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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Dienstag, 24. September 2019

FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf - Dokumentation der Ausstellung


Eine Ausstellung von Julia Zinnbauer über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Stadtmuseum Düsseldorf












Meine Ausstellung FLYOVER ist nun am 15. September mit Bazon Brocks Vortrag sehr spektakulär zu Ende gegangen und ich bin sehr bewegt darüber, wer alles bei mir im Stadtmuseum vorbei gekommen ist und mit mir über das Projekt gesprochen hat. Vielen Dank an alle, die mich in den letzten Wochen im Stadtmuseum Düsseldorf besucht haben, vielen Dank an das Museums-Team, an die Galerie GRÖLLE passprojects für ihre Unterstützung, an die Firma Julius Schulte Söhne in Düsseldorf Bilk für die phantastische Pappe, aus dem wird das goldene Kuppelfragment gebaut haben und natürlich and Bazon Brock und die Denkerei Berlin!

Bis ich meine umfangreiche Dokumentation der Ausstellung fertig gestellt habe, könnt Ihr Euch hier eine Präsentation anschauen, in der ich einige Fotos der Ausstellung sowie einige Texte zusammengestellt habe. 

Das Video von Bazon Brocks Vortrag mit dem Titel "Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken" schneide ich in den nächsten Tagen und lade es hier hoch.






















Mein Film "Avion and Silverlake - A trip to Richard and Dion Neutra", der die Vorgeschichte zu FLYOVER erzählt, war auch im Rahmen der Ausstellung zu sehen:


Samstag, 14. September 2019

Einladung: Bazon Brock spricht zur Finissage von FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf am 15. September 2019






Herzliche Einladung:
 
Vortrag von Bazon Brock zur Finissage der Ausstellung: Julia Zinnbauer „FLYOVER“ im Stadtmuseum Düsseldorf:



Re - education durch Architektur.
Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken


Mit einem Gastbeitrag von Kathleen Hooper


Die Denkerei mobil in Kooperation mit der Galerie Grölle pass:projects.



Berichte über die Ausstellung FLYOVER in der Westdeutschen Zeitung und im WDR 3

Eine Ausstellung von Julia Zinnbauer über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Stadtmuseum Düsseldorf





Kulturredakteur Thomas Frank hat nach dem umfassenden Interview, das er mit mir für die Westdeutsche Zeitung geführt hat, zudem auch noch noch eine sowohl schöne als auch informative Besprechung meiner Ausstellung FLYOVER geschrieben und in der WZ veröffentlicht: Los Angeles in Düsseldorf.

Darüber hinaus hat er am 15. August in der Sendung "Mosaik" auf dem Radiosender WDR 3 life über die Ausstellung berichtet. Der Beitrag kann hier nachgehört werden. Vielen Dank, Herr Frank, ich bin wie immer begeistert!



Samstag, 10. August 2019

FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf - Die Eröffnung

Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf











 
Am Samstag, dem 3. August 2019 wurde mein Ausstellung "FLYOVER - Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf" Im Stadtmuseum Düsseldorf eröffnet. Ich bedanke mich bei allen, die durch ihre Begeisterung, ihr Interesse und ihre Unterstzung dazu beigetragen haben, dass das ein absolut unvergesslicher, schöner, feierlicher Abend war.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. September 2019 zu sehen. Am 8. September, dem Tag des Offenen Denkmals, werde ich um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung machen und zur Finissage der Ausstellung am Sonntag, dem 15. September, 11.30 Uhr, spricht Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil zum Thema: „Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken“.



Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170
www.duesseldorf.de/stadtmuseum







Montag, 5. August 2019

FLYOVER - Ein Interview über meine Ausstellung im Stadtmuseum in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf



„FLYOVER“ im Stadtmuseum Düsseldorf: Künstlerin Julia Zinnbauer zeigt in ihrer Ausstellung, wie sich hiesige Architekten nach dem Zweiten Weltkrieg von kalifornischen Baumeistern inspirieren ließen.



Bereits am 29. Juli erschien in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf ein Interview mit mir, in dem ich über meine Ausstellung berichte, die seit dem 3. August im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehehen ist. Vielen herzlichen Dank an den Kulturredakteur Herrn Thomas Frank für die Möglichkeit, so umfassend auf seine Frangen eingehen zu können.



Frau Zinnbauer, als es nach dem Zweiten Weltkrieg darum ging, Düsseldorf wiederaufzubauen, flogen Architekten wie Paul Schneider-Esleben oder Walter Brune nach New York, Chicago oder Los Angeles, um sich dort anregen zu lassen. Was trieb sie in die Vereinigten Staaten?

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Entwicklung der Moderne in Deutschland, die bereits so weit fortgeschritten war, unterbrochen und das Land war jahrelang kulturell isoliert. Nach der Schließung des Bauhauses in Dessau (1932) und in Berlin (1933) wanderten Architekten wie Mies van der Rohe und Walter Gropius nach Amerika aus, setzten ihre Arbeit und ihre Lehrtätigkeit u.a. in Chicago und Havard/Cambridge fort und verfeinerten dort in den folgenden Jahren ihre Ideen. Diese Konzentration des architektonischen Fortschritts in den Vereinigten Staaten veranlasste nach dem Krieg zahlreiche junge deutsche Architekten, nach Amerika zu reisen, um etwas über modernes Bauen zu lernen. Auf diese Weise gelang es ihnen aber auch, einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. 

Walter Brune ist einer dieser Architekten, die immer wieder nach Amerika reisten und so die Bauhaus-Architekten dort kennen lernte. Über Jahre hinweg arbeitete er dann eng mit Marcel Breuer zusammen. Die Begesiterung, mit der Düsseldorfer Architekt heute noch vom Bauhaus spricht zeigt, wie sehr er von den Idealen der Moderne durchdrungen ist.Tatsächlich wurden aber auch ganze Architekten-Bildungsreisen organisiert, wie z.B. durch die Deutsche Aluminiumzentrale. Auf diese Weise gelangte z.B. die Idee der Vorhangfassade nach Deutschland. 

Eine große Rolle spielten zu dieser Zeit auch amerikanische Fachzeitschriften, sowohl in der Kunst als auch in der Architektur und auch Bauherren informierten sich auf diese Weise. Der junge Walter Brune las damals amerikanische Architekturzeitschriften und wandte sein so erworbenes Wissen über modernes, funktinoales Bauen beim Entwurf der Zeche Prosper Haniel in Essen an, die ein großer Erfolg wurde. Daraufhin flog er zu ersten Mal nach Amerika, um sich die Architektur vor Ort anzuschauen und lernte in Kalifornien Richard Neutra kennen.

In dem Bungalow, den er schon zu Beginn der 50er Jahre in Düsseldorf für sich selbst baute, vereinen sich seine eigenen Ideen mit seiner Begeisterung für das Bauhaus und den Erfahrungen, die er mit der Architektur des „Mid-Century-Modernism“ in Kalifornien gemacht hat. Zudem ist das Gebäude ein ganz frühes Beispiel für ein Wohnhaus mit Flachem Dach in der Nachkriegszeit.

Pierre Koenig: Stahl House, Los Angeles 1959 (Foto: Julia Zinnbauer 2009)


Montag, 22. Juli 2019

Julia Zinnbauer – FLYOVER. Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf

Einladung zur Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Düsseldorf 

 






















Ganz herzlich möchte ich Euch zu meiner Ausstellung FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf einladen. Ich würde mich sehr freuen, Euch bei der Vernissage am Samstag, dem 3. August 2019 begrüßen zu dürfen:

Julia Zinnbauer – FLYOVER.
Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf


Sonntag, 4. August bis Sonntag, 15. September 2019
Vernissage: Samstag, 3. August 2019 um 18 Uhr

Zur Finissage der Ausstellung wird Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil 
am Sonntag, dem 15. September einen Vortrag halten, Beginn 11.30 Uhr:

Re - education durch Architektur.
Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - 

Stahlskelettbau und Charaktermasken


Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170


English version below


In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland ein reger architektonischer Austausch. Auch von Düsseldorf aus flogen Architekten nach New York, Chicago und Los Angeles, um sich mit modernen Gebäuden auseinanderzusetzen, sich Anregungen für den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimatstadt zu holen und um einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. Umgekehrt reiste beispielsweise der Architekt Richard Neutra von Los Angeles aus mit seinen Entwürfen an den Rhein und ins Bergische Land. Neuerungen wie Konzepte für Großraumbüros und Einkaufszentren gelangten auf diese Weise nach Düsseldorf und vor allem die Idee des kalifornischen Bungalows wurde dort begeistert aufgenommen.

Die Ausstellung FLYOVER handelt von den architektonischen Zusammenhängen zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Nachkriegszeit, sie ist aber auch dem optimistischen Glauben an die Moderne gewidmet und der Sehnsucht nach dem Glamour des Jetset-Zeitalters.

In ihren Projekten konserviert und transportiert die Düsseldorfer Künstlerin Julia Zinnbauer die Schönheit und die Atmosphäre außergewöhnlicher Bauten und erzählt deren Geschichten sowie die ihrer Architekten und ihrer Bewohner.

Für ihre Ausstellung reiste Julia Zinnbauer nach Los Angeles und drehte dort einen Film, in dem sie ihre Besuche verschiedener Gebäude Richard Neutras dokumentiert. Dabei kommt unter anderem auch Dion Neutra zu Wort, der Sohn des Architekten, der sie in dessen Reunion House und das VDL Research House in Los Angeles Silverlake einlädt und ihr von seiner langjährigen Zusammenarbeit mit seinem Vater und der Entstehungsgeschichte dieser und weiterer Häuser berichtet. In Düsseldorf besuchte Julia Zinnbauer den Architekten Walter Brune, der ihr seine Bungalowentwürfe und sein Verhältnis zu Amerika und zum Bauhaus erklärt.

Dies und was das alles auch mit der Düsseldorfer Hollywood-Schauspielerin Luise Rainer zu tun hat erfahren die Besucherinnen und Besucher ab dem 4. August im Stadtmuseum Düsseldorf wo Julia Zinnbauer unter dem Titel FLYOVER ihre Rechercheergebnisse in Form von Fotos, Videos, Texten und einer Rauminstallation präsentiert. 


Sonntag, 21. Juli 2019

HERE/there - STEADY SMILE MOVE at Kamera 8 Gallery in Wexford, Ireland



 

I am especially glad that my film STEADY SMILE MOVE is currently to be seen at Kamera 8 Gallery in Wexford as part of the exhibition HERE/ there, that is on display until August 16th in three different locations of the town.

Kamera 8
5 Rowe Street Lower
Wexford Town
Co. Wexford
Ireland

+ 353 (0) 89 4555 468
info@kamera8.com

Opening hours:
Wednesday to Saturday: 12pm – 5pm











Sonntag, 7. Juli 2019

HERE/there - A group exhibition of artists working in Ireland and Germany, currently to be seen in Wexford



The exhibition named HERE/there, curated by Anya von Gosseln and Jürgen Grölle, that is part of an ongoing artists exchange between Ireland and the Rhineland, is currently to be seen in three different locations in Wexford, Ireland:



HERE/there - Wexford meets Wuppertal
June 21st - August 16th 2019

Featuring works by
Pablo de Lillo, Bert Didillon, Fergus Doyle, Chris Dreier, Gary Farrelly, Wolfgang Flad, Isabel Kerkermeier, Anthony Lyttle, Stephen Nolan, Helen O’Leary, Patrick Redmond, Friederike Ruff, Klaus-Martin Treder, Mary Ruth Walsh and Julia Zinnbauer. 

An extensive documentation of the opening reception and the exhibition itself you can find on my Instagram account:




Donnerstag, 20. Juni 2019

HERE/there - Wexford meets Wuppertal

A group exhibition of artists working in Ireland and Germany
Curated by Anya von Gosseln and Jurgen Grölle
24th June - 16th August 2019



We kindly invite you to our three venue exhibition at Wexford County Council, Wexford Arts Centre and Kamera 8! And I am especially glad that my film STEADY SMILE MOVE is going to be screened at Kamera 8 in Wexford.


Opening reception and performance by Office for Joint Administrative Intelligence at 5 pm on Friday 21st June at Wexford County Council, Carricklawn, Wexford

Guest Speaker: Olivia Hausen,Head of PR, German-Irish Chamber of Industry

​All welcome, food and refreshments served. Followed by wine receptions in Wexford Arts Centre and Kamera 8 at 7pm.

The Arts Department of Wexford County Council in partnership with Wexford Arts Centre and Kamera 8 are delighted to host an exhibition of artists working in Ireland and Germany. HERE/there features the works of Pablo de Lillo, Bert Didillon, Fergus Doyle, Chris Dreier, Gary Farrelly, Wolfgang Flad, Isabel Kerkermeier, Anthony Lyttle, Stephen Nolan, Helen O’Leary, Patrick Redmond, Friederike Ruff, Klaus-Martin Treder, Mary Ruth Walsh, and Julia Zinnbauer. Running between the three venues, the exhibition links with Galerie GROELLE Pass Projects, Wuppertal and showcases work exploring the historical significance of the two regions.

HERE/there explores and reinforces the cultural exchange that has existed between the Rhineland and South East Ireland throughout our shared history. Germanic influences are recognizable in the abstracted animal forms that proliferate in Insular art, notably in the Irish metalwork, illustrated Gospel books and manuscripts of the Early Christian period. It is thought that scribes from Carlow created the famous Echternach Gospel as its insular style suggests connections. The influence, however, very quickly spread in reverse as Irish Benedictine monks established schottenklosters in Wurzburg and Regensburg and other towns in southern Germany. And the Germans returned the compliment; Benedictines from Regensburg came fundraising to Cashel. By the 12th Century invasions and colonisation gave the Irish other things to think about and those close connections gradually filtered out.



Freitag, 14. Juni 2019

Schönes Wohnen - Einladung zu der Ausstellung im no cube Münster





 Zu der Austellung „Schönes Wohnen“ und den anschließenden Projektwochen im no cube Münster laden wir Euch ganz herzlich ein.

Schönes Wohnen - mit Arbeiten von
Susanne von Bülow, Satomi Edo, Verena Gründel, Ruppe Koselleck, Susanne Kutter, Thomas Prautsch, Dietmar Schmale, Julia Zinnbauer

15. Juni bis 7. Juli 2019
Eröffnung am Samstag, dem 15. Juni um 18:00 Uhr

Täglich geöffnet (16:00 –21:00 Uhr)
Projektwochen: 15. Juni - 22. Juni

no cube
Achtermannstraße 26
48143 Münster

Der Verein KiF e.V. widmet im Frühsommer sein Augenmerk u.a. dem Spannungsfeld Gentrifizierung und lädt unter dem Titel „Schönes Wohnen“ Künstler und Künstlerinnen ins Bahnhofsviertel ein. Ziel ist es, sich aus künstlerischer Sicht mit dem Wohnen, seinen Bedingungen, Einflüssen, Ausprägungen, Gefährdungen, Grenzen, Entwicklungen und mit den individuellen Wünschenzum Wohnenauseinanderzusetzen. Geplants ind drei Veranstaltungswochen, in denen die diversen Aspekte zum Thema „Schönes Wohnen“ aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit künstlerischen Mitteln untersucht werden. Eine Gruppenausstellung zum Thema wird die Projektwochen einleiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die prozesshafte Entwicklung von künstlerischen Arbeiten und Installationen zum Themenbereich und deren Präsentationen vor Ort. „Schönes Wohnen“ untergliedert sich deshalb in mehrere Abschnitte: eine klassische Gruppenausstellung und zwei Projektwochen mit unterschiedlichen künstlerischen Teams vor Ort (beides im no cube).

Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck hinterfragen gleich zu Beginn der Ausstellung mit ihrer Aktion „Grund und Boden“ gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Was kostet ein Quadratmeter Grundbesitz in Münsters Bahnhofsviertel? Vor Ort nimmt das Künstlerduo mit Hilfe einer Straßenwalze und von Druckerfarbe einen Abdruck der Achtermannstraße in der Größe eines Quadratmeters. Das frisch erzeugte Werk wird zum aktuellen Grundstückspreis des Viertels angeboten. Satomi Edo präsentiert orangefarbene Zelte. Sie hängen im Hof und im Außenraum der angrenzenden Großbaustelle des no cube. Die Künstlerin kommt aus Japan, in Ihrem Land bedeutet die Farbe Orange Gefahr. So kündet die Signalfarbeder Zelte: Vorsicht! Verena Gründel zeigt farbige Kunstdrucke. Ihre Sujets sind Wohnhäuser, Gärten und Pools, deren Darstellungsweise Bekanntes verfremdet, an Kunstwelten des Kinos erinnert und wie aus der Zeit entrückt wirkt. Julia Zinnbauer liebt Architektur so sehr, dass sie passende Kleidung zu architektonischen Meisterwerken entwirft. Passend gewandet, posiert sie in formschönen Kulissen und fotografiert und filmt sich mit Selbstauslöser. So entstehen seltsam anmutende, extravagant wirkende Fotografien und Filme vor solchen Gebäuden, wie dem von Oscar Niemeyer entworfenen Hauptquartier der Kommunistischen Partei Frankreichs. Für Dietmar Schmales Kunst ist dasSammeln wesentlich. Ob Kunstbücher, Materialien, altbekannte Alltagsgegenstände - weniges scheint ihn nicht zu interessieren. Aus seine Funden entwickelt er künstlerische Aussagen, in denen sich neue Wahrheiten und gesellschaftliche Abgründe auftun. Wie die Sammlung von Abbildungen verschiedenster Hotelzimmern aus Hotelkatalogen, die der Künstler im no cube präsentiert. Sie wirken in ihrer Vielzahl ernüchternd und entlarvend. Thomas Prautsch wollte ursprünglich eineneue Stadtansicht präsentieren. Er hat sich aber umentschieden und zieht einen Kellerraum, um mit einer für ihn etwas ungewöhnlichen Art, sich dem Thema „schönes wohnen“ zu nähern, das Ergebnis ist also noch offen.

Das gesamte Programm gibt es hier:

Freitag, 8. März 2019

Das elegante Bürohaus neben dem Bungalow - Teil fünf meiner Serie über Paul Schneider-Esleben in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf

Über Flughäfen, Weltausstellungen und futuristische Bauten und wie Paul Schneider-Esleben und Ernst Althoff die Architektur in Düsseldorf erneuerten



Der fünfte  Teil meiner Serie über Paul Schneider-Esleben und den ersten Flachdach-Bungalow, den er Anfang der 1950er Jahr entwarf, ist in der Wochenendausgabe der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf am Samstag, dem 2. März erschienen. Nach all den kunstgeschichtlichen und politischen Zusammenhängen, von denen die bisherigen Kapiteln handelten, geht nun um das Bürohaus, das sich Erich Riedel, der Schneider-Esleben mit dem Bau des Bungalows beauftragt hatte, Ende der 60er Jahre von Ernst Althoff entwerfen ließ.


Die Moderne und die Geschwindigkeit
Gleich zu Beginn seiner Karriere setzte der Düssldorfer Architekt Paul Schneider-Esleben mit dem Bau der Hanielgarage, die nur aus einem filigranen Betongerippe, einer riesigen Glasfassade mit türkisblauen Fensterrahmen und zwei am Dach aufgehängten, elegant geneigten Rampen besteht, der Geschwindigkeit, der Bewegung und dem Fortschritt ein kristallines Denkmal. Am Stadtrand gelegen, mit einem Drive-in Motel ausgestattet und durch die Straßenbahn an das Zentrum Düsseldorfs angebunden, enstand mit der Hanielgragen ein früher Vorbote der Autogerechten Stadt nach amerikanischem Vorbild. In einem Entwurf des 1953 fertig gestellten Gebäudes hatte Schneider-Esleben sogar einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Parkhauses eingezeichnet.

Das Fliegen, in seiner Verbindung aus Dynamik, Technik, Verwegenheit und dem dreidimensionalen Raum die ideale Fortschrittsmetapher, hatte in Schneider-Elsebens Auseinandersetzung mit der modernen Architektur zudem einen ganz biographischen Bezug. Als er zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zum Militär eingezogen wurde, musste er sein Architekturstudium unterbrechen und eine Ausbildung zum Kampfpiloten antreten. In der Nähe seines Stützpunktes in Lothringen lernte er den Architekten Rudolf Schwarz kennen, der ihn mit den Ideen der Moderne bekannt machte. Zuvor hatte sich Schneider-Esleben im Architekturbüro seines Vaters Franz Schneider vor allem mit dem Um- und Ausbau von Schlössern und Kirchen beschäftigt. Von seinem Militärdienst wurde der Sohn schließlich befreit, da er als Architekt im Büro seines Vaters als unabkömmlich erachtet wurde. Rudolf Schwarz wurde nach dem Krieg als Generalplaner verantwortlich für den Wiederaufbau Kölns.

Der Patentanwalt und sein Bungalow
Anfang der 1950er Jahre, als Schneider-Esleben am Entwurf der Hanielgarage arbeitete, beauftragte eine junge Familie aus Düsseldorf den Architekten damit, für ihr Grundstück in Gruiten ein Wohnhaus zu planen. Für Familie Riedel baute er seinen ersten Flachdach-Bungalow nach kalifornischem Vorbild, sogar noch vor seiner ersten Amerikareise. Erich Riedel war als technischer Direktor einer Stahlbaufirma für Patente zuständig und machte sich schließlich als Patentanwalt selbstsändig. Ende der 50erjahre eröffnete er ein Büro in Düsseldorf am Hofgarten und pendelte täglich mit seinem blauen Mercedes in die Stadt. Von sich selbst sagte er, er übernehme jeden Fall, vom Patent für dreieckige Fahrradlenker bis hin zum UFO, nur für Waffen stellte er keine Patente aus. Sein Büro expandierte zunehmend, sodass er Mitte der 60er Jahre den Entschluss fasste, Paul Schneider-Esleben mit dem Entwurf eines modernen Bürohauses zu beauftragen, für das Grundstück direkt neben seinem Bungalow. Seine Klienten kamen so wie so aus der ganzen Welt, warum sollten sie nicht vom Flughafen Düsseldorf aus direkt nach Gruiten fahren? 

 
Der Flughafen Köln Bonn
Seit dem Bau der Hanielgarage und des Bungalows für Familie Riedel hatte Schneider-Esleben eine rasante Karriere gemacht, zudem haftete ihm das Image eines glamourösen Jetset-Architekten an. Immer wieder flog er in die Vereinigten Staaten - als Passiger, nicht als Pilot - und setzte sich dort mit der modernen Architektur auseinander. Als er 1961 eine Professur an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg erhielt, kamen regelmäßige Flüge in die Stadt an der Elbe hinzu. Ende der 60er Jahre bekam „Schneider-Jetleben“, wie man ihn mittlerweile nannte, dann den perfekten Auftrag: er sollte den Flughafen Köln Bonn entwerfen. Aus der Frühzeit des Flughafens existiert ein Foto, auf dem der Architekt im Trenchcoat und mit seiner ledernen Aktentasche unter dem Arm über das Rollfeld läuft und man riecht förmlich den Duft des Kerosins. Den zeitgleichen Auftrag, für Erich Riedel ein Bürohaus entwerfen, musste er ablehnen, empfahl jedoch seinen Mitarbeiter Ernst Althoff als Architekten.

Der Architekt Ernst Althoff
Der Name Althoff war Familie Riedel durchaus bekannt und ein fester Bestandteil ihres täglichen Lebens. Die Möbel, die Schneider-Esleben für den Bungalow entworfen hatte, stammten allesamt aus der Schreinerei von Johannes Althoff in Krefeld. Der Sohn, Ernst Althoff, hatte zunächst eine Schreinerlehre bei seinem Vater gemacht, dann an der späteren Werkkunstschule Krefeld Architektur studiert und war schließlich in die Klasse des Architekten Hans Schwippert an der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen worden. Dem Material Holz blieb Althoff sein Leben lang treu und es spielt in all seinen Projekten eine Rolle, sowohl in der Architektur als auch in senen Möbelentwürfen, seinen Ausstellungskonzepten und in seinen modularen Skulpturen. Für Joseph Beuys baute er ein Bett aus Stahl und Eichenholz, allerdings entwarf er auch Serienmöbel, mit denen er zeigen wollte, dass nicht nur das individuelle Talent das Ergebnis bestimmt, sondern auch der intelligente Umgang mit Maschinen. Seine Idee einer akkuraten, mit modernster Technik durchgeführten Verabeitung des traditionellen Baustoffs Holz zeigt sich deutlich in der Treppe, die Althoff später für Riedels Bürohaus entwerfen sollte.

Hans Schwippert hatte sich in Aachen und Düsseldorf als moderner Architekt des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg verdient gemacht und holte seinen ehemaligen Studenten Ernst Althoff 1963 als Dozent an die Kunstakademie Düsseldorf zurück. Davor jedoch war Althoff über mehrere Jahre hinweg dessen Assistent. Schwippert ließ dem jungen Architekten eine große gestalterische Freiheit, bespielsweise bei dessen Konzept für die Ausstellung „Werdendes Abendland an Rhein und Ruhr“ im Jahr 1956 in der Villa Hügel in Essen. Ihm gelang es, die Innenräume des großbürgerliches Wohnhauses der Familie Krupp in ein modernes Museum umzugestalten und präsentierte die mittelalterlichen sakralen Gegenstände in einer Atmosphäre von klösterlicher Strenge und Eleganz.


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