Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Richard Neutra in Silverlake

Richard und Dion Neutras Architekturbüro in Los Angeles Silverlake, 1950
Silverlake




Das VDL-Research-House, 1932/62


Charakteristisch für Neutras Häuser sind die Wasserbecken, die sich häufig von innen nach außen ziehen und einen fließenden Übergang zwischen beiden Bereichen schaffen. Leider war das Becken vor dem VDL-House leer und so nutzte ich die Gelegenheit um noch ein Bild von meinem Kleid zu machen. Das Kleid habe ich für derartige Ausflüge genäht, immer mit Neutras Häusern im Sinn, und war nun ausgesprochen glücklich, mit meinem Neutra-Kleid in Silverlake unterwegs zu sein.

Dion Neutra

Dienstag, 29. Dezember 2009

The Schindler-House, Hollywood


Rudolf Schindler, 1922

Back to Hollywood: Norms

Nach dem echten Las Vegas habe ich bei meiner Rückkehr nach Los Angeles auch noch ein Stück echtes Hollywood gefunden: Norms, wo die Starletts schon vor 60 Jahren Ihre Burger aßen. Und auch hier war noch das Originalpublikum unterwegs.


Starletts wie dieses, wie eine Archivaufnahme von Herrn Lutter zeigt.
(Kleid: Scissorella)

Montag, 28. Dezember 2009

Las Vegas: Elvis at the Hilton Hotel

Nach einer Nacht des kulturkritischen Haderns befiel mich angesichts des Las Vegas Hiltons ein unbeschreibliches Hochgefühl: hier war Elvis zehn Jahre lang fast allabendlich aufgetreten. Nicht nur die Bausubstanz war hier noch original, auch das Publikum, und ich fühlte mich stark an die "Golden Girls" erinnert. ("Lasst uns doch nach Coconut-Grove fahren und ein paar pensionierte Astronauten kennenlernen.")

(Bitte den Teppichboden beachten.)

(Bitte auch hier den Teppichboden beachten. Und das Kleid natürlich.)
In den Korridoren konnte man schön den Y-förmigen Grundriß des Hotels nachvollziehen während der Wüstensturm durch alle Luftschächte raste.

Parkplätze, Baustellen, Wüste.

Grayhound to Las Vegas


Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem jetzt mein Informationszentrum wieder funktioniert, möchte ich nun auch mit dem Bericht über meine Architektur-Expedition nach Amerika fortfaren.

Und zwar war das folgendermaßen:
Als ich nach einer Fahrt durch die Nacht von San Francisco nach Los Angeles morgens an der Grayhoundstation stand, entschloß ich mich einfach so, die Gelegenheit zu nutzen, und nach Las Vegas weiterzureisen. Ich hatte noch einen Koffer in L.A. und konnte die Fahrt mit leichten Gepäck antreten. Einerseits hatte ich die Befürchtung, durch den Ausflug in die Wüste nicht mehr genügend Zeit für Los Angeles zu haben, aber wer mit so großer Begeisterung ständig die Szene vor Augen hat, in der James Bond in "Diamantefieber" in einem Mondmobil von Las Vegas nach Palm Springs fährt um dort in John Lautners Elrod-House von zwei drahtigen Wildkatzen angefallen zu werden, der kann sich seiner Neugier in diesem Fall nicht erwehren.
Und plötzlich saß ich also ohne meine Reisebegleiterin (die nach Venice Beach gefahren war) in einem Überlandbus und fuhr durch die Mojave-Wüste, eine weitere, höchst surreale Szenerie, die wir aus unzähligen Filmen kennen, mindestens als Kulisse für Raketen-Auto-Tests. Erst in der Abenddämmerung kam ich in der Glitzermetropole an und bezog eine Jugendherrberge gegenüber einer Wedding Chapel. Zu Fuß machte ich mich auf den Weg entlang des Las Vegas Strips, an der Stratosphere vorbei, und besichtigte mit äußerer Skepsis das Venetian Hotel. Es war noch hässlicher als gedacht. Unsäglich gigantische Korridore, ausgelegt mit Kilometern von beige-braunem teppichboden, halbdunkel, menschenleer. Das Leben tobte nur un den Untergeschossen bzw. um die künstlichen Kanäle. Später stellte sich heraus, daß die gesamte Stadt ein Paradies für Retroteppich-Fans ist und ich kann nun auch die atmosphäre in "Shining" besser nachvollziehen. Ja, die amerikanische Seele breitete sich vor mir aus und ich muß wirklich sagen, daß ich mich bei allem Schreccken an den Look gewöhnte und ich mit zunehmender Begeisterung die Bilderflut auf mich wirken ließ. In zukunft werde ich amerikanische Musikvideos mit einem milden Lächeln betrachten und mich nicht mehr fragen, wie man denn auf sowas kommt.

The Stratosphere

The Luxor, vor allem innen aufregend, ist es neben all den schlimmen Themenpark-Gebäuden wirklich das interessanteste unter den neueren Hotels und würde natürlich eine wunderbare James-Bond-Kulisse abgeben.
Wie befürchtet entdeckte ich am ersten Abend nicht viel vom ursprünglichen Ratpack-Charme des Strips, erst im trüben Licht des nächsten Tages bot sich mir das wahre Bild der Stadt, in der ständig alles abgerissen und erneuert wird. Über Nacht war ein Sturm aufgekommen und der Wüstensand blies mir ins Gesicht als ich mich auf die Suche nach dem Hilton Hotel machte, um dort das echte Las Vegas der 60er- und 70erjahre zu finden.



The Circus Circus

Montag, 14. Dezember 2009

Pastorale: Vernissage in der KyotoBAR




Mein Octonauten-Outfit, das hier zum ersten mal der Öffentlichkeit präsentiert wird, gibt schon einmal einen Ausblick auf den Film, den ich im Februar zum Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf zeigen werde. Auf seine Unterwasser-Tauglichkeit wurde es bereits geprüft und hat optimale Eigenschaften gezeigt.

Freitag, 4. Dezember 2009

Pastorale: Ausstellung der Klasse Grünfeld in der KyotoBAR, Köln

Nach bereits zwei erfolgreichen Ausstellungen der Bildhauerklasse von Prof. Thomas Grünfeld in der KyotoBAR in Köln (s. Abb.) wird nun am 11.12. um 19 Uhr zum dritten und letztenTeil der Ausstellungsreihe geladen. Unter dem Titel "Pastorale" werden in einem phantastisch strengen Raum phantasievolle Skulpturen zu sehen sein.


KyotoBAR
Gereonswall 75
50670 Köln, S-Bahnhof Hansaring

www.kunstakademie-duesseldorf.de

Freitag, 27. November 2009

Construction Works

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Archiv türmen sich Berichte und Bilder und mir bleibt der Zugang zu selbigem momentan verwehrt. Mein gesamtes Windows liegt brach. Somit vertröste ich das Publikum auf die nächste Woche und werde mich bis dahin wie früher ganz manuell betätigen und die Texte mit der Hand schreiben. Ja, in meiner Jugend habe ich mich der Kalligraphie gewidmet und Bleistiftzeichnungen angefertigt.

Einen möglichst kurzen Winter wünscht
Frau Zett

Samstag, 14. November 2009

Coit Tower, San Francisco, 1933

Absolut überrascht war ich von den Wandgemälden im Coit Tower auf dem Telegraph Hill , die, wie das Aquatic Bathhouse, ebenfalls als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise in den Dreissigerjahren in Auftrag gegeben wurden. Die Idee, in Krisenzeiten vor allem die Kunst zu fördern, finde ich sehr lobenswert.

Und ich habe jetzt auch ordnungsgemäß angefangen, "The Grapes of Wrath" von John Steinbeck zu lesen (1939).

Dienstag, 10. November 2009

Aquatic Bathhouse Building, San Francisco


Freunde gepflegter Art-Deco-Architektur kommen in San Francisco voll auf ihre Kosten. Neben der allseits bekannten Golden Gate Bridge und diversen weißen, hoch über der Stadt aufragenden Hotels, hat mich vor allem das Aquatic Bathhouse Building fasziniert, das heutige Maritime Museum.
Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 1933 bis 1941 rief die Roosevelt-Regierung das Federal Arts Programme ins Leben, das vielen amerikanischen Künstlern Arbeit verschaffen sollte. In diesem Zusammenhang entstand auch das phantastische Badehaus in der Bucht von San Francisco, das von außen durch seine Stromlinienform begeistert und den Betrachter im Inneren mit unglaublichen Unterwasser-Wandgemälden voller Seejungfrauen, Korallen und Tintenfischen überrascht. Das Gesamtkonzept der Anlage stammt von Sargent Claude Johnson, der auch das Fliesenmosaik der Veranda entwarf, die Wandgemälde schuf Hilaire Hiler. Im Jahr 1939 wurde das Badehaus eröffnet.

Die Aussichtstürme bereichern natürlich mein Archiv "Außergewöhnliche Gebäude auf einem Bein", lassen sich aber auch unter der Kategorie "Coole Bäderarchitektur des 20. Jahrhunderts" einordnen.


Da Unterwasser-Szenarien genau mein Thema sind und mir diese phantastische grün-blaue Farbklima sehr entgegen kam, machte ich schließlich noch ein paar Aufnahmen von meinem Tintenfischkleid, per Selbstauslöser.






Abschließen sei noch erwähnt, daß man von Johnsons Terrasse einen direkten Blick auf die Gefängnisinsel Alcatraz genießen darf.


San Francisco

Nach unserem Feldstärke-Projekt fuhren einige von uns mit einem Automobil von Los Angeles nach San Francisco. Auf unserer Fahrt entlang der immer steiler werdenden Küste, Big Sur genannt, wo der Nebel nur zögerlich den Blick auf den Pazifik preisgab, passierten wir das Hurst Castle, das uns ja allen aus "Citicen Kane" ein Begriff ist. Hurst hatte im Spanischen Bürgerkrieg in Europa preisgünstig und im großen Stil Kunstschätze eingekauft und ganze Gebäudeteile nach Kalifornien schaffen und sie in sein Phantasieschloß einbauen lassen, ganz so, wie man sich das vorstellt. Die Städte Monterey und Salinas hingegen forderten die junge Anglistin auf, mal endlich John Steinbeck zu lesen. Was für eine großartige Landschft und Atmosphäre, dramatisch, nebelig, mit alten Brücken aus den Dreissigerjahren, die die Küstenstraße stützten, und dann wieder ein grellblauer Himmel und strahlende Ausblicke auf das glitzernde Meer. In San Francisco angekommen verstärkte sich das Gefühl, das mich bereits in Los Angeles beschlichen hatte, und zwar glaubte man hier erst recht, durch Filmkulissen zu wandern, allerdingseher in Richtung "Vertigo" als "Manche mögen's heiß".

Triangle-Building, Financial District

Die unbekannte, aber viel längere und nicht weniger interessante Brücke: The Bay Bridge


Der Seal Rock, wo San Franciscos Regionalheld einen Eisenbahntunnel und ein Freizeitbad gebaut hatte, von denen ersterer bald von selbst einstürzte, das Bad allerdings erst nach seiner Schließung in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts verfiel. Heute bietet sich dem Besucher ein spektakulärer 360-Grad-Blick auf Brücke, Bucht, Sonnenuntergang und wahlweise Delphine oder Seehunde.

Die Reisende staunt über die Großartigkeit der kalifornischen Küstenlandschaft.

Sonntag, 8. November 2009

Pierre Koenig: CSH # 22


Die schönste Geschichte im Rahmen meiner Kalifornien-Reise rankt sich um Pierre Koenigs Case-Study-House # 22. Wie ein Rahmen schließt sie meinen dreiwöchigen Aufenthalt ein. Ich war so unendlich glücklich, gleich zu Beginn der Reise mein absolutes Traumhaus gefunden zu haben, das Haus, das mich schon so lange fasziniert. Wieviele Stunden hatte ich schon die Photographien von Julius Shulman angestarrt und wie sehr hat gerade dieses Haus meinen eigenen Weg beeinflusst, Mode zu entwerfen. Die totale Reduktion auf das Wesentliche, die Transparenz, das Filigrane, Klare, Offene, das warme Licht, und dann dieser Blick über die riesige Stadt, bis hin zum Pazifik.
Und, wie gesagt, das Haus erst einmal zu finden, war erst der Anfang der Geschichte, aber da ich hier ja chronologisch vorgehe, bleibt es spannend und ich verrate an dieser Stelle noch nicht alles.

Nachtrag:  
Die Bilder des zweiten Besuchs im Case Study House # 22 habe ich bis heute nicht auf den Blog gestellt. Ich hüte sie wie einen geheimen Schatz, da es einfach viel zu unglaublich war, wie ich von Familie Stahl zu einem kühlen Getränk in das über Los Angeles schwebende, gläserne Wohnzimmer eingeladen wurde. Mit Carlotta Stahl unterhielt ich mich über die Zeit, in der sie und ihr Mann das Haus bei Pierre Koenig in Auftrag gaben und Frau Stahls Sohn und dessen Lebensgefährtin waren so nett, von mir diverse Bilder zu machen, auf denen ich genau dort stehe, wo die beiden Mädchen auf Julius Shulmans berühmtem Foto sitzen.

Frank Lloyd Wright: The Storer House

Das Phantastische an Kalifornien ist, daß es neben der wunderschönen Landschaft, dem Wetter, der Filmindustrie und der charmanten Bevölkerung unendlich viel interessante Architektur bietet. Und so führte mich meine zweite Architektur-Expedition, die v.a. Pierre Koenigs Case Study House # 22 zum Ziel hatte, auch an Frank Lloyd Wrights Storer-House vorbei. In den Jahren 1922 bis 1924 hatte er in Los Angeles vier Häuser in der sogenannten Textile-Block-Bauweise geschaffen, von denen das Storer House das kleinste ist. Diese vier Häuser bestehen aus mit Ornamenten versehnen Betonelementen und sollen an die Architektur der Mayas erinnern.
Am bekanntesten ist das Ennis House, es dient dem "Bladerunner" als Kulisse und darf natürlich in meiner Ausführung über Architektur, Film und kalifornischer Coolness nicht fehlen. Dazu später mehr, denn tatsächlich habe ich in den letzten drei Wochen mehr interessante Gebäude gesehen als jemals zuvor in so kurzer Zeit.


Kleid: Scissorella

Freitag, 6. November 2009

Feldstärke International III: Abschlußpräsentation im Calarts


Am Samstag, dem 17. Oktober 2009 fand die Abschlußpräsentation unserer Projekte statt. Ich hatte meinen Mulholland-Film geschnitten und er wurde Teil einer großangelegten Installation, die aus Projektionen, Musik und Tanz bestand und dem Raum eine ganz beseondere und geheimnisvolle Atmosphäre gab. Einer meiner Kollegen zeichnete die Bewgungen der Tänzerinnen mit einem Lichtstrahl nach, während ein anderer mit einem Super-8-Filmprojektor experimentierte.
Benjamin und Jullien


Valerie und Gonzalo


Auch in den anderen Räumen wurde sehr multimedial gearbeitet, hier Lennerts Installation.


Florian hatte den Flügel so umgeabaut, daß die Tänzerinnen, die durch Schnüre mit dem Instrument verbunden waren, durch ihre Bewegungen den Klang erzeugten.



Ich mit meiner Mulholland-Installation