgeberin
selbst trug ganz stilecht die Bluse, genauer gesagt das Ottoman Top, dessen
Ornamente auf der Einladungskarte zu sehen waren, und präsentierte dem
begeisterten Publikum Kleider und Accessoires von Pucci aus ihrer Sammlung.
MODE KUNST ARCHITEKTUR
Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.
Dienstag, 9. September 2014
VOGUE Fashion's Night Out: Monika Gottlieb im Dorotheum Düsseldorf - Das goldene Zeitalter italienischer Eleganz
Wer
in diesem Sommer nicht die Möglichkeit hatte, an die Côte d’Azur, nach Capri oder nach Catalina Island zu fahren, kam am Freitagnachmittag
im Dorotheum Düsseldorf dennoch ganz auf seine Kosten. Monika Gottlieb (Link) hatte
wie im vergangenen Jahr im Rahmen der VOGUE Fashion’s Night out zum Aperitivo
geladen und präsentierte ein weiteres Mal Stücke aus ihrer Privatsammlung. Monika
Gottliebs Ausstellung stand ganz im Zeichen des „goldenen Zeitalters
italienischer Eleganz“, wie es auf der mit Pucci-Ornamenten geschmückten Einladungskarte
hieß. Tatsächlich hatten viele der anwesenden Damen die Pucci-Einladung ernst
genommen und waren in der entsprechenden Garderobe erschienen. Die Gastgeberin
selbst trug ganz stilecht die Bluse, genauer gesagt das Ottoman Top, dessen
Ornamente auf der Einladungskarte zu sehen waren, und präsentierte dem
begeisterten Publikum Kleider und Accessoires von Pucci aus ihrer Sammlung.Dienstag, 26. August 2014
OFFener OFFraum: Der Offraum-Freitag zu den Kunstpunkten in Düsseldorf - onomato / WP8
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| "surveillance souterraine" im onomato, Birkenstraße |
Am letzten Freitag fand, wie hier angekündigt (Link), der OFFene OFF-Raum-Freitag in Düsseldorf statt, als Auftakt zu den alljährlich wiederkehrenden Kunstpunkten. Somit waren an diesem Wochenende nicht nur unzählige offene Ateliers zu besuchen, sondern auch diverse Off-Räume, also die Orte, an denen abseits vom kommerziellen und offiziellen Kunstgeschehen diejenigen Künstler ihre Arbeiten zeigen, die tagtäglich in Düsseldorf an vorderster Front kämpfen.
Der
onomato-Verein für Video- und Klangkunst zeigte einen Querschnitt durch die
Stipendiaten-Arbeiten der vergangenen fünf Jahre und so konnte ich meinen
Kurzfilm „surveillance souterraine“ noch einmal einlegen. Auf die Fensterscheibe
zur Birkenstraße hin projiziert,
mischten sich die hin- und herlaufenden Filmfiguren mit den Passanten. Bei der
Ausstellung mit dabei waren natürlich auch die Arbeiten meiner Co-Stipendiaten,
u.a. von Fenja Braster, Marie-Liane Moersch, Ted Green, Friedrich Ludmann,
Annebarbe Kau, Josef Schulz etc.
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| WP8, Kölner Straße |
Donnerstag, 21. August 2014
Offene Ateliers in Düsseldorf: Kunstpunkte / OFFener OFFraum im onomato, im WP8 und im damenundherren
Zum 18. Mal finden an diesem
und am nächsten Wochenende in Düsseldorf die Kunstpunkte statt, wobei etwa 500
Künstler in ihre Ateliers einladen bzw. ihre Arbeiten präsentieren. Bereits dieses Wochenende
zeigt der onomato Verein für Videokunst, Klangkunst und Animation einen
Querschnitt durch die Beiträge, die in den letzten fünf Jahren innerhalb des regelmäßig
vergebenen Werkstipendiums entstanden sind.
Eingeleitet werden die beiden
Kunstpunkte-Wochenenden in diesem Jahr jeweils von einem Off-Raum-Freitag, an
dem sich auch das onomato beteiligt. Zu sehen und zu hören gibt es dabei Video-
und Klangarbeiten von André Yuen und Eberhard
Kranemann, Anne Wissmann Annebarbe Kau, Axel Grube, Enis Vardar, Fenja Braster,
Frauke Berg, Friedrich Ludmann, Gul Ramani, Herbert Wilms, Hyojin Jeong und
Matthias Hickstein, Igor Kirin, Jan Rohwedder, Jens Stittgen, Kao Okada, Katharina Mayer, Linda Kühhirt, Marie Liane Moersch, Mechthild
Hagemann, Nadine Arbeiter, Natascha Borowsky, Norbert Kraus, Noreen Maria
Akhtar, Stefanie Pürschler, Susanne Troesser, Ted Green, Wilfred Neuse, Julia Zinnbauer.
Montag, 18. August 2014
Otto Piene: Sky Event über der Langen Foundation, Neuss
Am
9. August fand auf dem Gelände der Langen Foundation auf der Insel Hombroich bei
Neuss Otto Pienes Sky Event statt. Die Schönheit, die der gesamten
Veranstaltung innewohnte, ging einher mit einer genauso großen Tragik, und das
gleich in mehrerer Hinsicht. Die
Idee Otto Pienes, nichts weniger als den Himmel als seine Leinwand zu
verwenden, stammt aus den Nachkriegsjahren. Seit dieser Zeit hat er immer
wieder seine aufblasbaren Elemente in den Himmel geschickt, beispielsweise über dem
Guggenheim Museum in New York. Die eleganten Schwünge von Frei Ottos
Zeltdachkonstruktion in München setzte Otto Piene bei den Olympischen Spielen
1972 bis weit in den Himmel fort und überspannte den gesamten Olympia-See mit
einem 700 Meter langen Regenbogen.
Am
16. Juli 2014 wurde schließlich Otto Pienes Ausstellung mit dem Titel „More
Sky“ in der Neuen Nationalgalerie in Berlin eröffnet. Am Tag darauf kletterte
der Sechsundachzigjährige auf das Dach von Mies van der Rohes Museumsbau um
dort an den Vorbereitungen für das geplante Sky Event über Berlin weiter zu
arbeiten. Am gleichen Tag verstarb Otto Piene während einer Taxifahrt. Das Sky
Event über der Neuen Nationalgalerie fand am 19. Juli dennoch ganz im Sinne des
Künstlers statt (Link). Nun
also sollten am 9. August Pienes Flugelemente über Tadao Andos Gebäude der
Langen Foundation aufsteigen, nachdem das Sky Event, bereits für den Juni
geplant, aus technischen Gründen schon einmal verschoben worden war. Auf diese
Weise konnte Otto Piene weder sein Himmelsevent in Berlin noch seine
aufblasbaren Sterne über der Langen Foundation in Neuss miterleben. Der architektonische
Rahmen für die mehrstündige Großinszenierung war zumindest vergleichbar und Otto
Piene wäre absolut begeistert gewesen von dem Fest, das ihm zu Ehren gefeiert
wurde. Umso tragischer war es, dass der Ehrengast nicht dabei sein konnte.
Eine
ganz ähnliche Geschichte lässt sich auch über das Haus für Musiker des Architekten
Raimund Abraham erzählen, das an diesem Abend seine volle Wirkung entfalten
sollte. Bei der Architekturbiennale in Venedig hatte Erwin Heerich, von dem die
Backsteipavillons auf der Insel Hoimbroich stammen, den Entwurf von Raimund
Abraham bereits im Jahr 1996 entdeckt, was schließlich zehn Jahre später zur
Grundsteinlegung des Gebäudes in Neuss führte. Als Abraham 2010 nach einem
Vortrag, den er genau über dieses Gebäude gehalten hatte, nach Hause fuhr, in
Downtown L.A. in einen Unfall verwickelt wurde und in seinem Auto starb, war
das Haus für Musiker noch nicht vollendet (Link). An Peter Greenaways Film „Der Bauch des Architekten“ mag man bei der Geschichte
denken, bei dem sich der Protagonist bei der Eröffnung der Ausstellung, an
deren Planung er jahrelang gearbeitet hatte, aus dem Fenster stürzt und auf
einem Autodach stirbt.
Sonntag, 17. August 2014
Heinz Wilke: Messe Düsseldorf, 1971
Düsseldorf
kann als Messestadt bereits auf eine über zweihundertjährige Tradition zurückblicken.
Bereits 1811 wurde mit der ersten Gewerbeausstellung der Grundstein für eine
Geschichte gelegt, die bis heute andauert. Ein Höhepunkt in derArchitekturgeschichte
Düsseldorfs liegt in den Dauerbauten für die GESOLEI von Wilhelm Kreis in der
Nähe der Kunstakademie. Im Jahr 1926 anlässlich der groß angelegten
Gesundheits-Messe eröffnet, beherbergen sie heute verschiedenen Museen und
Veranstaltungsräume. Nach dem Zweiten Weltkrieg als Messegelände weitergenutzt
und durch Holz-und Blechhallen erweitert, bot das GESOLEI-Gelände spätestens in
den Sechzigerjahren nicht mehr den notwendigen Raum. Nach dem Beschluss zu
einem Neubau verließ das Messegeschehen die Nähe zur Innenstadt und zog in den
Norden Düsseldorfs in den Stadtteil Stockum. Die direkte Nähe zum Rhein jedoch
blieb. Der Architekt Heinz Wilke, von dem verschiedene Messe- und
Flughafengebäude von Hannover bis Moskau stammen, entwarf schließlich ein
Arrangement neuer Messebauten für Düsseldorf, das nach seiner Eröffnung 1971
bis heute erweitert wird. Das Spektakuläre an Wilkes Stahlbauten sind die
unglaublich futuristisch wirkenden Verbindungsgänge zwischen den einzelnen
Gebäuden. Den Höhepunkt der gesamten Anlage bildet dabei ein mehrere hundert
Meter langes Laufband, das dem Besucher ein absolut ungewöhnliches Bewegungserlebnis bereitet. Auf einem
weich schwingenden Dunlop-Gummiband scheint man sich dort minutenlang schwebend durch
eine ferne Zukunft zu bewegen.
Samstag, 16. August 2014
Hashtags und Shoesies: Das Styleranking Fashion Blogger Café bei der GDS in Düsseldorf
Das Online-Modemagazin Styleranking (Link) trägt seit Jahren intensiv zur Demokratiserung der Mode bei, indem es weit über die Berichterstattung hinausgeht und Modebegeisterten diverse Möglichkeiten der Parti- zipation bietet. Die regelmäßig in verschiedenen Städten stattfindenden Fashion Blogger Cafés stellen dabei ein wichtiges Element des Gesamtsystems dar und locken eine zunehmende Anzahl mehrheitlich weiblicher, junger Blogger an. Legendär sind dabei schon die Goodiebags, die Taschen voller Aufmerksamkeiten verschiedener Firmen, über die im Nachhinein umfassend auf den verschiedenen Blogs berichtete wird - eine Gewinn- situation für alle Seiten. Einen ganz besonderen Coup landete das Team hinter Styleranking nun, indem es das vergangene Fashion Blogger Café am 1. August auf der Düsseldorfer Schuhmesse stattfinden ließ, der GDS. Die Firma Clarks stieg dabei großzügig mit ein und spendierte vielen der Blogbetreiberinnen ein paar Schuhe. Die einzige Bedingung lag dabei in einem mit einem #hashtag versehenen „Shoesie“, das ins Internet hochgeladen werden musste. Auf diese Weise bin ich in den Besitz eines Paar ausgesprochen schöner Clarks-Schuhe gelangt, das an meinen Füßen vermutlich noch so einige ungewöhnliche Expeditionen erleben wird. ![]() |
| Wenn es Selfies und Shoesies gibt - gibt es dann eigentlich auch Space-Age-Fies? Und Sci-Fi-Fies? Messegebäude von Heinz Wilke, 1971 |
Dienstag, 12. August 2014
Platform Fashion Tag 3: GOLD
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| Mit Dolly Buster |
Dass Mode immer auch zusammen mit einem Lebensgefühl verkauft wird, ist hinlänglich bekannt. Die Details jedoch, die dieses Lebensgefühl ausmachen, sind immer wieder aufs Neue aufregend.
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| Mit der Freifrau von Kö auf der Dachterrasse |
Goldener
Glitter, der auf einen goldenen Laufsteg rieselt, ein Countertenor, der im
goldenen Pailletten-Jackett den Nebelschwaden entsteigt, Laser- und Lightshows,
goldene Haare, goldenes Licht, goldener Glitzer überall, Seifenblasen, grün
schillernde Meerjungfrauen-Kleider, Grillenzirpen in den Gärten von Versailles,
Feuer und Eis mit Techno-Legenden, Pommery auf der Dachterrasse mit
Milionärsgattinen, Damen, die sich in der heißen Julinacht lauwarme Luft
zufächeln, kurz: am Sonntag kulminierte die so wie so schon luxuriöse
Platform Fashion in einem unbeschreiblichen, spektakulären Gesamterlebnis.

Schon
auf dem Weg zu den kernigen Backsteingebäuden der ehemaligen Schraubenfabrik
Max Mothes, wo nun bereits seit zwei Tagen der Laufsteg und der rote Teppich
ausgerollt waren, lief sich die Prominenz in die Arme. Die Freifrau von Kö (Link),
Düsseldorfs wohl bekannteste Milionärsgattin und Charitylady, winkte der
barfüßigen Gräfin, die wie immer mit dem Fahrrad angereist kam, schon von
weitem zu und gemeinsam freute man sich auf die bevorstehende Modenschau von
Guido Maria Kretschmer (Link). Nur einige Tage später sollte die grande Dame der Königsallee,
die in ihrer Bodenständigkeit ihre Louis-Vuitton-Kostüme nach wie vor selbst
ändert, das Out-of-the Box-Festival im Rahmen der
Schuhmesse, der GDS, moderieren. Die Dachterrasse, die ja nach wie vor mein
Forschungsgebiet ist, bot in diesem Fall das besondere Vergnügen eines
Pommery-Ausschanks und einen wunderbaren Blick auf das gut gekleidete Publikum.
Kurz bevor Thomas Rath schließlich seine Kollektion zeigte, traf ich zu meiner
Freude die Unternehmerin Dolly Buster wieder, mit der ich vor allem die Liebe
zur Kunst teile.
Montag, 11. August 2014
Platform Fashion: Tag 3 - Thomas Rath
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| Countertenor Oswald Musielski singt im Garten von Versailles. |
Der 27. Juli schüttete mit dem Defilee von Thomas Rath Gold über dem Modestandort Düsseldorf aus und der Countertenor Oswald Musielski (Link) verbreitete mit seinem Gesang eine kollektive Euphorie. Ein umfassender Bericht folgt.
Montag, 4. August 2014
Sonntag, 3. August 2014
Platform Fashion: Tag 3 - Guido Maria Kretschmer
Der dritte Tag der Düsseldorfer Modewoche begann für mich mit dem sehr eleganten Defilee von Guido Maria Kretschmer (Link), der vor allem mit seinen matt schillernden Meerjungfrauen-Kleidern beeindruckte.
Platform Fashion: Tag 2 - Annette Görtz / van Laack
Tag
2 der Platform Fashion hielt so manch eine Überraschung bereit, sowohl
hinsichtlich der Shows als auch in Bezug auf deren phantastische Besucher. Wieder
lag die Hitze mit ihrem goldenen Licht und dem strahlend blauen Himmel über der
Stadt und es waren nicht nur Perlen und Diamanten, die auf den Stirnen der
Protagonisten glitzerten. Die Fächer, die am Eingang der Platform Fashion an die dankbaren Showbesucher verteilt wurden,
verliehen der Veranstaltung eine zusätzliche Eleganz.
Bei
der Show von Annette Görtz konnte ich von der ersten Reihe aus die
futuristisch-funktionalen Schnitte und Materialien betrachten. Wie Barbara
Schwarzer hatte auch Annette Görtz bereits an der ersten Platform Fashion im
Februar dieses Jahres teilgenommen. Die Firma van Laack, die traditionell für
ihre Hemden bekannt ist, war dagegen zum ersten Mal mit von der Partie und
zeigte ihre Kollektion im Anschluss. Das Hemd stand dabei sowohl im Bereich der
Damen als auch der Herren nach wie vor im Zentrum.
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| Mit dem unglaublichen Countertenor Oswald Musielski |
Bei van Laack entdeckte ich in der ersten Reihe zu meiner großen Überraschung den Countertenor Oswald Musielski, den ich im Jahr 2012 bei Julian F.M. Stoeckels Fashion Cocktail in Berlin kennen gelernt hatte (Link). Damals hatte er die Gäste des groß angelegten Galaabends mit seinen Arien in Begeisterung versetzt, und nun verriet er mir ein Geheimnis, das meine Vorfreude auf die Show von Thomas Rath, die für den Sonntag anberaumt war, noch steigern sollte. Und noch eine interessante Begegnung hatte ich an diesem phantastischen Sommerabend: umringt von Damen wie der aktuellen Miss Germany traf ich Natalia Osada, die Schwung und Eloquenz in Sendungen wie „Catch the Millionaire“ gebracht und alle vermeintlichen Millionärsgattinnen hinter sich gelassen hatte. Unterwegs war Natalja mit Ihrem Freund, dem VOX- Immobilienmakler Marco von Reeken (Link) und erzählte mir begeistert von ihrem neuen Engagement als Moderatorin beim Sender Sport 1.
Schwer beeindruckt und schwer bepackt mit Goodiebags radelte ich schließlich unter einem glitzernden Sternenhimmel nach Hause. Und das Glitzern über der Stadt sollte auch am folgenden Tag nicht abreißen.
Samstag, 2. August 2014
Platform Fashion Tag 1: Barbara Schwarzer / LOOXX* Druckfrisch Party
So viel Glamour, wie in den letzten Tagen über Düsseldorf ausgeschüttet wurde, hat die Stadt wohl seit Kurfürst Jan Wellems barocker Regentschaft nicht mehr gesehen. Direkt nachdem die Modewoche mit der opulenten Show von Thomas Rath zu Ende gegangen war, bei der uns der Düsseldorfer Designer zu einem Fest in die Gärten von Versailles eingeladen hatte, wanderte der Focus auf die Schuhmesse, die GDS.
Den
Auftakt der Festwoche bildete das Defilee von Barbara Schwarzer, mit dem am 25.
Juli zunächst die zweite Ausgabe der Platform Fashion eröffnet wurde. Bereits
im Februar hatte das Label mit Sitz in Düsseldorf an der mehrtägigen
Veranstaltung anlässlich der Modewoche in den Hallen der ehemaligen Schraubenfabrik im Stadtteil Bilk
teilgenommen und wurde auch nun wieder frenetisch beklatscht. Dass
in Düsseldorf nun also fest etablierte Modenschauen stattfinden, wie in Berlin
und in anderen Modemetropolen, ist ein riesiger Erfolg für die Stadt. Wie oft
ich an diesem Wochenende den Gästen aus aller Welt erklärt habe, warum
Düsseldorf so phantastisch ist, kann ich
gar nicht mehr zählen. Eine der Einkäuferinnen, mit denen ich mich unterhalten
habe, meinte zudem, dass der große Vorteil Düsseldorfs gegenüber Berlin in den
kurzen Wegen besteht. Somit liegt es auf der Hand, warum man spätestens seit
dieser Saison von Düsseldorf als Order-Standort spricht, im Gegensatz zum etwas
allgemeiner gefassten Begriff des Mode-Standorts.
Die
kurzen Wege zahlten sich noch am selben Abend aus, als ich nach der Show mit meinem
Fahrrad zur LOOXX*-Druckfrisch-Party weiterjettete, mit der die aktuelle
Ausgabe des Messe-Magazins gefeiert wurde. Und das ist doch wohl der wahre
Luxus: einfach mal schnell barfuß mit den hohen Schuhen auf dem Gepäckträger an einem
heißen Juliwochenende zu glamourösen Modespektakeln zu radeln.
Montag, 21. Juli 2014
Im Ufo über Capri: Die Wiedereröffnung der CAPRIBATTERIE in Düsseldorf
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| Frau Zinnbauer nahm vorsichtigen Kontakt zu den Gästen von außerhalb auf. |
Exakt fünfundvierzig Jahre nachdem der Mensch zum ersten Mal den Mond betreten hatte, wurden nun unbekannte Flugobjekte über Süditalien und Nordrhein Westfalen gesichtet. Zeitgleich wurde in Düsseldorf mit der Ausstellung „Drei Engel für Capri“ (Link) der Projektraum CAPRIBATTERIE wiedereröffnet, mit Arbeiten von Patrizia Lohmann, Petra Warrass und mir. Ob und wieweit die Ereignisse miteinander in Verbindung stehen, ist bisher ungeklärt.
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| Patrizia Lohmann zeigte Grafiken, Petra Warrass (Mitte) ihre Sammlung an Cover-Beauties, das Silikon-Tintenfisch-Kleid habe ich für meinen Kurzfilm "Dimmi dove vanno" entworfen und angefertigt. |
Der Projektraum CAPRIBATTERIE ging vor einigen Jahren aus der Galerie von Martin Bochynek hervor, der zusammen mit der Düsseldorfer Künstlerin Susanne Ristow einen Verein zur Förderung des Kunsttransfers zwischen Neapel und Düsseldorf gründete (Link). Die CAPRIBATTERIE wurde nun im Rahmen eines spektakulären Vierundzwanzig-Stunden-Events wiedereröffnet und zog dazu ganz passend in eine ausgesprochen stimmungsvolle Garage. In vielen Fällen ist die Garage der Ausgangsort der erfinderischen Innovation. Patrizia Lohmann verlieh der CAPRIGARAGE durch ihre filigranen Grafiken und einer damit verbundene Installation zudem das Flair eines New Yorker Lofts. Überhaupt wusste man durch die ganz besondere Atmosphäre des Abends kaum, ob man denn nun in Düsseldorf oder tatsächlich in Süditalien war. Das war vermutlich auch der Grund, weswegen eines der undefinierbaren fliegenden Objekte, die in dieser heißen Julinacht unterwegs waren, kurzerhand vom Kurs abkam und auf der CAPRIGARAGE zwischenlanden musste. Die Ausstellungsgäste wurden Zeugen geheimnisvoller Szenen, die sich auf dem Garagendach abspielten, bei denen sich der geplante Kunsttransfer offensichtlich auf drei uns nicht näher bekannte Teilnehmer aus etwas ferner gelegenen Galaxien ausweitete. Vermutlich hatte die Kollegen die Projektion meines Kurzfilms „ellipsoid episodes“ angelockt, zusammen mit der Aussicht, auch das Agentenepos „Dimmi dove vanno“ (Link) einmal wieder zu sehen.
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| Zum Glück hatte Jen Hel, die den Blog Dresscode: High Fashion (Link) betreibt, den Finger am Auslöser, als die Gäste von außerhalb ankamen. |
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| Das Weltraum-Abenteuer "ellipsoid episodes" (Link) lockte nicht nur Gäste aus Düsseldorf an. |
Petra
Warrass (Link) dagegen zeigte in ihren subtilen Schwarz-Weiß-Fotografien deutsche
Wohnzimmer, die sich offensichtlich, seitdem sie von Ihren Besitzern in der
Nachkriegszeit in einer etwas biederen Eleganz eingerichtet wurden, nach wie
vor im Originalzustand befinden. Ganz dem Action-Heldinnen-Thema entsprechend,
das der Ausstellung den Namen „Drei Engel für Capri“ verliehen hatte, widmete
Petra Warrass zwei weitere Arbeiten der künstlichen Schönheit von stark
retouchierten Schauspielerinnen auf Fernsehzeitschriften, die sie wie eine
Sammlung schöner Schmetterlinge präsentierte. Insgesamt wurde die ganze Nacht und der gesamte folgende Tag in einer ausgesprochen surrealen Atmosphäre gefeiert, bis sich die opulente Schwüle mit ihrem Grillenzirpen und dem Sound der Musicbox am Sonntag Nachmittag in ein noch opulenteres Unwetter entlud. Spätestens ab dem Moment waren die geheimnisvollen Gäste auf dem Dach verschwunden. Die Geschichte der CAPRIBATTERIE wird jedoch definitiv weiter geschrieben.
Donnerstag, 10. Juli 2014
Die CAPRIBATTERIE präsentiert: Drei Engel für Capri
Die Capribatterie von Joseph
Beuys macht es ganz deutlich: die einzig wahre Energie kommt aus Italien,
sowohl in Bezug auf die Kunst als auch auf das Leben. Joseph Beuys' Begeisterung
für Italien, insbesondere für Neapel, verbindet ihn mit der Düsseldorfer
Künstlerin Susanne Ristow, in deren Werk diese intensive Liebe zum Land, in dem
sprichwörtlich die Zitronen blühen, ständig präsent ist. Nach Beuys' Objekt, das
aus einer Glühbirne besteht, die an eine Zitrone angeschlossen ist, hat Susanne
Ristow auch den Kunstverein benannt, den sie vor einigen Jahren zur Förderung
des Austauschs zwischen Düsseldorf und Neapel initiiert hat. Der Ford Capri,
den Martin Kippenberger 1981 in seinem Gemälde „Capri bei Nacht” unter einer
Straßenlaterne geparkt hat, fährt zudem ganz sportlich durch das Signet von
Susanne Ristows Club.Die Energie und Dynamik, die dem gesamten Konzept des Vereins zugrunde liegen, werden dem Publikum am 19. Juli entgegengeschleudert, wenn die CAPRIBATTERIE die Ausstellung „Drei Engel für Capri“ eröffnet, und zwar ganz stilecht in der CAPRIGARAGE. Die Garage, das wissen wir nicht erst seit Marie Curie, war schon immer der Ort echter Innovation.
Danger, Excitement und Electricity
werden garantiert von den Künstlerinnen Patrizia Lohmann, Petra Warrass und mir.
Ci vediamo
a Capri!
CAPRIBATTERIE e. V.
Heyestraße 9
40625 Düsseldorf
Montag, 7. Juli 2014
Jean Prouvé: Type Sucy, 1969 - Ein Exemplar der TOTAL Tankstelle in Vitry-le-François
Andreas Buss ist
Tankstellenbesitzer. Davon erfuhr ich durch den Vortrag, den er im Dezember
2012 im Rahmen der Baukunst-Reihe an der Kunstakademie Düsseldorf hielt. Dort
berichtete der Architekt über Jean
Prouvés Tankstellenentwürfe für die Firma TOTAL. Besonders hellhörig wurde ich,
als er dabei auf ein ganz spezielles Modell zu sprechen kam, das nicht wie Prouvés
bekanntere Entwürfe aus Metall und Glas bestand, sondern größtenteils aus
Plastik.
In den Sechzigerjahren kam
man in dem Mineralölunternehmen nämlich auf die Idee, die eigenen Erzeugnisse
nicht nur an der Zapfsäule zu verkaufen, sondern damit gleich die gesamte
Tankstelle zu gestalten und dafür den Kunststoff aus eigener Herstellung zu verwenden. Prouvé entwickelte ein Tankstellengebäude mit einem runden
Grundriss aus Modulelementen, bei dem jedes einzelne Teil so perfekt
durchkonstruiert war, dass man den Verkaufsraum jederzeit ab- und an einem anderen
Ort wieder aufbauen konnte. Selbst die Gummidichtungen wurden eigens
angefertigt, wie Buss ausführte. Die Fenster des Gebäudes wurden ganz treffend
in einer Firma hergestellt, die sich auf LKW-Fenster spezialisiert hatte.
Im Rahmen der Recherchen für
seine Doktorarbeit war Andreas Buss mehrfach durchs Land gefahren um sich einen
Überblick über die Standorte der weit über hundert Exemplare des Typ Sucy zu
machen. Dabei konnte er schließlich auch eines der Gebäude erwerben und in
zerlegtem Zustand mit nach Hause nehmen. Die Frage, ob er die Einzelteile
nummeriert habe, bejahte er, meinte aber, dass die einzelnen Elmente jedoch so perfekt
konstruiert und hergestellt seien, dass dies beinahe gar nicht notwendig
gewesen wäre.
Samstag, 5. Juli 2014
Loreley / Wetter / Aussicht
Die Wetteraussichten waren
bisher eher selten Thema dieses Mediums. Sichtachsen und Blicke von
erhöhter Warte aus jedoch schon. Und so muss ich noch einmal zu dem Sturm
zurückkehren, der zu Pfingsten über Düsseldorf hinweggedonnert ist und dabei
angeblich 17 000 Bäume umgerissen hat. Kurz bevor es in Düsseldorf
an diesem Abend losging, fuhr ich gemächlich im Rahmen einer Geburtstagsfeier in
einem kleinen Schiff den Rhein entlang, von Worms bis zur Loreley in St.
Goarshausen. Den ganzen Tag über brannte die Sonne hell und klar auf das Land und
das Wasser hinab, alles flirrte und glitzerte und das Gegenlicht ließ die
Formen der Bäume, Felsen und Burgen wie laviert erscheinen, mit einigen scharf
gezeichneten Elementen im Vordergrund. Niemand der Mitreisenden wollte in St.
Goarshausen den Loreleyfelsen hinauf klettern und so machte ich mich in der
Nachmittagshitze alleine an den Aufstieg. In all dem Licht lag etwas
Geheimnisvolles über dem Felsen. Die wenigen letzten Touristen verließen die Aussichtspunkte und bald fand ich mich alleine auf dem Schieferplateau hoch
über dem Rhein wieder. Einzig die hellgrün schimmernden Laubbäume raschelten leise im
warmen Wind vor sich hin.
Montag, 30. Juni 2014
Tristan, die Dachterrasse und das autogerechte Opernhaus - Das Staatstheater Darmstadt von Prange / Lederer
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| Das sind die Dachterrassen, für die ich meine Kleider entwerfe. |
Das Staatstheater Darmstadt wurde bereits vor dreihundert Jahren gegründet, im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude zerstört, man behalf sich einige Jahre lang mit einer Orangerie als Aufführungsort und beauftragte 1963 schließlich den Architekten Rolf Prange mit einem Neubau. 1972 wurde das neue Haus dann am Büchnerplatz eröffnet, ein solider, für diese Zeit ganz typischer Bau mit klaren Formen und einer eleganten breiten Treppe, die vom Foyer aus in den oberen Bereich führt. Um die Jahrtausendwende sollte das Haus dann saniert werden. Wenn es um die Sanierung von Betongebäuden aus dieser Zeit geht, zuckt man unwillkürlich zusammen und denkt an zugespachtelte Fugen, dicke Farbschichten und aufgeklebte Styroporplatten. In Darmstadt ging man anders vor.
Freitag, 13. Juni 2014
Die ganze Stadt riecht nach Linden
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| Mark Dion: Vivarium, 2002; Hofgarten Düsseldorf. Nach dem Sturm. |
Die ganze Stadt riecht nach
Linden. Viele der Linden liegen waagerecht auf der Erde und strecken ihre
riesigen Wurzeln in den grellblauen Sommerhimmel. Die Rasenflächen zu ihren
Füßen haben sich im Neunzig-Grad-Winkel aufgestellt. Am Abend des Pfingstmontags, am 9.
Juni, ist der schlimmste Sturm aller Zeiten über Düsseldorf hereingebrochen und
ich war nicht zu Hause. Ich befand mich einige hundert Kilometer südlich der
Stadt auf dem Loreley-Felsen, schaute in die strahlende Sonne und war erstaunt,
wie sich plötzlich um kurz vor acht Uhr abends das Licht änderte und es grau
wurde im Norden. Vom Ausmaß der Katastrophe erfuhr ich erst auf der Heimreise
am Dienstag, als ein freundlicher ICE-Schaffner mich in Koblenz mit meinem
Rheinland-Pfalz-Ticket zusteigen ließ und mir mit der Entschuldigung, dies sei
ja kein Champagner, ein Wasser anbot.
Samstag, 24. Mai 2014
ellipsoid episodes reversed in der Lichtburg: Ein Rückblick auf die 60. Kurzfilmtage Oberhausen
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| Mit dem Festivalgründer Hilmar Hoffmann |
„Manch einer wird heute
enttäuscht nach Hause fahren. Er wird sich fragen, wie es weitergeht, geht es
überhaupt weiter?“ Dieses Zitat der damaligen Oberbürgermeisterin von
Oberhausen Luise Albertz aus dem Jahr
1968 und ähnliche Aussprüche liest man auf den Postkarten, die bei der
Ausstellung anlässlich der 60. Internationalen Kurzfilmtagen im örtlichen
Rathaus ausliegen. Auf Schwarz-Weiß-Fotos schauen dort seriös wirkende Damen
und Herren besorgt bis begeistert in die Kamera. Und genau das ist es wohl
auch, was das Kurzfilmfestival schon immer ausgemacht hat: von euphorischer
Begeisterung bis totaler Langeweile ist jede Gefühlsregung vertreten. Die
Vielfältigkeit der Teilnehmer aus der ganzen Welt und ihre jeweils ganz
unterschiedlichen Herangehensweisen eröffnen Einblicke in Bereiche, zu denen
man sonst selten Zugang hat. Denn auch, wenn man sich seit vielen Jahren mit
der Kunst in all ihren Formen beschäftigt hat und vieles mehr oder weniger
nachvollziehen kann, so ist man in Oberhausen oft einfach nur ratlos. Oder eben
total überwältigt vor Begeisterung. Dieses Image mit Humor zu sehen finde ich
durchaus charmant und muss nach einer aufregenden Festival-Woche sagen:
natürlich geht es weiter. Und wie!
Dienstag, 13. Mai 2014
Museum Küppersmühle, Duisburg: Zum 100. Geburtstag von K.O.Götz

Vor einigen Tagen lud Walter Smerling, der Direktor des
Museums Küppersmühle, einige Blogjournalisten in die im Duisburger Innenhafen
gelegene Kunstsammlung ein. Zurzeit findet dort die Retrospektive anlässlich
des einhundertsten Geburtstags des Malers K.O. Götz statt, durch die uns Walter
Smerling führte und dabei die
Entstehungsgeschichte und Besonderheiten des Museums erläuterte. Auf diese
Weise hatte ich die Möglichkeit, mir die Informel-Gemälde von K.O. Götz in dem
von Herzog und DeMeuron umgestalteten Backsteingebäude anzuschauen und war von
dem Zusammenspiel von Malerei und Architektur sehr beeindruckt.
Donnerstag, 24. April 2014
Hans Hollein: Vom aufblasbaren Büro zum Museumsbau
Gerade vor zwei Wochen noch betonte
Max Hollein bei seiner Rede anlässlich der Eröffnung der seinem Vater
gewidmeten Ausstellung im Museum Abteiberg, dass es Hans Hollein sehr bedauert,
aus Krankheitsgründen nicht dabei sein zu können. Ausstellungen habe der
Architekt immer sehr gerne eröffnet, vor allem seine eigenen. Der gesamte Raum,
das Foyer des Museums mit seinem offenen, galerieartigen Treppenaufgang machte
das glaubhaft und war definitiv geschaffen für festliche, lebendige Anlässe.
Mit einer Ausstellung anlässlich seines 80. Geburtstag wollte Hollein in das
Museumsgebäude zurückzukehren, mit dem er seine umfassenden Ideen zu ersten Mal
en gros umsetzen konnte. 1982 wurde Holleins Museum für Mönchengladbach eröffnet,
das sich in seiner Vielteiligkeit und verwinkelten Struktur in den Abteiberg
hinein gräbt und eins mit ihm wird.
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| Max Hollein eröffnet die Ausstellung |
Holleins Gesamtanspruch an
die Architektur, die sich auf den gesamten Organismus der Stadt auswirkt,
verleitete Frank Gehry Jahre später zu seinem Ausspruch: „Without
Mönchengladbach there would not have been Bilbao“. Die nordspanische Stadt ist
schließlich dafür bekannt, dass Gehrys Guggenheim Museum eine Revitalisierung
der gesamten Stadt herbeigeführt hat. Die Idee des Museums, das
sich in den Berg hinein gräbt, setzte Hollein ab 1989 in seinem Entwurf für das
Museum im Mönchsberg in Salzburg fort. Das Modell des nicht realisierten
Museums in der Mönchengladbacher Ausstellung zu sehen und erinnert
unwillkürlich an den Vulkan aus „Man lebt nur zweimal“(Link).
Donnerstag, 10. April 2014
Mit dem Ufo zu den 60. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen: ellipsoid episodes reversed
Im Jahr 1954 legte der
damals neunundzwanzigjährige Leiter der Oberhausener Volkshoch- schule Hilmar
Hoffman mit der Gründung der Westdeutschen Kulturfilmtage die Basis dafür, dass
die Stadt Oberhausen heute beinahe bekannter ist für ihre Kurzfilmtage, als für
die Ruhrindustrie, als deren Wiege sie dank der Eisenhütte St. Anthony gilt, die von 1758 stammt. Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen gelten
tatsächlich als das älteste Kurzfilmfestival der Welt und nach sechzig Jahren
blickt man zurück auf eine lange Liste Filmschaffender, die ihre frühen
Werke in Oberhausen gezeigt haben und liest dabei Namen wie Werner Herzog,
Roman Polanski, Chris Marker, Milos Forman etc.
Die Ausstellung anlässlich des sechzigjährigen Jubiläums wird Hilmar Hoffman am 2. Mai im Oberhausener Rathaus eröffnen, einem Gebäudeensembele in reinstem Backstein-Expressionismus aus dem Jahr 1930.
Die Ausstellung anlässlich des sechzigjährigen Jubiläums wird Hilmar Hoffman am 2. Mai im Oberhausener Rathaus eröffnen, einem Gebäudeensembele in reinstem Backstein-Expressionismus aus dem Jahr 1930.
Zusammen mit den verschiedenen Wettbewerben des Festivals findet auch das Open Screening (Link) im Lichtburg Filmpalast Oberhausen statt und ich freue mich sehr, dass mein Kurzfilm „ellipsoid episode reversed“ dort am 4. Mai ab 20 Uhr dort gezeigt wird. Mehr noch: die Filmemacher werden vor den roten Vorhang des Kinos treten und ihre Arbeiten persönlich vorstellen. Bei „ellipsoid episodes reversed“ handelt es sich um eine überarbeitete und neu erzählte Version meines Weltraumabenteuers, das ich vor einiger Zeit in einem Exemplar von Matti Suuronens Futuro gedreht habe und der bei der Eröffnung des Charles-Wilp-Museums in Witten seine Uraufführung hatte.
ellipsoid episodes reversed
Ein Film von Julia Zinnbauer
Kamera, Schnitt, Kostüme,
Regie: Julia Zinnbauer
Mit Sandra Labs, Patrizia
Lohmann, Stefanie Pürschler, Axel Schrooten und Julia Zinnbauer
Düsseldorf 2014
Sonntag, 30. März 2014
sweet dreams: Anna Mirbach, Fleur Stoecklin, Bianca Voss und Julia Zinnbauer in der Galeie GRÖLLE pass:projects, Wuppertal
Der Titel der Ausstellung „sweet dreams“ weckt vermutlich zunächst ganz andere Erwartungen, als die, die letztendlich erfüllt werden. Zarte Mädchenkunst gibt es in der Galeie GRÖLLE pass:projects (Link) zurzeit nämlich definitiv nicht zu sehen. Dazu sind die vier ausstellenden Künstlerinnen Anna Mirbach, Fleur Stoecklin, Bianca Voss und ich, wie auch unsere Kuratorin Katharina Maderthaner, definitiv zu kernig.
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| surveillance souterraine (Link): Nach der Premiere im onomato Künstlerverein in Düsseldorf ist mein Kurzfilm nun in Wuppertal zu sehen, wobei sich die U-Bahn-Geräusche passenderweise mit denen der Schwebebahn verbinden. |
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| Im Vordergrund: Arbeiten von Fleur Stoecklin |
Jürgen Grölles
Galeriegebäude schafft mit seiner Lage direkt unterhalb des Gerüsts der
Schwebebahn einen Rahmen, der ganz nüchtern und klar jedem einzelnen Exponat seinen
Raum lässt. Das Eiffelturm-Gestänge jedoch, das sich vor den Fenstern nach
links und rechts über der Wupper unendlich weit in die Tiefe stapelt und im
Minutentakt Waggongs über den Köpfen der Galeriebesuchern vorbei donnern lässt,
gibt der gesamten Atmosphäre wiederum etwas Phantastisches, Unwirkliches, was
den Ausstellungstitel definitiv unterstreicht.
Die Ausstellung „sweet
dreams“ ist noch bis zum 13. April 2014 zu sehen.
Samstag: 11.00 - 14.30 Uhr
GRÖLLE pass:projects
Friedrich-Ebert-Straße 143e
42117 Wuppertal
www.groelle.de
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16.00 - 19.00 Uhr,Friedrich-Ebert-Straße 143e
42117 Wuppertal
www.groelle.de
Samstag: 11.00 - 14.30 Uhr
Schwebebeahn-Haltestelle:
Pestalozzistraße
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