MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Posts mit dem Label Beton werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beton werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 28. Januar 2026

Bjart Mohr's townhall in Fagernes/Norway and my partcipation in FLYKTIG/FUGITIVE in August 2025

 

Julia Zinnbauer, Flyktig Fugitive, Fagernes,Bjart Mohr, Odd Tandberg Costume

FLYKTIG/FUGITIVE is an ephemeral performance art project happening in Valdres, Norway every August, curated by Anne-Marte Før and Gary Farrelly.

Thanks to the the very glamorous invitation to be part of the 2025 edition, I did not only incounter the architecture of Bjart Mohr in Fagernes, but I also got to know Odd Tandberg's incredibly subtle relief in the Fagernes Kulturhuis. Mohr's townhall, inaugurated in 1979, and his Kulturhuis are linked by an elegantly floating canopy. 

As soon as you enter the Kulturhus you are being guided by a curved corridor down to a lower level where you can find the local library and the cinema. For this elegantly shaped wall, the sculptor Odd Tandberg created a relief made of concrete that deals with very different surfaces and a system of dynamic lines. Moreover, the abstract shapes of Tandberg's relief feature very different surfaces - between very soft and rather rough – and they inspred me to create a costume for the lecture performance I gave at the end of the project. In this context I projected my video about the architectural ensemble directly on the exposed aggregate concrete, which was a rhar exciting experience.

2025 participating artists were Bendik Bendik, Sissel M. Bergh, Lou Cocody-Valentino, Gary Farrelly, Anne-Marte Før, Gilles Hellemans and Julia Zinnbauer.


Julia Zinnbauer, Bjart Mohr, Odd Tandberg, Fagernes, Flyktig Fugitive


Sonntag, 17. April 2022

Einladung zur Veröffentlichung der Seite BÖHMBAUTEN.de des BDA Köln in der St. Anna Kirche


Vortrag von Julia Zinnbauer über Gottfried Böhm, BDA Köln

 
Am kommenden Donnerstag, dem 19. Mai, schaltet der BDA Köln seine neue Internetseite BÖHMBAUTEN.de frei. In diesem Rahmen werde ich einen der Vorträge halten und lade Euch ganz herzlich zu der Veranstaltung in Köln ein.

19. Mai 2022, 19:00, Kirche St. Anna, Schadowstraße 36, 50823 Köln


Die Website BÖHMBAUTEN.de ist dem Lebenswerk Gottfried Böhms (* 23. Januar 1920 in Offenbach am Main; † 9. Juni 2021 in Köln) gewidmet, dem herausragenden Kölner Architekten, international anerkannt, vielfach ausgezeichnet und erster deutscher Pritzkerpreisträger.

Der BDA Köln um Anmeldung sowohl zur Abendveranstaltung am 19. Mai um 19:00 Uhr als auch zur Fahrradtour am 20. Mai um 15:00 Uhr unter: info@bda-koeln.de

Livestream: https://youtu.be/ELrScybpNI4

Dienstag, 12. April 2022

Das Rathauscenter in Ludwigshafen von Ernst van Dorp

 

Julia Zinnbauer, Razhauscenter Ludwigshafen, Ernst van Dorp

 

Ausgehend vom geplanten Abriss des von Ernst van Dorp entworfenen Rathauscenters in Ludwigshafen setze ich mich seit Jahresbeginn mit dem Werk des Bonner Architekten auseinander und arbeite an einen Film darüber. Das Rathauscenter will ich so in seiner kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Relevanz zeigen.

Am BASF-Standort Ludwigshafen wurde 1979 das Rathauscenter eröffnet, ein Komplex, der die (auch kulturelle) Infrastruktur eines ganzen Stadtteils beinhaltete und von dessen Parkhaus aus man direkt auf eine Brücke über den Rhein nach Mannheim gelangte. Van Dorp studierte bei Egon Eiermann in Karlsruhe und bei bei Walter Gropius in den USA. In Bonn schuf er Regierungsgebäude und Schulen, in Rio die Deutsche Botschaft.

Der Abriss des Rathauscenters ist in mehrerlei Hinsicht zu kritisieren - bezogen auf die Bürger und deren Verlust des beliebten Gebäudes, auf dessen architektonische Qualität und auf die Verschwendung (grauer) Energie in Zeiten des Klimawandels.

Der letzte Mieter im verlassenen Gebäude ist der Schuster Advar Tolu, der durch seine Weigerung, auszuziehen seit Monaten den Abriss verhindert. Mehrfahch habe ich ihn und seine Kunden interviewt. Seinen Widerstand dokumentiere ich fortlaufend. 

  

Montag, 20. September 2021

Reading in Berkshire – Düsseldorfs englische Partnerstadt und ihr modernes Stadtzentrum von Robert Matthew Johnson-Marshall


Das Radschläger-Monument, das der Städtepartnerschaft zwischen Reading und Düsseldorf gewidmet ist, mit dem Magistrates Court von Rober Matthew Johnson-Marshall im Hintergrund
 

Die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Reading und Düsseldorf


Die Stadt Reading, die zwischen London und Oxford an der Themse liegt, ist vor allem für „beer, bricks, bulbs (in diesem Fall Blumenzwiebeln) und biscuits“ bekannt. Neben einer alten Abtei, die von Heinrich VIII. zerstört wurde, befindet sich dort zudem das Gefängnis, in dem Oscar Wilde die Jahre 1895 bis 1897 verbringen musste. Reading ist die Hauptstadt der Grafschaft Berkshire und liegt ca. 45 km westlich von London.

Die Freundschaft zwischen Reading und Düsseldorf begann unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als Düsseldorf von Groß Britannien besetzt war. Die Briten waren es auch, die Nordrhein-Westfalen gründeten und das 75. Jubiläum der Gründung des Bundeslandes wurde im Jar 2021 ausgiebig in Düsseldorf gefeiert. Unser Projekt schließt sowohl zeitlich als auch inhaltlich an das Jubiläum an.

Durch das Royal Berkshire Regiment, das nach dem Krieg in Düsseldorf stationiert war, erfuhr Phoebe Cusden, die damalige Bürgermeisterin Readings, von den notleidenden Bewohnern des zerbombten Düsseldorfs und lud zunächst einmal einige Kinder nach Reading ein.

Aus dieser ersten Einladung entwickelte sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden Städten, die bis heute andauert und sich über ganz unterschiedliche Bereiche erstreckt, vom Schüler- und Studentenaustausch über Kunst, Literatur, Kirche und Sport hinweg. Die Reading Düsseldorf Association unterstützt seit Jahrzehnten zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft. 

 

Der Düsseldorf Way entlng der Broadstreet Mall auf das HEXAGON zuführend, im Vordergrund der der Städtepartnerschaft mit dem irischen Clonmel gewidmete Weg; Reading im Sommer 2021








 

Montag, 5. August 2019

FLYOVER - Ein Interview über meine Ausstellung im Stadtmuseum in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf



„FLYOVER“ im Stadtmuseum Düsseldorf: Künstlerin Julia Zinnbauer zeigt in ihrer Ausstellung, wie sich hiesige Architekten nach dem Zweiten Weltkrieg von kalifornischen Baumeistern inspirieren ließen.



Bereits am 29. Juli erschien in der Westdeutschen Zeitung Düsseldorf ein Interview mit mir, in dem ich über meine Ausstellung berichte, die seit dem 3. August im Stadtmuseum Düsseldorf zu sehehen ist. Vielen herzlichen Dank an den Kulturredakteur Herrn Thomas Frank für die Möglichkeit, so umfassend auf seine Frangen eingehen zu können.



Frau Zinnbauer, als es nach dem Zweiten Weltkrieg darum ging, Düsseldorf wiederaufzubauen, flogen Architekten wie Paul Schneider-Esleben oder Walter Brune nach New York, Chicago oder Los Angeles, um sich dort anregen zu lassen. Was trieb sie in die Vereinigten Staaten?

Durch den Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Entwicklung der Moderne in Deutschland, die bereits so weit fortgeschritten war, unterbrochen und das Land war jahrelang kulturell isoliert. Nach der Schließung des Bauhauses in Dessau (1932) und in Berlin (1933) wanderten Architekten wie Mies van der Rohe und Walter Gropius nach Amerika aus, setzten ihre Arbeit und ihre Lehrtätigkeit u.a. in Chicago und Havard/Cambridge fort und verfeinerten dort in den folgenden Jahren ihre Ideen. Diese Konzentration des architektonischen Fortschritts in den Vereinigten Staaten veranlasste nach dem Krieg zahlreiche junge deutsche Architekten, nach Amerika zu reisen, um etwas über modernes Bauen zu lernen. Auf diese Weise gelang es ihnen aber auch, einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. 

Walter Brune ist einer dieser Architekten, die immer wieder nach Amerika reisten und so die Bauhaus-Architekten dort kennen lernte. Über Jahre hinweg arbeitete er dann eng mit Marcel Breuer zusammen. Die Begesiterung, mit der Düsseldorfer Architekt heute noch vom Bauhaus spricht zeigt, wie sehr er von den Idealen der Moderne durchdrungen ist.Tatsächlich wurden aber auch ganze Architekten-Bildungsreisen organisiert, wie z.B. durch die Deutsche Aluminiumzentrale. Auf diese Weise gelangte z.B. die Idee der Vorhangfassade nach Deutschland. 

Eine große Rolle spielten zu dieser Zeit auch amerikanische Fachzeitschriften, sowohl in der Kunst als auch in der Architektur und auch Bauherren informierten sich auf diese Weise. Der junge Walter Brune las damals amerikanische Architekturzeitschriften und wandte sein so erworbenes Wissen über modernes, funktinoales Bauen beim Entwurf der Zeche Prosper Haniel in Essen an, die ein großer Erfolg wurde. Daraufhin flog er zu ersten Mal nach Amerika, um sich die Architektur vor Ort anzuschauen und lernte in Kalifornien Richard Neutra kennen.

In dem Bungalow, den er schon zu Beginn der 50er Jahre in Düsseldorf für sich selbst baute, vereinen sich seine eigenen Ideen mit seiner Begeisterung für das Bauhaus und den Erfahrungen, die er mit der Architektur des „Mid-Century-Modernism“ in Kalifornien gemacht hat. Zudem ist das Gebäude ein ganz frühes Beispiel für ein Wohnhaus mit Flachem Dach in der Nachkriegszeit.

Pierre Koenig: Stahl House, Los Angeles 1959 (Foto: Julia Zinnbauer 2009)


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Düsseldorf - The Dallas of Germany. A Radiobroadcast by the O.J.A.I. and Julia Zinnbauer for Radio KUZU 92,9 FM in Denton and Dallas, Texas




For the December-issue of the O.J.A.I. for Radio KUZU 92,9 FM in Dallas/Denton, Texas I wrote and recorded a feature about the achitectural relations between the cities of Düsseldorf and Dallas. More information about our radiobroadcast for Reid Robinson's and Mark Ridlens's radioshow named "Sonic Assembly" can be found here: Link.



Düsseldorf - The Dallas of Germany

Hello Mrs. Dreier, hello Mr. Farrelly, hello Dallas, Denton, Fort Worth and Grand Prairie,

it's a great pleasure for me to be on your show tonight and to imagine that my words are being transmitted into the dark sky above the glittering skyscrapers of Texas makes me really glad. You ask me about the architectural relation between the cities of Dallas and Düsseldorf, the German town where I have been living and working for several years.

Brutalism
Dallas City Hall by I.M.Pei and Downtown Dallas
As an explanation for our listeners I have to add that it was you, Mr. Farrelly, who invited me to take part in the groupshow named „A hard Place“ that was to be seen at 500x Gallery in Dallas not long ago. The exhibition dealt with the way a group of mainly European artists approach postwar modernist architecture. Right from the beginning I felt that one of my short films I had shot in some very futuristic underground stations in Düsseldorf would somehow fit into the urban setting of Dallas. Later on it turned out that I was not wrong. I must say that my week in Dallas definitely broadened my architectural horizon as it is completely different to cities like Chicago or Los Angeles.

At a first glance the question about parallels between Dallas, which is a relatively new city, and Düsseldorf, which was founded more than 700 years ago in the West of Germany, in a cool and humid area close to the river Rhine, might be surprising. Nevertheless there are several reasons for comparing the two cities.

Due to the TV show named after the Texan city, the term "Dallas" evokes similar associations all over the world. It's all about money, oil, glamour, intrigues – and it is about architecture. In the first moment of the opening credits you can see a motorway bridge leading towards a cluster of modern skyscrapers. A pan shot – the glazed city is sparkling in the Texan heat, then a camera flight over the Reunion Tower and the blue, shimmering Hyatt Hotel, than another pan shot over the cristalline fassades of the glittering city, taken from a helikopter. This is the beginning of an epic story that finally turned the city of Dallas into an exciting place of longing, also for the European audience. 
 

Samstag, 2. Dezember 2017

Sonic Assembly: The O.J.A.I. and Julia Zinnbauer on Radio KUZU 92,9 FM in Dallas, Texas

Düsseldorf - Das Dallas Deutschlands. Über die architektonischen Zusammenhänge zweier Städte



Dallas, Texas, architecture
 Die J. Erik Jonsson Central Library in Dallas, Texas (links) und das Dallas Main Center (hinten im Bild)

Im August des Jahres war ich mit Chris Dreier und Gary Farrelly und ihrem „Office for Joint Administrative Intelligence“ - kurz O.J.A.I. - in Dallas/Texas, wo wir zusammen mit einigen anderen Künstlern in der Ausstellung „A hard Place“ unsere Auseinandersetzung mit der Architektur der Nachkriegsmoderne präsentiert haben. Seitdem trägt das O.J.A.I. regelmäßig zu der Sendung „Sonic Assembley“ bei, die Ried Robinson bei Radio KUZU 92,9 FM in Dallas moderiert. Für die kommende Sendung habe ich einen Beitrag über die architektonischen Zusammenhänge zwischen Dallas und Düsseldorf geschrieben und aufgenommen. Am 3. Dezember wird die Sendung „Sonic Assembly“ ab 22 Uhr Dallas Ortszeit über den Sendemast in den Äther geschickt sowie ins Inernet gestreamt, d.h., daß unser Beitrag in Düsseldorf, Berlin und Brüssel am Montag ab 5 Uhr morgens zu hören sein wird, sowie in kürze auf meinem Blog.

Weitere Informationen zu Sendezeiten und Inhalten gibt es hier:
 
http://www.kuzu.fm/programs/2017/8/20/sonic-assembly

www.chrisdreier.de


Samstag, 23. September 2017

A hard Place - An exhibition addressing and responding to post-war modernist architecture at 500x Gallery in Dallas, Texas



art, architecture, Brutalism, Dallas
Ausstellungsansicht: links: O.J.A.I World Headquaters von ScAle Architects; Mitte links: "STEADY SMILE MOVE", ein Film von Julia Zinnbauer; Mitte rechts: "Brussels AXA Building", Fotografie von Chris Dreier; rechts: "Seek Zeros" Kurzfilm von Oisin Byrne

 
Dallas. Der Name der texanischen Stadt erzeugt dank der nach ihr benannten Fernsehserie überall auf der Welt ähnliche Assoziationen. Es geht um Geld, um Öl, um Glamour, um Intrigen - und es geht um Architektur. In der ersten Einstellung des Vorspanns sieht man eine Autobahnbrücke, die auf ein Konglomerat moderner Hochhäuser zuführt, umgeben von einer kargen Landschaft. Ein Schwenk - die verglaste Stadt funkelt in der texanischen Hitze, dann ein Kameraflug über den Reunion Tower und das blau schillernde Hyatt Hotel, ein weiterer Helikopterschwenk über die kristallin glitzernde Innenstadt. Damit beginnt das Epos, das sich von 1978 an über dreizehn Jahre hinweg erstrecken und die Stadt zu einem aufregenden Sehnsuchtsort machen sollte, vor allem für das europäische Publikum. Die wenigsten Europäer waren allerdings jemals wirklich dort und viele halten die Stadt nach wie vor für einen Mythos.

art, architecture, brutalism, Dallas
Links: Gary Farrelly: "Malaysia Parliament Building"; vorne: Matias Bechtold: "Jaki Tower"; an der Rückwand links: Dirk Krecker: Schreibmaschinen-Arbeiten; Mitte Chris Dreier: "Drei Grazien"; rechts: ScAle Architects




























Um so mehr muss man Gary Farrelly, dem Kurator der Ausstellung mit dem Titel „A hard Place“ (Link), für seine Idee danken, genau hier, in Dallas, eine Ausstellung zu zeigen, die von der Auseinandersetzung einer Gruppe europäischer Künstler mit der Architektur der Nachkriegszeit handelt. Thematisch setzt „A hard Place“ in der 500x Gallery (Link) eine Reihe von Ausstellungen fort, die im Jahr 2016 mit „Heimatplan“ in Wuppertal (Link), „Neue Heimat“ in Berlin (Link) und „Ultramoderne“ in Bregenz (Link) ihren Ausgang genommen hat. Zusammen mit der berliner Galeristin Gundula Schmitz hat der irische Künstler Farrelly ein Programm an Arbeiten zusammengestellt, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Architektur der 50er- bis 70erjahre zeigt und sich auf das Lebensgefühl und die Ideale beziehen, die in dieser Zeit herrschten.


 
art, architecture, Brutalism, Dallas
Links: Dirk Krecker: "Hot Newcomer's Club", "Eisen, Zink, Gold, Aluminium", "Subsistenzökonomie"; rechts: Matias Bechtold: "Jaki Tower"




























Dienstag, 22. August 2017

A hard Place - The Opening of our Exhibition at 500x Gallery in Dallas, Texas

A hard Place, Dallas, Texas; 500x Gallery
The European congregation at the opening of "A hard Place" in front of a work by ScAle Architects



























Last Saturday our group of European artists and curators had the great pleasure to celebrate the opening of our exhibition named „A hard Place“ (Link) at 500x Gallery (Link) in Dallas Texas. It was an incredible evening and after so many months of planning, writing, organising and last but not least producing our pieces of art, we were so glad about talking to our guests and receiving so many positive comments.

To all the many visitors who found their way to 500x Gallery: thank you so much for joining us in this wonderful occasion!

"A hard place" is an exhibition of international artists addressing and responding to Brutalist Architecture; a dominant post war architectural movement embodying concepts of utilitarianism and Utopian aspiration. Curated by Gundula Schmitz (Laura Mars Gallery) and Gary Farrelly.


Contributing Artists: Matias Bechtold (DE), Oisin Byrne (IRE/UK), Laure Catugier (DE/FR), Cunningham Architects (TX), Chris Dreier (DE), EVOL (DE), Gary Farrelly (IRE/BE), Dirk Krecker (DE), Pádraic E. Moore (IRE/BE), ScAle Architects (IT), Tannhäuser Tor: Alekos Hofstetter (DE) + Florian Göpfert (DE), Christine Weber (DE), Julia Zinnbauer (DE).

When: August 19 - September 24, 2017.
Opening reception Friday, August 19. 7-10 pm
Where: 500X Gallery, 500 Exposition Ave. Dallas TX 75226, U.S.A.

More Details and photos will be published soon!



A hard Place at 500x Gallery Dallas, Texas
Julia Zinnbauer: The "Dress for the car-friendly city" and the corresponding collage

Dienstag, 8. August 2017

a hard place - Invitation to our exhibition at 500x Gallery in Dallas, Texas


Photo: Chris Dreier, Berlin


"A hard place" is an exhibition of international artists addressing and responding to Brutalist Architecture; a dominant post war architectural movement embodying concepts of utilitarianism and Utopian aspiration. Curated by Gundula Schmitz (Laura Mars Gallery) and Gary Farrelly. 

Contributing Artists:
Matias Bechtold (DE), Oisin Byrne (IRE/UK), Laure Catugier (DE/FR), Cunningham Architects (TX), Chris Dreier (DE), EVOL (DE), Gary Farrelly (IRE/BE), Dirk Krecker (DE), Pádraic E. Moore (IRE/BE), ScAle Architects (IT), Tannhäuser Tor: Alekos Hofstetter (DE) + Florian Göpfert (DE), Christine Weber (DE), Julia Zinnbauer (DE).

When: August 19 -– September 24, 2017. 
Opening reception Friday, August 19. 7-10 pm 
Where: 500X Gallery, 500 Exposition Ave. Dallas TX 75226, U.S.A.


"A hard place" brings together work by artists and architects from Germany, Ireland, France and Italy as well as a piece by Dallas’s Cunningham Architects produced especially for the show. A unifying concern in the work is the legacy of post-war modernist architecture. The artists of a hard place employ highly divergent strategies across a wide variety of media to explore the theme. The exhibition includes video art, photography, drawing, painting, textiles, sculpture, sound recordings and the written word. 

In post WWII Europe new civic infrastructure such as housing, factories and administrative facilities had to be erected on an unprecedented scale. Commonly known as Brutalism, the style that emerged was characterized by repeated modular elements articulated and grouped together into a stark, unified whole. Cast concrete was used for its raw and unpretentious honesty and structural integrity. 

This new architecture constituted a forceful rejection of preceding political, social and economic thinking. The buildings symbolize the optimism of high modernism. Moreover, they might also be viewed as an affi rmation of mankind’s ability to create, improve and reshape the world via practical experimentation, scientific and technical knowledge and human cooperation.

Gary Farrelly, embroidery
Today, the progress orientated stance and towering utopic mission of post-war modernism is subject to much criticism. The remnants of the defunct modernist project are ever present in the form of neglected edifices that prevail upon our cities and towns. Without a living transformative ideological project to substantiate their presence it is not clear what our responsibility towards the buildings and the ideas they represent should be.
Some of the artists have a very emotional / euphoric relationship with architecture. They adopt a care-taking posture casting themselves as faithful guardians of modernism's legacy. Others take a cynical stance and consciously disavow the naivety and idealism of post-war archi-tecture. And there are those who stake out nuanced, idiosyncratic positions between these two poles. However, in the work of all participating artists in-depth research plays an eminent role. 

The city of Dallas, with all its skyscrapers, elevated roadways, hub airports and subterranean tunnels serves as the ideal venue for this exhibition. 

Text: Gary Farrelly

"A hard place" is made possible with the support of the following contributors:
Berlin Senate Department for Culture and Europe, The Goethe Institute, UTD, CentralTrak, 500X, Laura Mars Gallery, RO2 Art, Lorenzo Hotel, Cunningham Architects, and Print Peppermint 


Julia Zinnbauer: filmstill of the shortfilm "STEADY SMILE MOVE", 2017

Montag, 7. August 2017

Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW macht mit seinem Online-Archiv das Wissen und die Erfahrung aus unzähligen Ausstellungen zugänglich





Seit Jahren gelingt es dem M:AI, dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, das allgemeine Bewustsein für Architektur zu erweitern und zu stärken, und das weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus. Dabei spielen immer auch die Gebäude selbst eine große Rolle, in denen die Ausstellungen stattfinden, da das Museum ganz im Sinne der Moderne mobil ist und in ganz unterschiedlichen, sorgsam ausgewählten Häusern Station macht.

Ganz dem Form-follows-Function-Gedanken entsprechend, sind die jeweiligen Ausstellungen so konzipiert, dass man sie auf Reisen schicken kann, wie die modularen Würfel-Elemente der Ausstellung über Paul Schneider von Esleben im Jahr 2015 (Link).

Im dem eigens für die Ausstellung herausgegebenen Magazin stand damals auch ein Bericht über mich und meine Sicht auf Mode und Architektur (Link). Ganz besonders freue ich mich nun darüber, dass das Team des M:AI nun bei Launch des Online-Archivs eigens darauf hinweist.

Das M:AI teilt darüber hinaus folgendes mit:


Freitag, 3. Februar 2017

we play architecture - Zwei meiner Kurzfilme sind bei www.architekturclips.de erschienen

Kurzfilme über Architektur von Julia Zinnbauer


Im Jahr 2007 begann der Architekt und Filmemacher Fred Plassmann (Link), auf seiner Seite www.architekturclips.de eine Sammlung von Architekturfilmen anzulegen, die heute eine riesige Anzahl von Dokumentationen und Kunstfilmen umfasst. Dass ich dort nun seit kurzem mit meinen Kurzfilmen Dimmi dove vanno (Link) und surveillance souterraine (Link) vertreten bin, freut mich sehr.



Sonntag, 29. Januar 2017

Das Kleid für die autogerechte Stadt

Über Mode, Architektur und Automobilismus


Mode, Automobil, Architektur


Das "Kleid für die Autogerechte Stadt" war im vergangenen Jahr bei verschiedenen Ausstellungen zu sehen, wie z.B. bei "Heimatplan" (Link / Link) in der Galerie GRÖLLE pass:projects in Wuppertal (Link) und im Rahmen des Projekts "Neue Heimat" in der galerie weisser elefant in Berlin (Link). Das Konzept, das dem Kleid als Bindeglied zwischen Architektur, Mode und Bewegung zugrunde liegt, habe ich im Folgenden einmal zusammengefasst, denn gerade in diesem Kleid fließen all meine meine Überlegungen und Experimente aus den vorangegangenen Filmprojekten, Kostümen, entworfenen Schnittmustern, Recherchen, Architektur- exkursionen und Texten in einem Objekt zusammen.

Architektur und Mode
Die Bewegung ist eines der Elemente, die eine Verbindung zwischen Kleidung und Architektur darstellen. Durch ein Gebäude muss man sich erst einmal hindurch bewegen, um es in seiner Gesamtheit verstehen zu können. Die Architektur verführt den Betrachter durch ihre Formen und Materialien dazu, sich in Bewegung zu setzen und zieht ihn auf diese Weise Schritt für Schritt in ihren Bann. Ähnlich verhält es sich mit Kleidung. Sie muss in der Bewegung funktionieren, verleitet den Träger aber auch durch ihre Proportionen, Volumina, Materialien und Formen, sich auf die eine oder die ganz andere Art und Weise zu bewegen, sich zu halten und sich zu positionieren.

In meinen Arbeiten begebe ich mich immer wieder auf die Suche nach den Zusammenhängen zwischen den verschiedenen Kunstformen, sei es in der Mode, der Literatur, der Architektur oder der Bildhauerei. Bewegungen lassen sich in Rhythmen übersetzen und somit auch in Proportionen, ganz unabhängig vom jeweiligen Material. Ein ideales Medium, um eine Verbindung zwischen verschiedenen Kunstformen herzustellen, ist der Film. In meinem Video mit dem Titel „surveillance souterraine“ (2014, Link) war es beispielsweise mein Ziel, die Linien und Proportionen dreier U-Bahnhöfe in Bewegungen umzusetzen und darüber hinaus Kostüme zu entwerfen, die den Materialien und Proportionen der Gebäude entsprechen.

Mode, Automobil, Architektur
Die Autogerechte Stadt
Seit dem 20. Jahrhundert spielt im Verhältnis zwischen Architektur und Bewegung noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: das Automobil. Städte breiteten sich seit dem frühen 20. Jahrhundert parallel zu der immer schneller wachsenden Anzahl von Automobilen zu riesigen bebauten Flächen aus, wie beispielsweise Los Angeles, oder wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in sogenannte autogerechte Städte umgebaut - mit breiten Durchgangsstraßen und neu angelegten Wohngebieten an der Peripherie. Eine dieser Trabantenstädte ist das Märkische Viertel in Berlin (Link), das in den Sechzigerjahren u. a. von Georg Heinrichs geplant wurde. Wer hier kein Auto hat, dem fällt es schwer, in den speziellen Genuss der modernen Großstadt zu gelangen.


Mittwoch, 1. Juni 2016

NEUE HEIMAT in der galerie weisser elefant - Noch bis Samstag!





Eine Ausstellung zur Wirkungsmacht der nachkriegsmodernen Architektur auf die zeitgenössische Kunst mit Werken von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth, Julia Zinnbauer, kuratiert von Alekos Hofstetter.

galerie weisser elefant
Bezirksamt Mitte von Berlin Fachbereich Kunst & Kultur
Auguststraße 21
10117 Berlin
Tel. (030) 28 88 44 54
www.galerieweisserelefant.de
30. 4. - 4. 6. 2016
Di. - Fr.: 11 - 19 Uhr, Sa.: 13 - 19 Uhr 

Samstag, 14. Mai 2016

NEUE HEIMAT. Eine Ausstellung zur Wirkungsmacht der nachkriegsmodernen Architektur auf die zeitgenössische Kunst

Mit Werken von 
Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer, kuratiert von Alekos Hofstetter

Text: Alekos Hofstetter
Fotos: Julia Zinnbauer


Links: Laure Catugier, Mitte und an der Wand: Julia Zinnbauer - Das Kleid für die autogerechte Stadt


























galerie weisser elefant
Bezirksamt Mitte von Berlin Fachbereich Kunst & Kultur
Auguststraße 21
10117 Berlin
Tel. (030) 28 88 44 54
www.galerieweisserelefant.de
30. 4. - 4. 6. 2016
Di. - Fr.: 11 - 19 Uhr, Sa.: 13 - 19 Uhr




Avantgardistisch, komfortabel oder auch nur trist? Die Architektur der Nachkriegsmoderne ruft mit ihrer modernen Formensprache die unterschiedlichsten Gefühle und Meinungen hervor. In den kontroversen Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Innenstädte und den Debatten um Alt- und Neubauten, dem Prozess der Gentrifizierung, wie um niedrige Mieten in Bauten der sechziger und siebziger Jahre, spielen die architektonische Bedeutung und die baugeschichtliche Herkunft der Gebäude der Nachkriegs-Moderne meist keine Rolle. Umbau oder Abriss – die Veränderung der alten Bausubstanz ist nicht nur in Berlin im vollen Gange. Am Ausgangspunkt des Projektes NEUE HEIMAT stehen die beiden Fragen: von welcher Moderne sprechen wir eigentlich? Und wie fern ist uns die Moderne heute? Die Ausstellung zeigt Werke, welche neue Bezüge aufbauen zu den gesellschaftlichen Utopien, die zur Grundlage der Architektur der Moderne wurden und beleuchtet somit die unterschiedlichen Phasen des Umgangs mit diesem architektonischen Erbe in einem anderen Licht. Ist es heute möglich, durch eine Re-Konstruktion eines utopischen Kontextes, die Distanz, die unsere Gesellschaft zur Architektur der Moderne unterhält, nicht nur sichtbar zu machen sondern gleichzeitig, für eine "Aneignung" dieser Architektur der Nachkriegs-Moderne für die Gegenwart zu sorgen und sie zu einer „neuen Heimat“ zu machen? (A. Hofstetter, 2016)


Matias Bechtold


Freitag, 13. Mai 2016

NEUE HEIMAT in der galerie weißer elefant, Berlin - Die Vernissage


Chris Dreier, Evol, Gary Farrelly, Laure Catugier, Julia Zinnbauer
V. l. n. r.: EVOL, Laure Catugier, Matias Bechtold, Chris Dreier, Alekos Hofstetter, Gary Farrelly, Julia Zinnbauer (Foto: Valerie Oleynik)


Die Ausstellung NEUE HEIMAT handelt von der außergewöhnlichen Wirkung, die die Architektur der Nachkriegsmoderne auf die zeitgenössische Kunst ausübt und ist zurzeit in der galerie weißer elefant (Link) in Berlin zu sehen. Zehn Künstlerinnen und Künstler zeigen dort ihre ganz unterschiedliche Auseinandersetzung mit den Gebäuden und den städtebaulichen Ideen der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, kuratiert von Alekos Hofstetter, der ebenfalls mit einigen Arbeiten vertreten ist. 

Unter dem Namen „Tannhäuser Tor“ (Link) erforscht Alekos Hofstetter zusammen mit Florian Göpfert die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen und dem Entstehen und Vergehen des Begriffs der Moderne. Fasziniert von der Zeichenhaftigkeit und der weltweiten Verbreitung der Architektur der Nachkriegsmoderne schaffen die beiden Künstler zusammen Grafiken, Malereien und Wandarbeiten, die diese großen Zusammenhänge zum Thema haben. Dieser Geist der Moderne, der hinter den Arbeiten von Tannhäuser Tor steht, liegt natürlich auch dem Konzept des Projekts NEUE HEIMAT zu Grunde.



Vor den Fotografien im Hof der Galerie: Julia Zinnbauer, Laure Catugier und Kurator Alekos Hofstetter (Foto: J. Grölle)

Die Eröffnung der Ausstellung fand während des Gallery Weekends in der galerie weißer elefant statt, und so flanierten hunderte von kunstwilligen Besuchern die Auguststraße in der Nähe des Tacheles entlang. Stehen blieben sie allerdings alle an dem Stromkasten, der sich vor dem weißen elefanten befindet und den EVOL (Link) am Vortag der Eröffnung in einen seiner typischen Plattenbauten verwandelt hatte, und fanden dann ihren Weg in die Ausstellung NEUE HEIMAT. Mehr von EVOLS Auseinandersetzung mit dem modularen Bauen ist dort noch bis zum 4. Juni 2016 zu sehen, zusammen mit Arbeiten von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer.

Um all der verschiedenen Herangehensweisen gerecht zu werden, bedarf es eines weiteren, umfassenderen Berichts. Hier nun erst einmal einige Eindrücke der Vernissage, mit der die Ausstellung am 30. April 2016 eröffnet wurde.

Darüber hinaus referiert am 21. Mai Lukas Feireiss in den Räumlichkeiten der Galerie über das Thema „Architektur und Stadt als Gegenstand der zeitgenössischen Kunst“, gefolgt von einer Katalogpräsentation von Matias Bechtold und einer Industrial-Performance von Chris Dreier und Gary Farrelly. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich hier: Link.



Carsten Nicolai: pt. 02' (Video, 2012)



Links: Julia Zinnbauer - Das Kleid für die autogerechte Stadt