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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Dienstag, 7. Juli 2020

MERZ Gallery - My artist residency in Sanquhar, Scotland














After several months of closed borders I am very happy to say that I have arrived in Sanquhar, in the South West of Scotland, where I will be staying as an artist in residence at the MERZ Gallery for the next weeks. I'm planning to do an extensive architectural video, create costumes and do a performance. If you are interested in my current adventures I invite you to follow me on Instagram:

Freitag, 22. Mai 2020

phone box postcards - The short film I made during the lockdown can be seen at the Sanquhar Arts Festival






Julia Zinnbauer is our artist in residence at MERZ for the Summer. A string of coincidences from her childhood to the present day have engaged Julia’s passion for Scotland. When she was young her family acquired a Gilbert Scott telephone box that was cast in Scotland and had it installed in their back garden in Germany.

Julia Zinnbauer‘s work engages architecture and calligraphy with fashion and story telling (here based around her childhood diaries). In anticipation of her Summer Residency Julia has woven an eloquent plea for retaining Sanquhar’s Post Office, poetically illustrating the necessity of communication from a position of isolation."

David Rushton, MERZ Gallery Sanquhar, about my short film "phone box postcards"


The MERZ Residency in Scotland
„When a friend of mine told me about the MERZ Gallery and the opportunity to apply for a residency in Sanquhar, in Scotland, I decided to write a proposal immediately. While I was trying to find out something about the whole area and the program that takes place in an old lemonade factory, I imagined all the lorries transporting yellow lemons to the old mining town in the early days. A town that is famous for having the oldest post office in the world must be specialized in all questions concerning logistics, I thought.“ This is how my proposal for the artist residency at the MERZ Gallery in Sanquhar begins. I applied for the residency more than one year ago and by this an incredible story began.

I will never forget the morning in May 2019 when I woke up in a hostle on Lexington Avenue in Los Angeles, in a wooden bungalow that was so typical for California in the early twentieth century, with a pointed roof and a porch. In the gloomy living room I looked up my emails and found a message from David Rushton, who runs the MERZ Gallery, saying that my proposal had been accepted. THIS was rather surreal and the rest of the day I felt absolutely dizzy with happiness. My residency in Scotland was and still is planned for this summer. 

The Sanquhar Arts Festival
This weekend, from the Sanquhar Arts Festival is taking place. Originally it was planned to inaugurate the Sanquhar Cultural Quarter, in the presence of Scotland's First Minister Nicola Sturgeon, which unfortunately due to the current situation is not possible. But the Festival itself takes place - on the internet - and I’m happy to be part of. David Rushton compiled sixteen contributions from artists and performers from the Festival and beyond. Their photographs and films appear at regular intervals over the 22nd - 25th May weekend here: https://www.facebook.com/pg/sanquharartsfestival/


phone box postcards
Text, voice, calligraphy, postcards and editing by Julia Zinnbauer
Düsseldorf April/March 2020


The short will feature in Sanquhar Arts Festival ‘running on FACEBOOK’ between May 22nd and 25th and will be presented on screen at MERZ as soon as audience conditions permit. It can also be seen here: MERZ Gallery/Julia Zinnbauer.





"The whole project that I am planning for my residency in Sanquhar is very close to my heart because on one hand it revolves around very different forms of communication - the oldest post office in the world, music, writing letters and poems, language in general, old telephone boxes up to video calls via Facebook and messages via Instagram.

Morover, and this really moves me, in the context of the preparations for my residency in Scotland several friendships came into being - between Great Britain and North Rhine Westphalia, between Sanquhar, Strathkinness, London and Düsseldorf. All this offers a lot of consolation and optimism in times of Corona and Brexit.“ (J.Z.)


Freitag, 1. Mai 2020

FLYOVER: Re - education durch Architektur. Bazon Brocks Vortrag zur Finissage meiner Ausstellung im Stadtmuseum Düsseldorf


Bazon Brock: Re - education durch Architektur.

Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken 


Mit einem Gastbeitrag von Dr. Kathleen Hooper: Das Amerikahaus
 


























"Wenn wir mit dem Kleinsten und Alltäglichsten, dem Gemeisnten und Selbstverständlichsten die Anmutung des großen Problematischen, Dunklen, nicht Verstehbaren geben, dann romantisieren wir die Welt (...). Und diese Form der Anverwandlung ist das, was Julia hier demonstriert."

Zur Finissage meiner Ausstellung "FLYOVER - Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf" hielt Bazon Brock am 15. September 2019 einen aufregenden, unfassbar vielschichtigen Vortrag, den ich in einem Video festgehalten habe:





Video, Schnitt: Julia Zinnbauer
Düsseldorf 2019

Weitere Informationen: Denkerei Berlin

Montag, 30. März 2020

ASTEROIDA. Mein Kurzfilm und die Geschichte der Hortenkachel


ASTEROIDA. Kurzfilm, Julia Zinnbauer 2014/19, Filmstill


Die Hortenkachel
Durch ihren hohen Wiedererkennungswert und ihre universelle Einsatzmöglichkeit trug die Hortenkachel in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in hohem Maße zu der Verbreitung der der Kaufhauskette Horten in ganz Westdeutschland bei. Ein modulares Fassadenelement zu entwerfen, das aus dem Firmenlogo selbst besteht, war ein so genialer Zug, dass bis heute, trotz der wechselvollen Geschichte der Firma Horten inclusive Verkauf, Umbenennung, Schließung und Umbau der (ehemaligen) Filialen, die Hortenkachel selbst nach wie vor im allgemeinen Bewusstsein existiert. Jede Hortenkachel trägt ein H in sich, zwei Kacheln nebeneinander ergeben die Inizialen H. H. für Helmut Horten, zusammengesetzt zu einer großflächigen Vorhangfassade flüstern sie den Namen des Firmengründers in einem unendlichen, minimalistischen Rhythmus in die Stadt.

Dabei stellen sich allerdings zwei Fragen: einerseits nach dem Material, aus dem die Fassadenelemente bestehen, andererseits aber auch danach, wer die Hortenkachel denn nun eigentlich entworfen hat. So, wie die einzelnen Kaufhausgebäude selbst nie identisch aussahen, sondern immer an die jeweilige städtebauliche Situation und angepasst und sogar von verschiedenen Architekturbüros entworfen wurden, so wurde auch die Hortenkachel selbst ständig weiterentwickelt und besteht in ganz unterschiedlichen Varianten.

Der Begriff „Eiermannkachel“, mit dem das Fassadenelement ebenfalls häufig bezeichnet wird, muss in diesem Zusammenhang hinterfragt werden. In der Entstehungsgeschichte des Modulelements spielt der Architekt Egon Eiermann zwar eine Rolle und auch der Begriff „Kachel“ ist für ein Keramikelement bestimmt sinnvoll. Aber bestehen Eiermannkacheln nicht eigentlich aus Aluminium? 



ASTEROIDA. Kurzfilm, Julia Zinnbauer 2014/19, Filmstill












  


Im Sommer 2019, als ich den Düsseldorfer Architekten Friedel Kellermann in meine Ausstellung FLYOVER (Link) ins Stadtmuseum Düsseldorf einlud, erhielt ich endlich Antwort auf meine Fragen. Teil der Ausstellung waren meine zwei eigenen Hortenkacheln sowie mein Kurzfilm ASTEROIDA, den ich in der ehemaligen Hortenfiliale auf der Berliner Allee in Düsseldorf gedreht hatte, kurz vor dem Umbau des Gebäudes im Jahr 2014. Somit war ich begeistert und aufgeregt, als Friedel Kellermann, der zusammen mit Helmut Rhode und Hans Günter Wawrowski das Architekturbüro RKW gegründet hatte, meiner Einladung ins Stadtmuseum folgte. 1959 hatte Helmut Rode den Wettbewerb um den Entwurf der Horten Hauptverwaltung in Düsseldorf am Seestern gewonnen und war schließlich zusammen mit Kellermann und Wawrowsky an der gesamte Entwicklung des Horten-Designs beteiligt.

Die Horten-Filiale in Krefeld
Bewusst wurde mir die Schönheit der Hortenfassade zum ersten mal, als ich an einem kalten, windigen, extrem sonnigen Tag vor etwa zehn Jahren mit dem Fahrrad an der ehemaligen Hortenfiliale in Krefeld vorbei fuhr. Alle Schriftelemente waren von der Fassadeentfernt worden, und so sah ich das durchbrochene Muster in seiner ursprünglichen Schönheit und Klarheit im hellen Sonnenlicht. Zuletzt war das Gebäude als Kaufhof genutz worden, wie so viele ehemalige Horten-Filialen. Mittlerweile stand es leer.

Krefeld 2013
Im Jahr 2013 dann der Schock. Ich kam zufällig wieder an dem Gebäude vorbei, das zu meinem Schrecken eingerüsteten war. Hinter den großflächig aufgespannten Planen hatte man die elegante Fassade schon in weiten Teilen brachial zerstört, und zwar indem man sie einfach von innen nach außen abgeklopft hatte. Auf dem Boden unter dem Baugerüst lag ein Meer aus zerbrochenen, hellblauen Hortenkacheln.

Ich begann zu recherchieren und fand heraus, dass die Kacheln von der Firma Keramag hergestellt worden waren. Ich nahm mit Keramag Kontakt auf, wies sie auf die Zerstörung hin und zu meiner großen Freude konnte eine eingagierte Mitarbeiterin einige der Kacheln für das Firmenarchiv retten, eine davon bekam ich feierlich überreicht. (Zu meinem Blogartikel aus dieser Zeit geht es hier entlang: Link)









Der Horten / Kaufhof auf der Berliner Allee in Düsseldorf
Es vergingen einige Jahre, dann hieß es plötzlich, dass nun auch der Kaufhof an der Berliner Allee in Düsseldorf seine Original-Horten-Fassade verlieren sollte. Mir gelang es damals, auf mein Nachfragen hin, das bereits leer geräumte Kaufhaus umfassend zu fotografieren und schließlich auch ein Video dort zu drehen. In diesem Zusammenhang bekam ich von der Kaufhof-Leitung meine zweite und dritte Hortenkachel geschenkt, und da erst wurden mir die subtilen Unterschiede bewusst. Die eine „Kachel“ war aus Aluminiumblech und große Flächen der Fassade bestanden aus dieser Variante. Die andere aber bestand aus Keramik, allerdings in einem ganz anderen Farbton als das hellblau-graue Exemplar aus Krefeld. Die Düsseldorfer Variante ist von einem ganz hellen Grau und von der Straße aus sah man keinen Unterschied zwischen den Aluminum- und den Keramik-Elementen. In meiner FLYOVER-Ausstellung konnte man die zarten farblichen Unterschiede zwischen dem Exemplar aus Krefeld und dem aus Düsseldorf direkt nebeneinander sehen.

ASTEROIDA
Meine Ausstellung FLYOVER handelte von den architektonischen Zusammenhängen zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, aber auch von amerikanischen Einflüssen auf die Architektur der Stadt im Allgemeinen. In mehrerer Hinsicht bietet dafür Helmut Rhodes Entwurf der Horten Hauptverwaltung aus dem Jahr 1959 ein ideales Beispiel dafür, wie in Deutschland moderne architektonische Einflüsse umgesetzt wurden. Das Viertel Am Seestern wurde in Düsseldorf nach dem Zweiten Weltkrieg eigens als Bürostandort angelegt, so wie der neue Stadtteil Garath als Wohnviertel entstand. Der Titel meines Kurzfilms ASTEROIDA bezieht sich auf das Büroviertel am Seestern, von dem aus die Hortenkachel ihre deutschlandweite Verbreitung fand.




ASTEROIDA
Kurzfilm
Kamera, Schnitt, Kostüm, Idee, Performance: Julia Zinnbauer
Düsseldorf 2014/2019
6.35 Min.


Dienstag, 24. September 2019

FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf - Dokumentation der Ausstellung


Eine Ausstellung von Julia Zinnbauer über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Stadtmuseum Düsseldorf












Meine Ausstellung FLYOVER ist nun am 15. September mit Bazon Brocks Vortrag sehr spektakulär zu Ende gegangen und ich bin sehr bewegt darüber, wer alles bei mir im Stadtmuseum vorbei gekommen ist und mit mir über das Projekt gesprochen hat. Vielen Dank an alle, die mich in den letzten Wochen im Stadtmuseum Düsseldorf besucht haben, vielen Dank an das Museums-Team, an die Galerie GRÖLLE passprojects für ihre Unterstützung, an die Firma Julius Schulte Söhne in Düsseldorf Bilk für die phantastische Pappe, aus dem wird das goldene Kuppelfragment gebaut haben und natürlich and Bazon Brock und die Denkerei Berlin!

Bis ich meine umfangreiche Dokumentation der Ausstellung fertig gestellt habe, könnt Ihr Euch hier eine Präsentation anschauen, in der ich einige Fotos der Ausstellung sowie einige Texte zusammengestellt habe. 

Das Video von Bazon Brocks Vortrag mit dem Titel "Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken" schneide ich in den nächsten Tagen und lade es hier hoch.

















Even though my exhibition FLYOVER has been over for a month now I have not yet told you the story about the golden fragment of a geodesic dome I made for the show. Walt Disney was very much interested in urbanism and in the end of his life he planned a whole artificial city in Florida. Instead EPCOT was built as a part of Disney World. EPCOT means Experimental Prototype Community of Tomorrow and features a giant geodesic dome. An imitation of this dome can be seen in Rust, Germany, in the @europapark, and also @phantasialand, close to Bonn, had its own, GOLDEN geodesic dome. It was torn down some years ago. For my exhibition I created a melancholic looking fragment of this golden dome that is supposed to remind of all these modern buildings that are representative for a strong belief in modernism and in the future and that have already been torn down. Inside of the dome near Bonn there was a flight simulator, so in my exhibition you could watch my film FLYOVER inside the golden fragment. In the first photo you can see me talking to Dion Neutra in the VDL Research House in L.A. Silverlake, the second photo shows the original dome in the @phantasialand. I took the photo in 2014. - Many thanks to @groelle_passprojects! Without you there would have been no golden geodesic dome in my show! ...... #FLYOVER #WaltDisney #architecture #urbanism #EPCOT #geodesicdome #BuckminsterFuller #Florida #Rust #Brühl #Düsseldorf #LisAngeles #Silverlake #VDLResearchHouse #DionNeutra #flightsimulator #exhibition #art #museum #film #video #history
Ein Beitrag geteilt von Julia Zinnbauer (@julia.zinn.bauer) am


Samstag, 14. September 2019

Einladung: Bazon Brock spricht zur Finissage von FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf am 15. September 2019






Herzliche Einladung:
 
Vortrag von Bazon Brock zur Finissage der Ausstellung: Julia Zinnbauer „FLYOVER“ im Stadtmuseum Düsseldorf:



Re - education durch Architektur.
Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken


Mit einem Gastbeitrag von Kathleen Hooper


Die Denkerei mobil in Kooperation mit der Galerie Grölle pass:projects.



Berichte über die Ausstellung FLYOVER in der Westdeutschen Zeitung und im WDR 3

Eine Ausstellung von Julia Zinnbauer über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Stadtmuseum Düsseldorf





Kulturredakteur Thomas Frank hat nach dem umfassenden Interview, das er mit mir für die Westdeutsche Zeitung geführt hat, zudem auch noch noch eine sowohl schöne als auch informative Besprechung meiner Ausstellung FLYOVER geschrieben und in der WZ veröffentlicht: Los Angeles in Düsseldorf.

Darüber hinaus hat er am 15. August in der Sendung "Mosaik" auf dem Radiosender WDR 3 life über die Ausstellung berichtet. Der Beitrag kann hier nachgehört werden. Vielen Dank, Herr Frank, ich bin wie immer begeistert!



Samstag, 10. August 2019

FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf - Die Eröffnung

Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf











 
Am Samstag, dem 3. August 2019 wurde mein Ausstellung "FLYOVER - Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf" Im Stadtmuseum Düsseldorf eröffnet. Ich bedanke mich bei allen, die durch ihre Begeisterung, ihr Interesse und ihre Unterstzung dazu beigetragen haben, dass das ein absolut unvergesslicher, schöner, feierlicher Abend war.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. September 2019 zu sehen. Am 8. September, dem Tag des Offenen Denkmals, werde ich um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung machen und zur Finissage der Ausstellung am Sonntag, dem 15. September, 11.30 Uhr, spricht Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil zum Thema: „Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken“.



Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170
www.duesseldorf.de/stadtmuseum







Montag, 5. August 2019

FLYOVER - Ein Interview über meine Ausstellung im Stadtmuseum in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf



„FLYOVER“ im Stadtmuseum Düsseldorf: Künstlerin Julia Zinnbauer zeigt in ihrer Ausstellung, wie sich hiesige Architekten nach dem Zweiten Weltkrieg von kalifornischen Baumeistern inspirieren ließen.



Bereits am 29. Juli erschien in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf ein Interview mit mir, in dem ich über meine Ausstellung berichte, die seit dem 3. August im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehehen ist. Vielen herzlichen Dank an den Kulturredakteur Herrn Thomas Frank für die Möglichkeit, so umfassend auf seine Frangen eingehen zu können.



Frau Zinnbauer, als es nach dem Zweiten Weltkrieg darum ging, Düsseldorf wiederaufzubauen, flogen Architekten wie Paul Schneider-Esleben oder Walter Brune nach New York, Chicago oder Los Angeles, um sich dort anregen zu lassen. Was trieb sie in die Vereinigten Staaten?

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Entwicklung der Moderne in Deutschland, die bereits so weit fortgeschritten war, unterbrochen und das Land war jahrelang kulturell isoliert. Nach der Schließung des Bauhauses in Dessau (1932) und in Berlin (1933) wanderten Architekten wie Mies van der Rohe und Walter Gropius nach Amerika aus, setzten ihre Arbeit und ihre Lehrtätigkeit u.a. in Chicago und Havard/Cambridge fort und verfeinerten dort in den folgenden Jahren ihre Ideen. Diese Konzentration des architektonischen Fortschritts in den Vereinigten Staaten veranlasste nach dem Krieg zahlreiche junge deutsche Architekten, nach Amerika zu reisen, um etwas über modernes Bauen zu lernen. Auf diese Weise gelang es ihnen aber auch, einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. 

Walter Brune ist einer dieser Architekten, die immer wieder nach Amerika reisten und so die Bauhaus-Architekten dort kennen lernte. Über Jahre hinweg arbeitete er dann eng mit Marcel Breuer zusammen. Die Begesiterung, mit der Düsseldorfer Architekt heute noch vom Bauhaus spricht zeigt, wie sehr er von den Idealen der Moderne durchdrungen ist.Tatsächlich wurden aber auch ganze Architekten-Bildungsreisen organisiert, wie z.B. durch die Deutsche Aluminiumzentrale. Auf diese Weise gelangte z.B. die Idee der Vorhangfassade nach Deutschland. 

Eine große Rolle spielten zu dieser Zeit auch amerikanische Fachzeitschriften, sowohl in der Kunst als auch in der Architektur und auch Bauherren informierten sich auf diese Weise. Der junge Walter Brune las damals amerikanische Architekturzeitschriften und wandte sein so erworbenes Wissen über modernes, funktinoales Bauen beim Entwurf der Zeche Prosper Haniel in Essen an, die ein großer Erfolg wurde. Daraufhin flog er zu ersten Mal nach Amerika, um sich die Architektur vor Ort anzuschauen und lernte in Kalifornien Richard Neutra kennen.

In dem Bungalow, den er schon zu Beginn der 50er Jahre in Düsseldorf für sich selbst baute, vereinen sich seine eigenen Ideen mit seiner Begeisterung für das Bauhaus und den Erfahrungen, die er mit der Architektur des „Mid-Century-Modernism“ in Kalifornien gemacht hat. Zudem ist das Gebäude ein ganz frühes Beispiel für ein Wohnhaus mit Flachem Dach in der Nachkriegszeit.

Pierre Koenig: Stahl House, Los Angeles 1959 (Foto: Julia Zinnbauer 2009)


Montag, 22. Juli 2019

Julia Zinnbauer – FLYOVER. Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf

Einladung zur Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Düsseldorf 

 






















Ganz herzlich möchte ich Euch zu meiner Ausstellung FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf einladen. Ich würde mich sehr freuen, Euch bei der Vernissage am Samstag, dem 3. August 2019 begrüßen zu dürfen:

Julia Zinnbauer – FLYOVER.
Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf


Sonntag, 4. August bis Sonntag, 15. September 2019
Vernissage: Samstag, 3. August 2019 um 18 Uhr

Zur Finissage der Ausstellung wird Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil 
am Sonntag, dem 15. September einen Vortrag halten, Beginn 11.30 Uhr:

Re - education durch Architektur.
Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - 

Stahlskelettbau und Charaktermasken


Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170


English version below


In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland ein reger architektonischer Austausch. Auch von Düsseldorf aus flogen Architekten nach New York, Chicago und Los Angeles, um sich mit modernen Gebäuden auseinanderzusetzen, sich Anregungen für den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimatstadt zu holen und um einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. Umgekehrt reiste beispielsweise der Architekt Richard Neutra von Los Angeles aus mit seinen Entwürfen an den Rhein und ins Bergische Land. Neuerungen wie Konzepte für Großraumbüros und Einkaufszentren gelangten auf diese Weise nach Düsseldorf und vor allem die Idee des kalifornischen Bungalows wurde dort begeistert aufgenommen.

Die Ausstellung FLYOVER handelt von den architektonischen Zusammenhängen zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Nachkriegszeit, sie ist aber auch dem optimistischen Glauben an die Moderne gewidmet und der Sehnsucht nach dem Glamour des Jetset-Zeitalters.

In ihren Projekten konserviert und transportiert die Düsseldorfer Künstlerin Julia Zinnbauer die Schönheit und die Atmosphäre außergewöhnlicher Bauten und erzählt deren Geschichten sowie die ihrer Architekten und ihrer Bewohner.

Für ihre Ausstellung reiste Julia Zinnbauer nach Los Angeles und drehte dort einen Film, in dem sie ihre Besuche verschiedener Gebäude Richard Neutras dokumentiert. Dabei kommt unter anderem auch Dion Neutra zu Wort, der Sohn des Architekten, der sie in dessen Reunion House und das VDL Research House in Los Angeles Silverlake einlädt und ihr von seiner langjährigen Zusammenarbeit mit seinem Vater und der Entstehungsgeschichte dieser und weiterer Häuser berichtet. In Düsseldorf besuchte Julia Zinnbauer den Architekten Walter Brune, der ihr seine Bungalowentwürfe und sein Verhältnis zu Amerika und zum Bauhaus erklärt.

Dies und was das alles auch mit der Düsseldorfer Hollywood-Schauspielerin Luise Rainer zu tun hat erfahren die Besucherinnen und Besucher ab dem 4. August im Stadtmuseum Düsseldorf wo Julia Zinnbauer unter dem Titel FLYOVER ihre Rechercheergebnisse in Form von Fotos, Videos, Texten und einer Rauminstallation präsentiert. 


Sonntag, 21. Juli 2019

HERE/there - STEADY SMILE MOVE at Kamera 8 Gallery in Wexford, Ireland



 

I am especially glad that my film STEADY SMILE MOVE is currently to be seen at Kamera 8 Gallery in Wexford as part of the exhibition HERE/ there, that is on display until August 16th in three different locations of the town.

Kamera 8
5 Rowe Street Lower
Wexford Town
Co. Wexford
Ireland

+ 353 (0) 89 4555 468
info@kamera8.com

Opening hours:
Wednesday to Saturday: 12pm – 5pm











Sonntag, 7. Juli 2019

HERE/there - A group exhibition of artists working in Ireland and Germany, currently to be seen in Wexford



The exhibition named HERE/there, curated by Anya von Gosseln and Jürgen Grölle, that is part of an ongoing artists exchange between Ireland and the Rhineland, is currently to be seen in three different locations in Wexford, Ireland:



HERE/there - Wexford meets Wuppertal
June 21st - August 16th 2019

Featuring works by
Pablo de Lillo, Bert Didillon, Fergus Doyle, Chris Dreier, Gary Farrelly, Wolfgang Flad, Isabel Kerkermeier, Anthony Lyttle, Stephen Nolan, Helen O’Leary, Patrick Redmond, Friederike Ruff, Klaus-Martin Treder, Mary Ruth Walsh and Julia Zinnbauer. 

An extensive documentation of the opening reception and the exhibition itself you can find on my Instagram account: