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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Dienstag, 26. August 2014

OFFener OFFraum: Der Offraum-Freitag zu den Kunstpunkten in Düsseldorf - onomato / WP8

"surveillance souterraine" im onomato, Birkenstraße

Am letzten Freitag fand, wie hier angekündigt (Link), der OFFene OFF-Raum-Freitag in Düsseldorf statt, als Auftakt zu den alljährlich wiederkehrenden Kunstpunkten. Somit waren an diesem Wochenende nicht nur unzählige offene Ateliers zu besuchen, sondern auch diverse Off-Räume, also die Orte, an denen abseits vom kommerziellen und offiziellen Kunstgeschehen diejenigen Künstler ihre Arbeiten zeigen, die tagtäglich in Düsseldorf an vorderster Front kämpfen.

Der onomato-Verein für Video- und Klangkunst zeigte einen Querschnitt durch die Stipendiaten-Arbeiten der vergangenen fünf Jahre und so konnte ich meinen Kurzfilm „surveillance souterraine“ noch einmal einlegen. Auf die Fensterscheibe zur  Birkenstraße hin projiziert, mischten sich die hin- und herlaufenden Filmfiguren mit den Passanten. Bei der Ausstellung mit dabei waren natürlich auch die Arbeiten meiner Co-Stipendiaten, u.a. von Fenja Braster, Marie-Liane Moersch, Ted Green, Friedrich Ludmann, Annebarbe Kau, Josef Schulz etc.

WP8, Kölner Straße


onomato. Projektion: "Schattenerbe" von Marie Liane Moersch
onomato

Einen ganz anderen Querschnitt präsentierte zur gleichen Zeit das WP8 (Link) gar nicht weit entfernt am Worringer Platz. Als Appetithäppchen auf die Kunstpunkte wurde dort vorrangig Malerei gezeigt und ich habe mich wirklich gefreut, ein paar Stills aus meinem Kurzfilm dazwischen deponieren zu dürfen. 

WP8: "Appetithäppchen" von Gesine Kikol

Mit dem WP8 lugt ein ganz kleines Stückchen Oberbilk unter der breiten Eisenbahnbrücke hindurch in die nördliche Hälfte der Stadt. Die Eisenbahnlinie ist es nämlich, die ähnlich wie der Rhein, die Stadt nicht nur räumlich, sondern auch ideell zerteilt. Alles, was südlich der breiten Bahnlinien liegt, gilt als ein wenig verwegener als der Rest der Stadt. Und verwegen wirkt das WP8 in jedem Fall. Nicht umsonst hat vor einigen Jahren Julia Stoschek direkt im Nachbargebäude, in einem ehemaligen Schönheitssalon mit dem Venus&Apoll für eine Weile ihren eigenen Off-Raum als Ergänzung zu ihrer Sammlung in Oberkassel etabliert.

Genau genommen liegt das WP8 gar nicht am Worringer Platz, sondern auf der Kölner Straße. Das ist eine der wenigen Straßen, die durch die gesamte Stadt verlaufen und dabei ihren Namen behalten, genau so wie die Straßen in Los Angeles. Ich muss wohl nicht sagen, dass es meine Heimat-Straße ist, auf der das WP8 liegt und die brachiale Einfahrt nach Oberbilk markiert und ich somit besonders froh bin, mit dabei gewesen zu sein.