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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Invitation: STEADY SMILE MOVE. My exhibition at GRÖLLE pass projects Wuppertal


Video, Düsseldorf


























STEADY SMILE MOVE is the name of my exhibition that will be opened at GRÖLLE passprojects Gallery on June 22nd as well as the title of my film that I am going to show there. I cordially invite you to the opening!

GRÖLLE pass projects
Friedrich-Ebert-Straße 143 e
42117 Wuppertal, 7 p. m

22.06.2018 - 22.07.2018

Schwebebahn-Stop: Pestalozzistraße



Setfoto/Self-portrait: Julia Zinnbauer





























Julia Zinnbauers Auseinandersetzung mit Architektur und Mode ist die Basis ihrer künstlerischen Tätigkeit sowie der Schwerpunkt ihrer fortwährenden Recherchen. In ihren Projekten konserviert und transportiert sie die Schönheit und die Atmosphäre außergewöhnlicher Gebäude, erzählt ihre Geschichten, die ihrer Erbauer und ihrer Bewohner. Fasziniert von den Zusammenhängen zwischen verschiedenen Kunstformen, sieht sie in der Fotografie und der Videokunst die ideale Medien, um Architektur, Performance, Mode, Bildhauerei und Sprache im Rahmen ihres Gesamtkonzepts miteinander zu verbinden. Während ihres Studiums in der Bildhauerklasse von Prof. Thomas Grünfeld an der Kunstakademie Düsseldorf drehte sie erste Videos und Kurzfilme, in denen sie sich intensiv mit der Architektur der Nachkriegsmoderne beschäftigt.

Ihren Film STEADY SMILE MOVE aus dem Jahr 2017 präsentiert Julia Zinnbauer nun in Raum 2 der Galerie GRÖLLE pass:projects im Rahmen ihrer gleichnamigen Ausstellung. Als Protagonistin des Films verläuft sie sich zunächst in den labyrinthischen Räumen eines ehemaligen Bordells. Sie gerät zunehmend in den Sog dieses perfekt durchgestalteten Paralleluniversums und beschließt, den Geheimnissen der drei zusammenhängenden Gebäude auf den Grund zu gehen.

In STEADY SMILE MOVE geht es um den Anspruch eines ehemaligen Zuhälters, das Interieur seiner Geschäftsräume innenarchitektonisch außergewöhnlichen zu gestalten, es geht um die Ideen, die hinter seinen Entwürfen stehen und um die Epoche, die mit dem geplanten Abriss der drei Häuser zu Ende geht. Im Rahmen eines Interviews kommt er dabei selbst zu Wort, als kreative Geist, Künstler, Unternehmer und Dandy. Vor allem aber handelt der Film davon, sich durch Mode und Architektur selbst zu inszenieren und das eigene Leben als Gesamtkunstwerk zu betrachten. 

Zeitgleich zu der Vernissage von STEADY SMILE MOVE wird in der Galerie GRÖLLE passprojects am 22. Juni die Ausstellung COMMON GROUND von Friederike Ruff eröffnet.

Samstag, 9. Juni 2018

Ein Text für das zweite Künstlerbuch von Charlotte Perrin


















Anlässlich ihrer Ausstellung "Gleich" in der Galerie EX14 in Dresden hat die französische Künstlerin Charlotte Perrin ihren bereits zweiten Katalog veröffentlicht. Ich freue mich, dafür einen Einleitungstext über das künstlerische Gesamtkonzept Charlotte Parrins geschrieben zu haben, denn ihr Werk steht sowohl für Minimalismus als auch Technikbegeisterung und hintergründige Geschichten:


So, wie die Sonne über die Stadt zieht und bewirkt, dass die Schatten der Häuser im Laufe des Tages ihre Form verändern, so verändern sich in der Beaobachtung von Charlotte Perrin die Formen der Gebäude selbst während die Künstlerin durch die Straßen geht. Flächen wandern aufeinander zu, berühren und überschneiden sich, sie verdecken einander und entfernen sich wieder. Winkel und Abstände ändern sich, Linien wachsen zusammen und trennen sich. Alles ist in Bewegung. Charlotte Perrin hat sich ein gesamtes System erschaffen, in dem Bewegung, Kontinuität und Variation eine Rolle spielen, und gerade das Betrachten aus der eigenen Bewegung heraus kann als eines der Hauptmotive ihrer künstlerischen Herangehensweise betrachtet werden. 
 

In ihrer mehrteiligen Papierarbeit mit dem Titel „Bordures“ leitet die Künstlerin Formen aus den Wanderungen durch den urbanen Raum ab, sie schneidet Elemente aus und erhält dadurch gleichzeitig Positiv- und Negativformen, die beide Teile ihrer Collagen werden. So entwickelt sich aus der einen Form die nächste und aus einer Collage die folgende. Die Bewegung des Laufens und Sehens setzt sich im Schneiden und Arrangieren fort.













Fasziniert von den Errungenschaften des Industriezeitalters verbindet Charlotte Perrin das Organische, Intuitive mit ganz rationalen Überlegungen und verleiht Ihrer Kunst damit immer auch etwas Modulhaftes. So folgt sie beim Erstellen ihrer Collagen, die ihren Ursprung zunächst in weichen Bewegungsabläufen haben, einem strengen Protokoll, das sie sich selbst vorschreibt. Beispielsweise beschränkt sie sich auf die Verwendung von nur einer bestimmten Papiersorte oder auch auf die Anzahl der Schnitte die sie setzt, wie in der Serie der „Parallélépipèdes“ aus dem Jahr 2014. Dort erzeugt sie durch eine Variation von exakt sieben Schnitten pro Blatt die Illusion von kubischen Räumen, die sich alle ähneln, sich aber niemals gleichen. In der Serie „Bildebene/11 Ankerpunkte/10 Linien“ aus dem Jahr 2018 verrät der Titel zugleich das Reglement, das den Arbeiten zugrunde liegt. Die Blätter der sechzehnteiligen Reihe von Collagen sind abwechselnd in schwarzer Tusche und silbernem Autolack gehalten, nichts lenkt ab von der Präzision der Schnitte und alles verweist auf den großen, übergeordneten Zusammenhang mit dem Industriellen, dem seriell Vorfabrizierten und dem Technischen.

Freitag, 25. Mai 2018

Avion and Silverlake - A trip to Richard and Dion Neutra





Avion and Silverlake - A Trip to Richard and Dion Neutra

Video (2017/18)
Camera, editing, text, idea: Julia Zinnbauer
36 min.

The video entitled „Avion and Silverlake“ documents my visits to the architect Dion Neutra in Los Angeles Silverlake and also to Avion Village, a residential area located close to Dallas, Texas, that was designed by Richard Neutra in the early 1940ies. „Avion and Silverlake“ deals with my very personal approach to post-war modernist architecture. 

When during my visit to Dion Neutra I mentioned that I was on my way to Dallas in order to take part in an exhibition, he gave me a hint about Avion Village. Thus my originally short video soon turned into a roadmovie that led me to the suburbs of Dallas.

The story behind „Avion and Silverlake“
I grew up in a bungalow that was built in 1972 in the South West of Germany. As a child I did not know much about modern architecture, I simply enjoyed the large window of my room and that by opening this window I actually opened my whole room and connected it to the garden. I loved the spaciousness of the house, the fact that the kitchen, the dining room and the living room merged into each other and that you could freely move around in the rooms. I loved the proportions and most of all I loved the light. There was a feeling of freedom. Later on I found out that this spirit had been derived from the Bauhaus and also from the Californian Case Study House Program.

Freitag, 20. April 2018

SUN. Katja Gärtner, Patrizia Lohmann and Julia Zinnbauer show their work at Atelier Schloss Jägerhof, Düsseldorf

Invitation to our closing party on Sunday, April 22nd







Some first impressions and another invitation: don't miss our closing party on Sunday, April 22nd. We'd love to see you there. More information you can find here.

Atelier Schloss Jägerhof e.V. 
Remise
Duisburger Straße 137/ Ecke Jägerhofstraße Düsseldorf

Photogram, Patrizia Lohmann 2018

Julia Zinnbauer: "Avion and Silverlake - A trip to Richard and Dion Neutra", video 2018

Freitag, 13. April 2018

Yearning for sun, heat, ecstasy and palmtrees: Thomas Frank's opulent text about the exhibition named SUN published in the Westdeutsche Zeitung

Katja Gärtner, Patrizia Lohmann and Julia Zinnbauer show their work at Atelier Schloss Jägerhof, Düsseldorf


Atelier Schloss Jägerhof, Düsseldorf











Thank you, Thomas Frank! The complete text you can read here.




Mittwoch, 11. April 2018

SUN. Katja Gärtner, Patrizia Lohmann und Julia Zinnbauer im Atelier Schloss Jägerhof, Düsseldorf

Katja Gärner, Patrizia Lohmann, Julia Zinnbauer





Die Sonne, die den Aufgang zum Atelier Schloss Jägerhof überstrahlt und deren schlanke goldene Strahlen den Besuchern wie die Pfeile auf einer Anzeigetafel den Weg weisen, stammt von Emil Schult. Der Düsseldorfer Künstler, der in den Anfangsjahren Mitglied der Band Kraftwerk war, Liedtexte wie „Trans Europa Express“, „Taschenrechner“ und „Computer Liebe“ schrieb, das Plattencover von „Autobahn“ gestaltete und bei Beuys studierte, nutzte das Atelier direkt am Hofgarten über Jahre hinweg selbst. Die Räume, in denen seine futuristisch-phantastischen Bilder entstanden, übergab er schließlich den Künstlern Patrizia Lohmann und Alexander Ernst Voigt. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit planen die beiden zusammen mit Emil Schult, Thomas Nink und den Mitgliedern des Atelier Schloss Jägerhof e.V. Düsseldorf die ehemalige Remise künftig auch als Ausstellungsraum zu nutzen.

Emil Schults aufgehende Sonne beleuchtet nicht nur den Eingang des Ateliers am Schloss Jägerhof, sie verleiht der Ausstellung SUN ihren Titel, die den Auftakt zu einer ganzen Reihe bildet. Patrizia Lohmann ist bei der ersten Ausstellung selbst mit dabei und hat zudem Katja Gärtner und Julia Zinnbauer eingeladen. In den ganz unterschiedlichen Herangehensweisen der drei Absolventinnen der Kunstakademie Düsseldorf spielt die Sonne eine ganz maßgebliche Rolle. Es geht ihnen um die Sonne als Metapher, als Symbol und vor allem aber auch um ihr Licht selbst, um die gleißende Hitze, die sie verströmt und den Rausch, den sie damit hervorruft, um die üppig wuchernde, barocke Botanik, um die dschungelhalfte Atmosphäre filigraner Gewächshäuser, in denen die Hitze unter Glas gefangen gehalten wird, um die Sehnsucht nach fernem Glanz und um das große Geheimnis, das im Hellen noch mysteriöser wirkt.

Katja Gärtner
Patrizia Lohmann
Julia Zinnbauer

Eröffnung: 11.04.2018, 18 Uhr
Ausstellung: 12. - 22.04.2018
Künstlergespräch: 15.04.2018, 16 Uhr
Finissage: 22.04.2018, 15 Uhr

Öffnungszeiten nach Vereinbarung;
atelierschlossjaegerhof@gmail.com

Atelier Schloss Jägerhof e.V.
Remise; Zugang über Einfahrt neben Duisburger Straße 137/ Ecke Jägerhofstraße
Düsseldorf



Donnerstag, 22. Februar 2018

SPACE FALL. A video installation created in collaboration with the British filmmaker Matt Hulse for the Düsseldorf Photo Weekend 2018

Matt Hulse
SPACE FALL. A video installation by Matt Hulse and Julia Zinnbauer


In the context of the Düsseldorf Photo Weekend 2018 the British filmmaker and photographer Matt Hulse and I developed a video installation. Together we shot a video on the Worringer Platz in Düsseldorf, a large square that is said to be the ugliest and dirtiest area of the whole city. Our aim was to find beauty in this space as well as to articulate a general love for neglected spaces. Part of our collaboration was also a poem that Matt Hulse derived from a fictitious written conversation between us:

such beauty in this space
canopied by dark skies
full of sparkling 
distant stars
right here 
there is love

The installation named SPACE FALL was to be seen in the glasshouse located on the Worringer Platz during the Düsseldorf Photo Weekend from February 18th to February 20th 2018.

More information about our collaboration you can find in the opulent article by Thomas Frank for the Westdeutsche Zeitung and also on my blog.



Matt Hulse, Julia Zinnbauer
Matt Hulse, Julia Zinnbauer








Matt Hulse, Julia Zinnbauer
























Montag, 12. Februar 2018

Invitation to the Düsseldorf Photo Weekend

SPACE FALL - A collaboration with Matt Hulse in the Glasshouse on Worringer Platz, a groupshow in Flingern 15 and "Neighbourhood" in WP5


Matt Hulse, Julia Zinnbauer, Düsseldorf, Worringer Platz, Glashaus, WP5
THIS was a moment I will never forget in my entire life: Matt Hulse presenting SPACE FALL at the press conference of the Düsseldorf Photo Weekend at the Haus der Universität



























I have the great pleasure to invite you to the seventh edition of the Düsseldorf Photo Weekend, that is going to take place from Februrary 16th to Februrary 18th. To my delight I am going to take part in the festival in more than one way. First of all I was invited to show some of my concrete-and-granite-short-films and also some photos of my architectural expeditions within the groupshow at the studios of Flingern 15 (on Ackerstraße 15).

Then I got more and more involved into a collaboration with the British photographer and filmmaker Matt Hulse (Link). Some first space-age-oriented comments on Instagram soon developed into a secret project, a mission that led us into a very mysterious area of the city. The film that came into being while exploring the territory is all about lights and reflections and beauty in a very wild urban surrounding. "SPACE FALL" will be presented in the glasshouse located on Worringer Platz during the Düsseldorf Photo Weekend and I am more than happy about being part of it. Videos and photos by Matt Hulse will also be on display in the exhibition entiteled "Neighbourhood" in WP5, right on the other side of the street. More information about the Düsseldorf Photo Weekend you can find here: Link.


Opening hours:

16. Februar, 18.00 – 21.00 Uhr
17. Februar, 12.00 – 20.00 Uhr
18. Februar, 12.00 – 18.00 Uhr


Matt Hulse
Matt Hulse and Julia Zinnbauer in front of his series named "Sniper" in Walther Rudolph's WP5 at the Worringer Platz; Düsseldorf Photo Weekend 2018






Ein Beitrag geteilt von Matt Hulse (@__holymoley__) am


Ein Beitrag geteilt von Matt Hulse (@__holymoley__) am


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Düsseldorf - The Dallas of Germany. A Radiobroadcast by the O.J.A.I. and Julia Zinnbauer for Radio KUZU 92,9 FM in Denton and Dallas, Texas




For the December-issue of the O.J.A.I. for Radio KUZU 92,9 FM in Dallas/Denton, Texas I wrote and recorded a feature about the achitectural relations between the cities of Düsseldorf and Dallas. More information about our radiobroadcast for Reid Robinson's and Mark Ridlens's radioshow named "Sonic Assembly" can be found here: Link.



Düsseldorf - The Dallas of Germany

Hello Mrs. Dreier, hello Mr. Farrelly, hello Dallas, Denton, Fort Worth and Grand Prairie,

it's a great pleasure for me to be on your show tonight and to imagine that my words are being transmitted into the dark sky above the glittering skyscrapers of Texas makes me really glad. You ask me about the architectural relation between the cities of Dallas and Düsseldorf, the German town where I have been living and working for several years.

Brutalism
Dallas City Hall by I.M.Pei and Downtown Dallas
As an explanation for our listeners I have to add that it was you, Mr. Farrelly, who invited me to take part in the groupshow named „A hard Place“ that was to be seen at 500x Gallery in Dallas not long ago. The exhibition dealt with the way a group of mainly European artists approach postwar modernist architecture. Right from the beginning I felt that one of my short films I had shot in some very futuristic underground stations in Düsseldorf would somehow fit into the urban setting of Dallas. Later on it turned out that I was not wrong. I must say that my week in Dallas definitely broadened my architectural horizon as it is completely different to cities like Chicago or Los Angeles.

At a first glance the question about parallels between Dallas, which is a relatively new city, and Düsseldorf, which was founded more than 700 years ago in the West of Germany, in a cool and humid area close to the river Rhine, might be surprising. Nevertheless there are several reasons for comparing the two cities.

Due to the TV show named after the Texan city, the term "Dallas" evokes similar associations all over the world. It's all about money, oil, glamour, intrigues – and it is about architecture. In the first moment of the opening credits you can see a motorway bridge leading towards a cluster of modern skyscrapers. A pan shot – the glazed city is sparkling in the Texan heat, then a camera flight over the Reunion Tower and the blue, shimmering Hyatt Hotel, than another pan shot over the cristalline fassades of the glittering city, taken from a helikopter. This is the beginning of an epic story that finally turned the city of Dallas into an exciting place of longing, also for the European audience. 
 

Samstag, 2. Dezember 2017

Sonic Assembly: The O.J.A.I. and Julia Zinnbauer on Radio KUZU 92,9 FM in Dallas, Texas

Düsseldorf - Das Dallas Deutschlands. Über die architektonischen Zusammenhänge zweier Städte



Dallas, Texas, architecture
 Die J. Erik Jonsson Central Library in Dallas, Texas (links) und das Dallas Main Center (hinten im Bild)

Im August des Jahres war ich mit Chris Dreier und Gary Farrelly und ihrem „Office for Joint Administrative Intelligence“ - kurz O.J.A.I. - in Dallas/Texas, wo wir zusammen mit einigen anderen Künstlern in der Ausstellung „A hard Place“ unsere Auseinandersetzung mit der Architektur der Nachkriegsmoderne präsentiert haben. Seitdem trägt das O.J.A.I. regelmäßig zu der Sendung „Sonic Assembley“ bei, die Ried Robinson bei Radio KUZU 92,9 FM in Dallas moderiert. Für die kommende Sendung habe ich einen Beitrag über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Dallas und Düsseldorf geschrieben und aufgenommen. Am 3. Dezember wird die Sendung „Sonic Assembly“ ab 22 Uhr Dallas Ortszeit über den Sendemast in den Äther geschickt sowie ins Inernet gestreamt, d.h., daß unser Beitrag in Düsseldorf, Berlin und Brüssel am Montag ab 5 Uhr morgens zu hören sein wird, sowie in kürze auf meinem Blog.

Weitere Informationen zu Sendezeiten und Inhalten gibt es hier:
 
http://www.kuzu.fm/programs/2017/8/20/sonic-assembly

www.chrisdreier.de


Mittwoch, 29. November 2017

Bazon Brock: Karfreitag - Festtag der Philosophen. Über Göttermord und Bildzerstörung.

Mit einem Gastbeitrag von Julia Zinnbauer:
Life imitates art - Wie Dorian Gray mit Lust sein Bildnis zerstört



Kunst, Philosophie, Wuppertal





























Bei Zinnbauers wird seit jeher am Karfreitag Richard Wagners „Parsifal“ gehört. Der Karfreitag ist für mich also immer schon mit einer weihevollen Stimmung und einer gewissen Dramatik verbunden. Dies im Hinterkopf sagte ich natürlich zu, als mich Bazon Brock im Frühling des Jahres nach einem Beitrag zu seinem Karfreitags-Vortrag in der Galerie GRÖLLE pass:projects fragte. „Karfreitag – Festtag der Philosophen. Über Göttermord und Bildzerstörung“ lautete der Titel seines geplanten Vortrags und ich sollte über das Motiv der Bilderzerstörung in Oscar Wildes „Bildnis des Dorian Gray“ referieren. Das erfuhr ich bei einem ausfühlichen Telefonat, das selbst schon Happeningcharakter hatte und bei dem der Meister des Sprechens auf mehrern Leitungen parallel zu hören war.

Im Nachhinein muss ich sagen, intensiver und weihevoller hätten auch Richard Wagner und Ludwig II. den Karfreitag nicht feiern können und bereits die Vorbereitungen zu dem gesamten Auftritt hatten etwas von einem symbolistischen Märchen.

Mein tagelanges Dorian-Gray-Lesen versetzte mich in eine ausgesprochen ästhetizistische Stimmung und ich wollte meinen Vortrag, ganz im Sinne meines Themas, möglichst perfekt inszenieren. Oscar Wildes Roman handelt schließlich davon, das Leben als Kunstwerk zu gestalten. „Das Bildnis des Dorian Gray“ hatte ich über die Jahre hinweg immer wieder gelesen und zu Rate gezogen, dann verschwand es ein wenig aus Blickfeld, vermutlich weil ich einen Stapel Architekturbildbände daraufgelegt habe. Die Sprache aber, die trägt man immer mit sich, die Worte, die Rhythmen, den Schwung, die opulenten, farbintensiven Bilder, die Oscar Wilde erschafft, die Bonmots und Gedichtzeilen, die einem immer wieder wie aus dem Nichts einfallen und einem Genuss bereiten, indem man alleine nur an sie denkt. Ich schrieb und schrieb und las und las und war durchdrungen von Oscar Wildes Worten und von seinem unbedingten Willen, etwas Schönes zu erschaffen. 

„Leidenschaft, Extase, Enthusiasmus, Geschwindigkeit – das sind die Schlüsselworte Walter Paters – die Frucht am Gaumen zerplatzen lassen, ein beschleunigtes, vervielfachtes Bewusstsein, the quickend sense of life, getting as many pulsations as possible in the given span of time“, oder, wie Pater es an einer Stelle der „Renaissance“ zusammenfasst: „(…) to burn always with this hard, gem-like flame, to maintain this extasy, is success in life“, also immer mit der harten edelsteinartigen Flamme zu brennen.“ (J.Z.)






Am späten Nachmittag des Gründonnerstags fehlten allerdings noch die Lilien. Im fahler werdenden Licht fuhr ich zum Carlsplatz. Während ich mich dort auf dem Markt noch umschaute, entdeckte ich einen großen Eimer voller weißer Lilien, die alle schon recht mitgenommen aussahen. Während ich mich noch nach den Lilien erkundigte, zog ein Marktmitarbeiter den Eimer in den hinteren Bereich des Standes und begann vor meinen Augen damit, die Lilien mit einer Heckenschere zu zerkleinern. Die Verkäuferin verstand überhaupt keinen Spass, als ich fragte, ob ich die Lilien nicht einfach haben könnte. Für so etwas haben wir hier wirklich keine Zeit, wir müssen schließlich arbeiten, meinte sie. Auch als ich die Lilien bezahlen wollte, blieb sie unverändert unfreundlich und barsch. An einem Marktstand Blumen zu kaufen ist ja nun auch ein etwas ungewöhnliches Anliegen, das gebe ich zu. Der Mitarbeiter schnitt und schnitt ungerührt weiter das kostbare weiße Gut in eine Biomülltonne, während die Verkäuferin vor sich hinschimpfte. „Life imitates art“, dachte ich, „Die Nachtigall und die Rose“. Mit einem Arm voll großer weißer Lilien in einem etwas fortgeschrittenen Stadium und einer großen Duftwolke um mich herum, die an neapolitanische Marmoraltäre denken ließ, ging ich zum nächsten Elektronikfachmarkt und kaufte Batterien für das Tonaufnahmegerät. Dort, zwischen all den Plastik-CD-Hüllen und Handyhalterungen, sagte die Kassierein: „SIE haben haber schöne Blumen!“. 



 
Mit meiner präraffaelitischen, selbstgenähten Bluse, den Lilien, die immer müder mit ihren Köpfen nickten und der kompletten Technik-Ausrüstung, bestehend aus zwei Fotoapparaten, einem ZOOM H6, mehreren Speicherkarten etc., fuhr ich, mit der Welt versöhnt, am nächsten Vormittag nach Wuppertal. Die gesamte Karfreitagsfeier gestaltete sich am Ende doch ganz anders als geplant und aus der Andacht wurde so etwas wie ein 24-Stunden-Happening. Nachdem Bazon Brock etwa zwei Stunden geredet hatte, hielt ich meinen Vortrag (ca. ab 01:50:00). Zu diesem Zeitpunkt atmete das Publikum bereits ein wenig schwerer, die technischen Geräte liefen heiß und fielen nach und nach aus, das Tonaufnahmegerät begann deutlich zu leiern. Die Lilien aber hatten ihren ganz eigenen Auftritt, als Bazon Brock, während ich sprach, einen Sockel heranzog und sie neben mich stellte.


Donnerstag, 9. November 2017

< die digitale düsseldorf > 2017 - Ankündigung und erste Eindrücke


Die < die digitale düsseldorf > fand im vergangenen November zum ersten Mal statt, über vier Tage hinweg, und war offensichtlich so ein großer Erfolg, dass sich die zweite Ausgabe, die am 10. November 2017 eröffnet wird, über ganze zwei Wochen erstrecken wird. Düseldorf, die Stadt, die überall auf der Welt als einer der Hauptausgangspunkte sowohl elektronischer Musik als auch elektronischer Kunst angesehen wird, brauch ein eigenes Festival, zu diesem Schluss waren Werner Pillig und Peter Witt vor einigen Jahren gekommen. Wichtig war ihnen dabei von Anfang an sowohl die Verbindung von Musik und Kunst als auch der Bezug zur Jetztzeit. Beide Aspekte unterschieden < die digitale > deutlich von anderen elektronischen Festivals. Zudem spielte auch von Anfang an das Einbinden lokaler Kultureinrichtungen eine Rolle und ein Gleichgewicht zwischen bekannten und unbekannten Künstlern. Das große Thema „digital“ soll möglicht breitgefächert und vielteilig wiedergespiegelt werden. Nachdem das Digitale heute ja in beinahe alle Bereiche vogedrungen ist und dennoch kaum jemand so wirklich weiß, was „digital“ nun eigentlich ganz genau bedeutet, hatte ich vor einem Jahr das Gefühl, dass da noch jede Menge Erklärungs- und Diskussionsbedarf besteht. Und das ist neben Kunst und Musik der dritte Aspekt der < digitalen dusseldorf > - es finden diverse Gesprächsrunden und Vorträge statt.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Halstenbachs in Barmen. Textile Schönheit, die alle Dimensionen umspannt

In der aktuellen Ausgabe des Kunstmagazins "Die Beste Zeit" berichte ich über Kaschmir, Bergisches Wasser  und wie Halstenbach Fine Clothes die New York Fashion Week erobert haben


Halstenbach, Wuppertal, Mode, Julia Zinnbauer
Der Name Halstenbach ist seit dem 19. Jahrhundert untrennbar mit Wuppertals Geschichte als Textilmetropole verbunden. Ganz unabhängig von der Tradition ihrer Familie hat sich Andrea Halstenbach vor einigen Jahren mit ihrem eigenen Modelabel selbstständig gemacht und zeigt mittlerweile regelmäßig ihre exklusiven Kaschmir- und Merinostrickwaren bei der New York Fashion Week. Damit belebt sie die jahrhundertealte Familientradition neu und meistert elegant Wuppertals Anschluss an das internationale Modegeschehen.

Mode, Wuppertal, Andrea Halstenbach, Julia Zinnbauer
Mit Andrea Halstenbach in ihrem Atelier
Das gute, klare, bergische Wasser, dem Wuppertal nicht nur seinen Namen, sondern auch seine Existenz als Textilmetropole verdankt, entspringt einige Kilometer entfernt aus insgesamt siebenunddreißig Quellen. Siebenunddreißig silbrige Fäden fließen durch kühle Wälder, dunkle Schluchten, über die Mühlräder alter Schleifkotten und durch die Turbinen großer Staumauern und verweben sich auf ihrem Weg zu einem breiten Band, das sich schließlich geruhsam durch die Wiesen von Barmen und Elberfeld zieht.

Für das legendäre Wuppertaler Kunst- und Kulturmagazin „Die Beste Zeit“ (Link) habe ich einen umfassenden Text geschrieben, der die gesamte Geschichte der Familie Halstenbach in den größeren Zusammenhang der Städte Barmen und Elberfeld einbettet. Dabei gehe ich ganz zurück zu den Quellen, aus denen sich die lange Tradition Wuppertals als Textilhauptstadt speist. Mein Bericht spannt sich vom Ursprung der Wupper bis zum Ufer des Hudson River, von den Barmer Bauern, die im Mittelalter mit dem Garnbleichen begannen, bis zur Andrea Haltenbachs Modenschau bei der New York Fashion Week im Herbst 2017.

Die Ausgabe der „Besten Zeit“ für Oktober bis Dezember 2017 ist im Skulpturenpark Waldfrieden erhältlich, im Von-der-Heydt-Museum sowie in Buchandlungen, Zeitschriftenläden und Galerien.

Den gesamten Beitrag von mir gibt es hier als pdf: Link.


Zu Halstenbach Fine Clothes geht es hier entlang: halstenbach.biz, die Fotos der aktuellen Kollektion von Halstenbach Fine Clothes stammen von Lisa Jureczko (Link)

Mit Andrea Halstenbach und der "Besten Zeit". Der Kaschmir-Cardigan, den ich trage, stammt von Halstenbach Fine Clothes; Foto: Ulrich Halstenbach



Samstag, 23. September 2017

A hard Place - An exhibition addressing and responding to post-war modernist architecture at 500x Gallery in Dallas, Texas



art, architecture, Brutalism, Dallas
Ausstellungsansicht: links: O.J.A.I World Headquaters von ScAle Architects; Mitte links: "STEADY SMILE MOVE", ein Film von Julia Zinnbauer; Mitte rechts: "Brussels AXA Building", Fotografie von Chris Dreier; rechts: "Seek Zeros" Kurzfilm von Oisin Byrne

 
Dallas. Der Name der texanischen Stadt erzeugt dank der nach ihr benannten Fernsehserie überall auf der Welt ähnliche Assoziationen. Es geht um Geld, um Öl, um Glamour, um Intrigen - und es geht um Architektur. In der ersten Einstellung des Vorspanns sieht man eine Autobahnbrücke, die auf ein Konglomerat moderner Hochhäuser zuführt, umgeben von einer kargen Landschaft. Ein Schwenk - die verglaste Stadt funkelt in der texanischen Hitze, dann ein Kameraflug über den Reunion Tower und das blau schillernde Hyatt Hotel, ein weiterer Helikopterschwenk über die kristallin glitzernde Innenstadt. Damit beginnt das Epos, das sich von 1978 an über dreizehn Jahre hinweg erstrecken und die Stadt zu einem aufregenden Sehnsuchtsort machen sollte, vor allem für das europäische Publikum. Die wenigsten Europäer waren allerdings jemals wirklich dort und viele halten die Stadt nach wie vor für einen Mythos.

art, architecture, brutalism, Dallas
Links: Gary Farrelly: "Malaysia Parliament Building"; vorne: Matias Bechtold: "Jaki Tower"; an der Rückwand links: Dirk Krecker: Schreibmaschinen-Arbeiten; Mitte Chris Dreier: "Drei Grazien"; rechts: ScAle Architects




























Um so mehr muss man Gary Farrelly, dem Kurator der Ausstellung mit dem Titel „A hard Place“ (Link), für seine Idee danken, genau hier, in Dallas, eine Ausstellung zu zeigen, die von der Auseinandersetzung einer Gruppe europäischer Künstler mit der Architektur der Nachkriegszeit handelt. Thematisch setzt „A hard Place“ in der 500x Gallery (Link) eine Reihe von Ausstellungen fort, die im Jahr 2016 mit „Heimatplan“ in Wuppertal (Link), „Neue Heimat“ in Berlin (Link) und „Ultramoderne“ in Bregenz (Link) ihren Ausgang genommen hat. Zusammen mit der berliner Galeristin Gundula Schmitz hat der irische Künstler Farrelly ein Programm an Arbeiten zusammengestellt, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Architektur der 50er- bis 70erjahre zeigt und sich auf das Lebensgefühl und die Ideale beziehen, die in dieser Zeit herrschten.


 
art, architecture, Brutalism, Dallas
Links: Dirk Krecker: "Hot Newcomer's Club", "Eisen, Zink, Gold, Aluminium", "Subsistenzökonomie"; rechts: Matias Bechtold: "Jaki Tower"




























Dienstag, 22. August 2017

A hard Place - The Opening of our Exhibition at 500x Gallery in Dallas, Texas

A hard Place, Dallas, Texas; 500x Gallery
The European congregation at the opening of "A hard Place" in front of a work by ScAle Architects



























Last Saturday our group of European artists and curators had the great pleasure to celebrate the opening of our exhibition named „A hard Place“ (Link) at 500x Gallery (Link) in Dallas Texas. It was an incredible evening and after so many months of planning, writing, organising and last but not least producing our pieces of art, we were so glad about talking to our guests and receiving so many positive comments.

To all the many visitors who found their way to 500x Gallery: thank you so much for joining us in this wonderful occasion!

"A hard place" is an exhibition of international artists addressing and responding to Brutalist Architecture; a dominant post war architectural movement embodying concepts of utilitarianism and Utopian aspiration. Curated by Gundula Schmitz (Laura Mars Gallery) and Gary Farrelly.


Contributing Artists: Matias Bechtold (DE), Oisin Byrne (IRE/UK), Laure Catugier (DE/FR), Cunningham Architects (TX), Chris Dreier (DE), EVOL (DE), Gary Farrelly (IRE/BE), Dirk Krecker (DE), Pádraic E. Moore (IRE/BE), ScAle Architects (IT), Tannhäuser Tor: Alekos Hofstetter (DE) + Florian Göpfert (DE), Christine Weber (DE), Julia Zinnbauer (DE).

When: August 19 - September 24, 2017.
Opening reception Friday, August 19. 7-10 pm
Where: 500X Gallery, 500 Exposition Ave. Dallas TX 75226, U.S.A.

More Details and photos will be published soon!



A hard Place at 500x Gallery Dallas, Texas
Julia Zinnbauer: The "Dress for the car-friendly city" and the corresponding collage

Dienstag, 8. August 2017

a hard place - Invitation to our exhibition at 500x Gallery in Dallas, Texas


Photo: Chris Dreier, Berlin


"A hard place" is an exhibition of international artists addressing and responding to Brutalist Architecture; a dominant post war architectural movement embodying concepts of utilitarianism and Utopian aspiration. Curated by Gundula Schmitz (Laura Mars Gallery) and Gary Farrelly. 

Contributing Artists:
Matias Bechtold (DE), Oisin Byrne (IRE/UK), Laure Catugier (DE/FR), Cunningham Architects (TX), Chris Dreier (DE), EVOL (DE), Gary Farrelly (IRE/BE), Dirk Krecker (DE), Pádraic E. Moore (IRE/BE), ScAle Architects (IT), Tannhäuser Tor: Alekos Hofstetter (DE) + Florian Göpfert (DE), Christine Weber (DE), Julia Zinnbauer (DE).

When: August 19 -– September 24, 2017. 
Opening reception Friday, August 19. 7-10 pm 
Where: 500X Gallery, 500 Exposition Ave. Dallas TX 75226, U.S.A.


"A hard place" brings together work by artists and architects from Germany, Ireland, France and Italy as well as a piece by Dallas’s Cunningham Architects produced especially for the show. A unifying concern in the work is the legacy of post-war modernist architecture. The artists of a hard place employ highly divergent strategies across a wide variety of media to explore the theme. The exhibition includes video art, photography, drawing, painting, textiles, sculpture, sound recordings and the written word. 

In post WWII Europe new civic infrastructure such as housing, factories and administrative facilities had to be erected on an unprecedented scale. Commonly known as Brutalism, the style that emerged was characterized by repeated modular elements articulated and grouped together into a stark, unified whole. Cast concrete was used for its raw and unpretentious honesty and structural integrity. 

This new architecture constituted a forceful rejection of preceding political, social and economic thinking. The buildings symbolize the optimism of high modernism. Moreover, they might also be viewed as an affi rmation of mankind’s ability to create, improve and reshape the world via practical experimentation, scientific and technical knowledge and human cooperation.

Gary Farrelly, embroidery
Today, the progress orientated stance and towering utopic mission of post-war modernism is subject to much criticism. The remnants of the defunct modernist project are ever present in the form of neglected edifices that prevail upon our cities and towns. Without a living transformative ideological project to substantiate their presence it is not clear what our responsibility towards the buildings and the ideas they represent should be.
Some of the artists have a very emotional / euphoric relationship with architecture. They adopt a care-taking posture casting themselves as faithful guardians of modernism's legacy. Others take a cynical stance and consciously disavow the naivety and idealism of post-war archi-tecture. And there are those who stake out nuanced, idiosyncratic positions between these two poles. However, in the work of all participating artists in-depth research plays an eminent role. 

The city of Dallas, with all its skyscrapers, elevated roadways, hub airports and subterranean tunnels serves as the ideal venue for this exhibition. 

Text: Gary Farrelly

"A hard place" is made possible with the support of the following contributors:
Berlin Senate Department for Culture and Europe, The Goethe Institute, UTD, CentralTrak, 500X, Laura Mars Gallery, RO2 Art, Lorenzo Hotel, Cunningham Architects, and Print Peppermint 


Julia Zinnbauer: filmstill of the shortfilm "STEADY SMILE MOVE", 2017

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