Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.
Gabi Luigs, Günther Uecker und ich 2024 auf dem Ueckerplatz vor dem Haus der Medien in Düsseldorf. (Foto: Julia Zinnbauer)
Anlässlich des ersten Todestages von Günther Uecker wird im Hafenkunstkino Düsseldorf von heute bis Sonntag eine filmische Hommage an den ZERO-Künstler gezeigt, kuratiert von Gabi Luigs / the pool offshore.
Dabei wird eine Dokumentation über Uecker gezeigt, das Video "Ueckerplatz", das Gabi Luigs und ich 2024 gedreht haben sowie mein Kurzfilm "ASTEROIDA". Das Filmscreening beginnt mit Einbruch der Dnkelheit ca.22.30 Uhr und ist Teil des Artwalk Festivals.
Vor
genau 100 Jahren wurde die Bühnenbildklasse der Kunstakademie
Düsseldorf von Walter von Wecus in Anlehnung an das Bauhaus
gegründet und im gleichen Jahr fand in direkter Sichtweite des
Akademiegebäudes die GeSoLei-Messe statt. Der Architekt Wilhelm
Kreis hatte dafür den Ehrenhof-Komplex entworfen, der durch eine
Vielzahl aufwändiger temporärer Bauten, wie z.B. einen
Feuerwehrturm, ergänzt wurden.
Konzipiert
von der von Professorin Lena Newton geleiteten Bühnenbildklasse der
Kunstakademie, wurde am 13. April in der Akademiegalerie die
Ausstellung „100 Jahre Klasse Bühnenbild an der Kunstakademie
Düsseldorf“ eröffnet, und ich freue mich sehr, mit einigen
Kleidern, Kostümen und einem Video mit dabei zu sein. Bevor ich an
der Kunstakademie Düsseldorf in der Bildhauerklasse von Prof. Thomas
Grünfeld studiert habe, war ich für einige Jahre in der
Bühnenbildklasse von Prof. Karl Kneid.
Unter
anderem zeige ich in der Akademiegalerie die gold-silbernen Kleider, die ich vor Jahren
den Mosaiken von Jan Thorn-Prikker gewidmet habe, die sich an den
mittleren Tortempeln des Ehrenhofs befinden.Seit
dieser Zeit habe ich so viele Kleider und Kostüme entworfen, die
sich auf Architektur beziehen, dass es für mich etwas ganz
besonderes ist, dank der Ausstellung in der Akademiegalerie zu diesen
Anfängen zurückzukehren. Meine Arbeiten zudem im Zusammenhang mit
der Düsseldorfer Kunst und Architektur der 20er Jahre zu zeigen –
zwischen Expressionismus und Bauhaus – bedeutet mir sehr viel.
Darüber hinaus ist auch mein Video „ellipsoid episodes zu sehen“,
zusammen mit einem der dazu gehörenden Kostüme, und das Kleid
„Veritas Comet“, das sich auf einen Sportwagen aus dem Jahr 1948
bezieht.
Thorn-Prikker-Kleider(2006) Fasziniert von außergewöhnlichen Gebäuden, verbinde ich in meinen Projekten Architektur und Textilien. Meine Ideen setze ich in Form von Fotos, Videos, Texten, Textilkunst und Kostümen um. Für meine Videos entwerfe und nähe ich Kleider, die sich auf die darin gezeigten Gebäude beziehen. Das aus goldenen, silbernen und grauen Bändern gewebte Kleid ist eine meiner ersten Arbeiten mit direktem Architekturbezug. Es ist Jan Thorn-Prikkers Mosaik „Die Nacht“ gewidmet, das sich an einem der Tortempel des Ehrenhof-Ensembles befindet, das für die 1926 eröffnete GeSoLei gebaut wurde. Auch das zweite Kleid, das aus zwischen Steppnähten aufgeschnittenen goldenen und silbernen Stoffschichten besteht, bezieht sich auf Thorn-Prikkers "Nacht".
Veritas Comet In meiner Auseinandersetzung mit der Architektur der Nachkriegsmoderne, die u.a. Phänomene wie die Idee der Autogerechten Stadt mit sich brachte, eintwarf ich ein Kleid, das sich auf die Stromlinienform der mattsilbernen Aluminiumkarosserie des Veritas Comet S bezieht. Der Rennsportwagen wurde ab 1948 in Süddeutschland gebaut.
Veritas Comet (2008)
ellipsoid episodes Kostüm und Video (Ausschnitt, 2014) Das
Video „ellipsoid episodes“ drehte ich in dem Futuro-Gebäude, das eine
Zeitlang Teil des dem Düsseldorfer Fotografen Charles Wilp gewidmeten
Museums in Witten war. Begeistert von dem von Matti Suuronen entworfenen
Ufo-Gebäude aus Fiberglas, das so typisch für den Zukunftsglauben der
1960er Jahre ist, entwarf und nähte ich die Kostüme für die Crew und die
Passagierin, die in dem Video in ein unverhofftes Weltraumabenteuer
geraten.
Die Ausstellung
Im Jubiläumsjahr haben Studierende der
Bühnenbildklasse unter der Leitung von Lena Newton 100 Jahre
Studieren in der Bühnenbildklasse erforscht. Hierfür befragten sie
u.a. Anna Viebrock, Katrin Brack, Katharina Sieverding, Heinz Balthes
und Editha Hackspiel. Aus den Interviews haben sie eigene Modelle,
Kostüme und Videos erstellt. Diese werden in einem Dialog mit
früheren Werken inszeniert und in einen historischen Kontext
gestellt. Kritisches Augenmerk liegt dabei auf der Zeit zwischen 1933
bis 1945, in der Walter von Wecus mit der ‚Klasse für Bühnenkunst‘
die Propaganda des Nationalsozialismus unterstützte.
100
Jahre Klasse Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf
17.
April bis 14. Juni 2026 Offnungszeiten jeweils Freitag bis Sonntag
11 – 18 Uhr
Akademiegalerie Burgplatz 1 40213
Düsseldorf
In der
Online-Zeitung Ddorf-aktuell ist umfassender Artikel erschienen, in
dem Birgit Koelgelm auf alle Facetten und Hintergründe der
Ausstellung eingeht: Die Theatermacher
Am
Freitag, dem 17. März wurde zudem im Theatermuseum Düsseldorf die
Ausstellung “Bühnenkunst in den 1920er Jahren“ eröffnet.
1926 gegründet, im Jahr, in dem Düsseldorf die GeSoLei in den Ehrenhof-Bauten stattfand, feiert die Bühnenbildklasse der Kunstakademie Düsseldorf ihr Jubiläum mit der Ausstellung "100 Jahre Klasse Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf" ihren 100. Geburtstag mit einer großen Ausstellung in der Akademiegalerie am Burgplatz. Zu der Eröffnung am kommenden Montag, dem 13. April, lade ich Euch ganz herzlich ein.
Bevor
ich in der Bildhauerklasse von Prof. Thomas Grünfeld studiert habe,
war ich für einige Jahre in der Bühnenbildklasse von Prof. Karl
Kneid. Ich freue mich, nun in der Jubiläums-Ausstellung einige
meiner Arbeiten zeigen zu dürfen, insbeondere die Kleider, die sich
auf die GeSoLei-Bauten beziehen.
Ich
würde mich freuen, Euch in der Akademigalerie begrüßen zu dürfen
und lade Euch ganz herzlich zu der Ausstellungseröffnung ein:
100
Jahre Klasse Bühnenbild an der Kunstakademie Düsseldorf
Eröffnung am 13. April 2026 um 18 Uhr Akademiegalerie Burgplatz 1 Düsseldorf
Weitere Informationen zum Ausstellungskonzept findet man auf der Seite der Kunstakademie Düsseldorf.
Im
Jubiläumsjahr haben Studierende der Bühnenbildklasse unter der
Leitung von Lena Newton 100 Jahre Studieren in der Bühnenbildklasse
erforscht. Hierfür befragten sie u.a. Anna Viebrock, Katrin Brack,
Katharina Sieverding, Heinz Balthes und Editha Hackspiel. Aus den
Interviews haben sie eigene Modelle, Kostüme und Videos erstellt.
Diese werden in einem Dialog mit früheren Werken inszeniert und in
einen historischen Kontext gestellt. Kritisches Augenmerk liegt dabei
auf der Zeit zwischen 1933 bis 1945, in der Walter von Wecus mit der
‚Klasse für Bühnenkunst‘ die Propaganda des Nationalsozialismus
unterstützte. Für eine begleitende Veranstaltungsreihe kooperiert
die Klasse Bühnenbild mit dem Theatermuseum Düsseldorf, dem
Institut für Kunstgeschichte an der HHU und dem FFT Düsseldorf.
Parallel
eröffnet am 17.04.2026 im Theatermuseum Düsseldorfdie Ausstellung
“Bühnenkunst in den 1920er Jahren”.
In January 1968, a severe eartquake destroyed several towns in the
Belice Valley in Sicily, including the medieval town of Gibellina. On
the initiative of Ludovico Corrao, then mayor of Gibellina, in the
following years the town was rebuilt, a few kilometers from its
original location and in a completely new form. By relocating
Gibellina, Corrao connected the town to the railway line and the
motorway. Above all, he had the idea of turning Gibellina into a town
dedicated entirely to art and modern architecture, without losing its
cultural roots.
One
of these traditions is the annual procession for San Rocco, the
patron saint of Gibellina, which takes place each August. At the
procession the statue of the saint is being carried through the
streets of the town and in the 1980s and 90s it was even accompanied
by long embroidered and appliquéd textile works. These so-called
"Prisenti" were designed by contemporary artists like e.g.
Carla Accardi, Pietro Consagra and Alighiero Boetti.
As
in my own artistic work the connection between textiles and modern
architecture plays a core role, I am more than fascinated by the
history, the art and the architecture of Gibellina.
Thereofore,
in summer 2026 am going to take part in the procession for San Rocco
with a textile work created by myself. In order to research for my
project and to get in touch with the residents of Gibellina, I
visited the Sicilian town several times, including the processions in
August 2024 and 2025. In the trailer you can get a glimpse of the
whole project, that will consist of a film that documets the the
whole story as well as my textile work itself. The blue and red dress
I amwearing in the video refers to the ceramic works by Carla Accardi
at the town hall of Gibellina.
PRISENTE PER SAN ROCCO Camera, editing, costumes, idea: Julia Zinnbauer Gibellina 2023 – 2026
Grazie
mille per la musica, Gruppo Tamburinari Famiglia Adragna e Banda
Musicale Gioachino Rossini!
Apollo-Hochhaus, Performance im Foyer im Reflektorkleid
APOLLO Kostüm, Video, Performance von Julia Zinnbauer Düsseldorf 2024/2025
Zurzeit
wird in Düsseldorf auf der Königsallee 106 das Apollo-Hochhaus abgerissen.
Ursprünglich befand sich auf dem Grundstück am südlichen Ende
der Königsallee das 1899 eröffnete Apollo-Theater, eine Mischung
aus Vergnügungspark und Varietétheater. Obwohl es nach seiner
Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und bis 1959 als
Kino genutzt wurde, musste das Apollo-Theater im Jahr 1966 dem Bau
des Apollo- Hochhauses weichen
Im
Apollo-Hochhaus befand sich von November 1967 bis Juni 1973 die
Verwaltung der Firma 3M. In dem 17-stöckigen Gebäude waren etwa
800 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 1951 hatte das amerikanische
Unternehmen in Apollo Hochhaus eine erste Auslandgesellschaft
gegründet, zunächst in Reisholz, dann 1956 auf der
Immermannstraße und zuletzt 1967 auf der Königsallee. Hier wurde
1971 auch die Zulassung reflektierender KFZ-Kennzeichen in der
Bundesrepublik Deutschland gefeiert:
Mit
seiner Geschichte, seiner Gestaltung und den dabei verwendeten
Materialien war für mich das Apollo-Hochhaus in Düsseldorf der
ideale Ausgangspunkt, ein
Kostüm zu entwerfen und anzufertigen und vor Ort damit ein
Performance-Video zu drehen. Darin geht es um Licht, Bewegung und
Architektur. Das Kostüm, das aus silbernem Reflektormaterial
besteht, bezieht sich auf die Geschichte und Architektur des
Gebäudes, es besteht aber auch eine Verbindung zu dem silbernen
Anzug, den Heinz Mack in seinem Sahara-Projekt und dem Film
"Telemack" trug. Direkt neben dem Apollo-Hochhaus steht vor dem Gebäude der Deutschen Rentenversicherung ein Skulpturen-Arrangement von Heinz Mack, das ebenfall in meinem Video zu sehen ist.
Der zweite Teil des Videos wurde in Neuss gedreht, in dem Waschbetongbäude, in das die Firma 3M in den 70er Jahren zug, als das Apollo-Hochhaus keinen Platz für Expansion mehr bot. Auch dieses Bürogebäude wird gerade abgerissen. Mit meinem Video verabschiede ich mich feierlich von beiden Häusern.
APOLLO, Videostill, Performance vor Heinz Macks Skulpturen vor der Deutschen Rentenversicherung in Düsseldorf
Das Kostüm, das ich mein Video entworfen habe, bezieht dich auf die Geschichte der beiden Gebäude als ehemalige Firmensitze von 3M, aber auch auf Heinz Macks silbenen TELEMACK-Anzug.
FLYKTIG/FUGITIVE is an ephemeral performance art project happening in
Valdres, Norway every August, curated by Anne-Marte Før and Gary
Farrelly.
Thanks
to the the very glamorous invitation to be part of the 2025 edition,
I did not only incounter the architecture of Bjart Mohr in Fagernes,
but I also got to know Odd Tandberg's incredibly subtle relief in the
Fagernes Kulturhuis. Mohr's townhall, inaugurated in 1979, and his Kulturhuis are linked by an elegantly
floating canopy.
As soon as you enter the Kulturhus you are being guided by a curved corridor
down to a lower level where you can find the local library and the
cinema. For this elegantly shaped wall, the sculptor Odd Tandberg
created a relief made of concrete that deals with very different
surfaces and a system of dynamic lines. Moreover, the abstract shapes
of Tandberg's relief feature very different surfaces - between very
soft and rather rough – and they inspred me to create a costume for
the lecture performance I gave at the end of the project. In this
context I projected my video about the architectural ensemble
directly on the exposed aggregate concrete, which was a rhar exciting
experience.
2025
participating artists were Bendik Bendik, Sissel M. Bergh, Lou
Cocody-Valentino, Gary Farrelly, Anne-Marte Før, Gilles Hellemans
and Julia Zinnbauer.
My
video STEADY SMILE MOVE is currently to be seen as part of the
exhibition „Perspektivwechsel – Fotografinnen in Düsseldorf“
at the Stadtmuseum Düsseldorf.
The
video is about the very opulent interor design of the legendary three
houses on Rethelstraße that today do not exist any more. When in
2016 I heard that the buildings were to be demolished, I thought that
it was necessary to document them as they were an important part
of the cultural history of Düsseldorf. But I did not expext this
amount of imagination and creativity the interior design it was based
on! Soon I got totally absorbed by all the details, the colours and
the materials I found in the different rooms and was told that the
whole decoration had been created by Bert Wollersheim.
Taking part in the Kunstpunkte Düsseldorf the weekend of September 12th to 14th at ES365, I took the opportunity to present some fragments of my project for San Rocco, the patron saint of Gibellina. I have been researching about Gibellina since summer 2023, I visited the Sicilian town several times, got into contact with the population, I took videos and photos, I took drone shots of the Cretto di Burri, I made a dress for myself, that relates to Gibellina's art, wrote texts, re-wrote them, in English, in Italian etc. - and I am turning all this into a multidiscilinary project. So far, all my art projects about modernist architectture have been very close to my heart, but my love for Gibellina is even wilder, full of obstacles, beauty and intense emotions, full of ups and downs. Next year you will see how all the different elements merge into a whole.
Ich freue mich sehr, bei der Ausstellung „Perspektivwechsel
– Fotografinnen in Düsseldorf“ im Stadtmuseum Düsseldorf mit dabei zu sein und lade Euch ganz herzlich zu der
Vernissage am Sonntag, dem 14. September um 12 Uhr ein.
Mit
über 240 Arbeiten von mehr als 120 Fotografinnen bietet diese
Ausstellung erstmals einen Überblick über die Vielfalt der Kunst
der Fotografinnen in Düsseldorf. Dazu zählen auch Filme und Videos.
Sie verweisen auf die Entwicklung technischer visueller Medien in der
Kunst, in der die Düsseldorfer Kunstakademie eine weltweit
verbindende Rolle spielte. Gezeigt werden Arbeiten von
Berufsfotografinnen wie der bereits im 19. Jahrhundert tätigen Laura
Lasinsky sowie künstlerische Fotografie von Absolventinnen der
Düsseldorfer Fotoschule und von zahlreichen weiteren Fotografinnen.
Präsentiert wird neben dem Bestand des Stadtmuseums eine Vielzahl
von Ausstellungsobjekten diverser Leihgeber*innen.
Warum
braucht es diese Ausstellung? Weil die Werke von Fotografinnen in der
Geschichte der Kunst und der Fotografie bis heute zu wenig gesehen,
gewürdigt und erzählt werden. Diese Unsichtbarkeit ist kein Zufall
– sie ist das Resultat struktureller Diskriminierung, die viele
Künstlerinnen über Generationen hinweg begleitet hat. Was bedeutet
das konkret? Es bedeutet, dass ihre künstlerischen Arbeiten, ihre
dokumentarischen Perspektiven und ihre gesellschaftliche Relevanz oft
im Schatten geblieben sind – obwohl gerade diese Perspektiven
wesentlich zur kulturellen und politischen Entwicklung beigetragen
haben. Ihre Bilder erzählen von Emanzipation, von Widerstand, von
Alltag und Wandel – aber auch von Mut, Verletzlichkeit und Kraft.
Öffnungszeiten: Di.
bis So.: 11 bis 18 Uhr Montags geschlossen Sonntags freier
Eintritt
An jedem ersten Sonntag im Monat findet um 15 Uhr
eine Führung durch die Sonderausstellung statt, danach von 16 bis 18
Uhr eine Führung für Kinder mit Kreativteil. Beide Angebote sind
jeweils kostenlos.
An den beiden Wochenenden um den 13. und 14. September und den 20. und 21. September finden in Düsseldorf wieder die Kunstpunkte statt und ich lade Euch ganz herzlich in meinen Raum i im ehemaligen
FIAT-Autohaus auf der Erkrather Straße 365 ein.
In meinem verglasten Büro, das sich direkt am Verkaufsraum am hinteren Atrium im Erdgeschoß befindet, werde ich u.a. eine Arbeitsfassung meines aktuellen Vieos über San Rocco zeigen. Ich würde mich freuen, Euch dort am Freitag, Samstag oder Sonntag begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen gibt es hier: kunstpunkte.de/2025/julia-zinnbauer
Das
Video „Livia urbana“ entstand direkt in der Nähe des
Ausstellungsraums „Freibad“ auf dem Worringer Platz und wurde
eigens für die Ausstellung angefertigt. Protagonisten sind dabei
die Tauben, die in der nächsten Umgebung des Freibads leben und
sich regelmäßig auf dem Platz treffen.
Die
Kamera befindet sich auf Augenhöhe der Tauben, sodass wir direkt in
ihre Gesichter schauen, die so unterschiedlich sind wie ihre
Charaktere. Man sieht ihnen ihre Neugier an, kann in ihren Gesichtern
aber auch das harte Leben in ihrem rauen Umfeld ablesen.
Ursprünglich als Haustiere gezüchtet, führen Tauben in den
Städten ohne die Unterstützung von Menschen kein gutes Leben. Die
portraitierten Tauben stehen exemplarisch für ihre Artgenossen, die
oft nur als grauer, flatternder Schwarm wahrgenommen werden. Mit
meinem Video plädiere ich für einen positiven Blick auf diese
Tiere, die in ihrer Schönheit und Sanftmut über Jahrtausende
hinweg für den Frieden standen.
Der
Titel des Videos bezieht sich auf die lateinische Bezeichnung der
Stadttaube, „Columba livia urbana“. Das Adjektiv „livia“
leitet sich von „lividus“ ab und bedeutet „bläulich“ bzw.
„bleifarben“. Tatsächlich beschreibt dieses Wort das metallisch
schimmernde Gefieder der Tauben viel treffender und zugleich
poetischer als ein einfaches „grau“. Bleifarbenes Gefieder und
Beton. Die Materialien Blei, Zinn und Beton hat auch der
österreichische Bildhauer Walter Pichler in seinen Skulpturen
zusammengeführt. In diesem wertschätzenden Sinn ist auch das
Video gemeint.
Livia urbana Kamera und Schnitt: Julia Zinnbauer Ca. 8 min.; Düsseldorf 2025
Unter
dem Titel „Overflow and Recollection – Wie ich in meinen
Kunstprojekten die Schönheit moderner Zweckbauten zeige“ halte
ich am 10. Juni 2025 um 19 Uhr an der Detmolder Schule für Gestaltung einen
der Dienstagsvorträge und lade Euch dazu herzlich ein.
In diesem Frühling feiert Düsseldorf 80 Jahre Kriegsende und Befreiung. Im
Rahmen der Veranstaltungsreihe „Düsseldorf erinnert“ mache ich am
Mittwoch, dem 7. Mai von 16 bis 18 Uhr eine Führung zum Thema
Architektur und Wiederaufbau nach 1945. Treffpunkt
ist das Foyer des Stadtmuseums, der Eintritt ist frei. Zunächst schauen
wir uns in der Sammlung des Museums unter anderem den Neuordnungsplan
von 1946 an. Dabei geht es um die Idee der autogerechten Stadt aber auch
um die Frage, welche Architekten am Wiederaufbau Düsseldorfs beteiligt
waren und welche Konflikte es dabei gab. Danach machen wir einen
Spaziergang durch die Stadt und vergleichen die ganz unterschiedlichen
architektonischen Ideen, die beim Wiederaufbau eine Rolle spielten.
Weitere Informationen findet Ihr im Programm zur Veranstaltunsreihe auf den Seiten 30 und 47.
Von
Freitag, dem 11. April bis Sonntag, dem 13. April findet bereits zum
dritten Mal die Art Artist Düsseldorf statt und ich freue mich sehr,
dort in diesem Jahr zusammen mit Björn Dressler und Stephan Bartsch
auszustellen. Unter dem Titel „Gestohlene Zukunft“ zeigen wir
unsere Arbeiten im Raum C4, in der Haupthalle der ehemaligen
Zahnradfabrik, und wir würden uns sehr freuen, Euch dort begrüßen
zu können.
The
orange flag is a textile reconstruction of a large wall painting by
Friedrich Ernst von Garnier that was part of the Rathauscenter. in Ludwigshafen It
was painted over decades ago and today the wall is just gray.
Together with the blue dress that represents the mirroring blue glass
of the windows of the townhall, the flag is part of Julia Zinnbauer's ongoing art
project about the Rathauscenter, that is currently being demolished.
Apollo-Hochhaus, collage - currently to be seen at the WINTERAUSSTELLUNG at the Haus der Kunst in Palermo, curated by Düsseldorf Palermo
WINTERAUSSTELLUNG - Haus der Kunst, Palermo
In 2024 I have been working on a video that I partly shot at the Apollo Highrise at the Königsallee in Düsseldorf. For this video I made a dress out of reflective material because the development of this material plays a role in the history of the building that is currently being demolished. There is a long story and a lot of research behind this collage and I am happy to show it in Palermo as part of the WINTERAUSSTELLUNG 2024 at the Haus der Kunst, curated by Düsseldorf Palermo e.V.
Il
Verein Düsseldorf Palermo e. V. è lieto di invitarvi alla quarta
edizione della Winterausstellung, mostra d’inverno, che aprirà il 14
dicembre 2024 dalle ore 18 all’Haus der Kunst presso i Cantieri
Culturali alla Zisa di Palermo. La Winterausstellung vede esposte opere
di piccolo formato di artisti italiani e tedeschi già attivi nei
progetti di scambio artistico e culturale tra Düsseldorf e Palermo. Inaugurazione 14 dicembre ore 18:00 Saremo aperti nei giorni: 15 dicembre, h 10 – 13 17, 18, 19, 10, 21, 22, 23 dicembre, h 10 – 13 e 17 – 20 27, 28, 29, 30 dicembre, h 10 – 13 e 17 – 20 2, 3, 4 gennaio, h 17 – 20 9, 10, 11, gennaio, h 17 – 20 12 gennaio, h 10 – 13
In the end of September I took part in the Kunstpunkte Düsseldorf for the first time and I was more than happy to show my work in this incredibly beautiful space in the former FIAT store on Erkrather Straße in Düsseldorf. Many, mamy thanks to es365! My videos and photos seamlessly merged into the elegantly functional architecture of the building - with all its mirroring windows and the reflections of the cars and trams moving up and down the street. Selling Italian cars in Germany has a lot to do with the typical German yearning for the most beautiful country in the world, so part of my installation was a Pirelli calender, showing Monica Bellucci in July 1997. Also Philippe Starck's legendary lemon squeezer was part of the show and yes, it was used a lot during that weekend. Many thanks to everyone who came by!
Das Video "pellegrinaggio architetturale" von Julia Zinnbauer, projiziert auf die Fassade des Hauses der Medien im Hafenkunstkino auf dem Ueckerplatz in Düsseldorf
Seit
dem 2. Oktober werden jeden Abend ab 19.30 Uhr auf dem Ueckerplatz im
Medienhafen vier meiner Videos an die Fassade des Hauses für Medien
projiziert, als Teil des Projekts INSIDE OUT / OUTSIDE IN. Die
gleichnamige, von Gabi Luigs kuratierte Ausstellung kann noch bis zum
30. Oktober in „the room“ direkt am Ueckplatz besucht werden.
Nachdem
es bei dem von Günther Uecker angelegten Platz vor dem von Thomas
Beucker entworfenen Haus der Medien um Fragen der Kunst am Bau und
Kunst im öffentlichen Raum geht, zeige ich eine entsprechende
Auswahl meiner Videos. Die Idee, von einem fest installierten Beamer
aus Videos auf die Fassade zu projizieren, gehört zum Konzept des
Platzes und wird umgesetzt durch das Hafenkunstkino.
Teil des Screenings ist auch ein neues Video, das ich zusammen mit
Gabi Luigs gedreht habe und wofür wir uns mit Günther Uecker auf
dem Platz getroffen haben, gefolgt von einem Beitrag von Fabian
Raphael Sokolowski. (Die Videos laufen in Schleife, man kann sie sich
also mehrfach oder auch später anschauen.)
Zur
Finissage der Ausstellung am 30. Oktober lade ich Euch ganz herzlich
ein!
Ab
19.00 tritt riadxio mit obsidian frequencies auf. Auf dem Uecker
Platz ist ab 19.30 das Screening mit Filmen von Fabian Raphael
Sokolowski und mir zu sehen. Die Stiftung Kai10 eröffnet ein paar
Häuser weiter die Ausstellung “frozen mirrrors“ ab 19.00. So
leuchten an diesem Abend drei Kunstorte zusammen.
INSIDE OUT / OUTSIDE IN 4.,11.,18. und 25.10.2024 17.00 – 20.00 Marcus Kaiser ist anwesend „rehearing schoenberg“
Beteiligte Künstler: Dominik Geis Marcus Kaiser Andrea Knobloch Gabi Luigs Marie Ogoshi Fabian Raphael Sokolowski Julia Zinnbauer
Zu den Kunstpunkten lade ich Euch ganz herzlich in das legendäre Autohaus auf der Erkrather Straße 365 in Düsseldorf ein. Ich freue mich darauf, Euch am kommenden Wochenende, am 21. und 22. September dort zu begrüßen, die Vernissage ist am Freitag, dem 20. September um 19 Uhr.
The exhibition "Heimspiel - Auswärtsspiel" deals with the two traditional football clubs of the twin cities Düsseldorf and Palermo and the general joy of playing football. The large flag in pink and black was made by myself and I'm totally happy to see it presented so beautifully.
Pink and black are the colours of Palermo FC and their motto is: „Palermo è la mia vita, rosa nero mio color“. Düsseldorf's equivalent to Palermo FC is of course Fortuna Fortuna in red and white and you definitely must see the enlarged historic group photos of both clubs – looking into each other's eyes. In addition to the historic photos that were enlarged and arranged by Morphoria Design, a beautiful series of photos showing pupils of the Wim Wenders Gymnasium playing football in different places in Oberbilk can be seen.
Heimspiel – Auswärtsspiel Johanna Ey Foundation Neubrückstraße 6 Düsseldorf 28. Juni – 18. August 2024
I am very happy to show my video "Pellegrinaggio Architetturale" as well as a series of photos in the context of the exhibition DOORS that is part of düsseldorf photo+, the Biennale for Visual and Sonic Media. The reflective dress that I made for the video I am planning to shoot about the Apollo Building in Düsseldorf is also part of the show.
Eröffnung 17. Mai 2024 um 18.00 Öffnungszeiten Photo+ 18. Mai 12.00–18.00 19. Mai 15.00–19.00 Geöffnet bis 8. Juni 2024 Samstag + Sonntag 16.00–19.00
25.05.2024, 18.00 Talk: „Into the light“
01.06.2024, 18.00 Sound Performance
Mit Arbeiten von
REGRESS_BAR
ASTRID BUSCH
CHRISTINE ERHARD
HEINKE HABERLAND
GABI LUIGS
BÄRBEL MÖLLMANN
VIACHESLAV MURADOV JUDITH SAMEN
MARTINA SAUTER ANGELIKA J. TROJNARSKI ANNA VOGEL
CHRISTOPH WESTERMEIER
JULIA ZINNBAUER
Art and Exhibition Space
the pool Tersteegenstrasse 63 D-40474 Düsseldorf
www.the-pool.space by Krey Architektur & haberland.ART & Luigs_Art Management
Julia Zinnbauer, Nacht der Museen, the pool Düsseldorf. Part of the lecture was also the very first flyover that was built in Ludwigshafen, the so-called "Pilzhochstraße" (Foto: Nina Fandler)
Last
Saturday I gave my lecture perforformance about the architectural
relation between Düsseldorf and the United States after the Second
World War as part of the Nacht der Museen at the pool – five times all in all! In
addition to that I presented short films that dealt with post-war
modernist architecture and excerpts from my film FLYOVER.
It
was a lovely and intense experience to be in the underground pool
that Paul Schneider-Esleben designed for himself in the 1960s and to
entertain and inform the guests - especially at midnight, when the
pool was about to be closed and those people, who were watching my
videos really asked me for one last show and we thereby we managed to
extend the night.
As
textiles and fashion are important elements of my projects, I was
wearing the dress that I made years ago and that is part of the
catalogue by Baukultur NRW that was published on the occasion of
their exhibition celebrating the 100th birthday of Paul
Schneider-Esleben.
It
was really cool that in the screening room there was a door that
directly opened to the garage. The door became part of my performance
and helped me demonstrate the idea of the car-friendly city. I
explained how the actress Luise Rainer moved from Düsseldorf to Los
Angeles and won two Oscars and how Richard Neutra took part in the
competition for the design of the new theatre building, I talked
about the Tausendflüßler, Düsseldorf's beautiful flyover that was
demolished years ago and of course I mentioned the Horten Headquaters
that were built as Gemany's first open-plan office.
Thank
you for all your beautiful photos, dear Nina Fandler! In your photos
you show me exactly like I would like to be seen.