MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

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Samstag, 10. August 2019

FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf - Die Eröffnung

Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf



Flyover, Stadmuseum Düsseldorf, Julia Zinnbauer








 
Am Samstag, dem 3. August 2019 wurde mein Ausstellung "FLYOVER - Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf" Im Stadtmuseum Düsseldorf eröffnet. Ich bedanke mich bei allen, die durch ihre Begeisterung, ihr Interesse und ihre Unterstzung dazu beigetragen haben, dass das ein absolut unvergesslicher, schöner, feierlicher Abend war.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. September 2019 zu sehen. Am 8. September, dem Tag des Offenen Denkmals, werde ich um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung machen und zur Finissage der Ausstellung am Sonntag, dem 15. September, 11.30 Uhr, spricht Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil zum Thema: „Re - education durch Architektur. Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - Stahlskelettbau und Charaktermasken“.



Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170
www.duesseldorf.de/stadtmuseum




Flyover, Stadmuseum Düsseldorf, Julia Zinnbauer



Montag, 22. Juli 2019

Julia Zinnbauer – FLYOVER. Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf

Einladung zur Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Düsseldorf 

 

Flyover, Stadmuseum Düsseldorf, Julia Zinnbauer





















Ganz herzlich möchte ich Euch zu meiner Ausstellung FLYOVER im Stadtmuseum Düsseldorf einladen. Ich würde mich sehr freuen, Euch bei der Vernissage am Samstag, dem 3. August 2019 begrüßen zu dürfen:

Julia Zinnbauer – FLYOVER.
Los Angeles und die Architektur der Nachkriegsmoderne in Düsseldorf


Sonntag, 4. August bis Sonntag, 15. September 2019
Vernissage: Samstag, 3. August 2019 um 18 Uhr

Zur Finissage der Ausstellung wird Bazon Brock im Rahmen der Denkerei mobil 
am Sonntag, dem 15. September einen Vortrag halten, Beginn 11.30 Uhr:

Re - education durch Architektur.
Wie die Amerikaner den Deutschen das Senkrechtstehen beibringen wollten - 

Stahlskelettbau und Charaktermasken


Stadtmuseum Düsseldorf
Berger Allee 2
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211-89-96170


English version below


In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland ein reger architektonischer Austausch. Auch von Düsseldorf aus flogen Architekten nach New York, Chicago und Los Angeles, um sich mit modernen Gebäuden auseinanderzusetzen, sich Anregungen für den Wiederaufbau ihrer zerstörten Heimatstadt zu holen und um einen ideellen Anschluss an das Bauhaus herzustellen. Umgekehrt reiste beispielsweise der Architekt Richard Neutra von Los Angeles aus mit seinen Entwürfen an den Rhein und ins Bergische Land. Neuerungen wie Konzepte für Großraumbüros und Einkaufszentren gelangten auf diese Weise nach Düsseldorf und vor allem die Idee des kalifornischen Bungalows wurde dort begeistert aufgenommen.

Die Ausstellung FLYOVER handelt von den architektonischen Zusammenhängen zwischen Düsseldorf und Los Angeles in der Nachkriegszeit, sie ist aber auch dem optimistischen Glauben an die Moderne gewidmet und der Sehnsucht nach dem Glamour des Jetset-Zeitalters.

In ihren Projekten konserviert und transportiert die Düsseldorfer Künstlerin Julia Zinnbauer die Schönheit und die Atmosphäre außergewöhnlicher Bauten und erzählt deren Geschichten sowie die ihrer Architekten und ihrer Bewohner.

Für ihre Ausstellung reiste Julia Zinnbauer nach Los Angeles und drehte dort einen Film, in dem sie ihre Besuche verschiedener Gebäude Richard Neutras dokumentiert. Dabei kommt unter anderem auch Dion Neutra zu Wort, der Sohn des Architekten, der sie in dessen Reunion House und das VDL Research House in Los Angeles Silverlake einlädt und ihr von seiner langjährigen Zusammenarbeit mit seinem Vater und der Entstehungsgeschichte dieser und weiterer Häuser berichtet. In Düsseldorf besuchte Julia Zinnbauer den Architekten Walter Brune, der ihr seine Bungalowentwürfe und sein Verhältnis zu Amerika und zum Bauhaus erklärt.

Dies und was das alles auch mit der Düsseldorfer Hollywood-Schauspielerin Luise Rainer zu tun hat erfahren die Besucherinnen und Besucher ab dem 4. August im Stadtmuseum Düsseldorf wo Julia Zinnbauer unter dem Titel FLYOVER ihre Rechercheergebnisse in Form von Fotos, Videos, Texten und einer Rauminstallation präsentiert. 


Mittwoch, 16. Oktober 2013

St.Sakrament - Die Bunkerkirche in Düsseldorf Heerdt

Als im Jahr 1947 Dr. Carl Klinkhammer nach Düsseldorf versetzt wurde, um im Stadtteil Heerdt seine neue Stelle als Pfarrer anzutreten, erwartete ihn dort eine bauliche Situation, die absolut einmalig war. Es existierte dort zwar eine sogenannte „Notkirche“, wie vielerorts in Deutschland zu dieser Zeit, was Pfarrer Klinkhammer aber viel eher interessierte, war das Gebäude daneben: ein mächtiger Bunker. Während des Zweiten Weltkriegs war er in der Form einer Kirche gebaut worden, um durch diese Täuschung den Bomben entgehen zu können. Nach einer Zwangsenteignung hatte man den Bunker auf einem Grundstück angelegt, das ursprünglich im Besitz der Kirche war, und so lag für Pfarrer Klinkhammer nichts näher, als aus dem kirchenförmigen Bunker eine Kirche zu machen.


Am Tag des Offenen Denkmals fanden Führungen durch die Bunkeranlage statt und so machte sich die Reisegruppe nach einer Besichtigung des Dreischeibenhauses auf den Weg nach Herdt. (Das Foyer des Dreischeibenhauses, das sich gerade im Umbau befindet, durfte nicht fotografiert werden, tatsächlich ist zur Zeit aber die gesamte Stadt mit einer Fotografie von Candida Höfer anlässlich ihrer Ausstellung im Museum Kunstpalast plakatiert, die genau dieses Motiv zeigt: Link)

Das Interessante an den Führungen durch die Bunkerkirche war, dass sie von Gemeindemit- gliedern geleitet wurden, die Carl Klinkhammer und dessen individualis- tische Herangehens- weise seit ihrer Kindheit kannten und mit großer Begeisterung von ihrem Pfarrer berichteten. Klinkhammer, so hieß es, habe stets einen außergewöhnlichen Elan an den Tag gelegt und den Umbau intensiv vorangetrieben. Bei der Sprengung der ersten Öffnung in den bis dahin Lichtlosen Raum seien die Scheiben im Umkreis von mehreren hundert Metern zu Bruch gegangen, die Sympathien seiner Gemeinde erhielt er sich jedoch weit über seinen Tod im Jahr 1997 hinaus. Natürlich beteiligte er sich an den Umbauarbeiten selbst und schleppte zusammen mit den Herdter Bürgen die Betonbrocken aus dem Bunker. Generell war Klinkhammer wichtig, sparsam zu haushalten und das Geld lieber in soziale Projekte zu investieren. Dieser wohlüberlegte Minimalismus führte schließlich zu sehr schönen Detaillösungen. So entstanden die farbigen Glasfenster tatsächlich aus Reststücken, die in einer Glashütte anfielen. Klinkhammers Elan steckte auch andere an, und so organisierte er dort, nachdem die Bunkerkirche 1949 eingeweiht worden war, über Jahrzehnte hinweg die sogenannten Mittwochsgespräche mit Gästen wie Heinrich Böll und Konrad Adenauer, die teilweise sogar in den Räumlichkeiten übernachteten. Auch Künstler zog Klinkhammer in seinen Kreis und so stiftete Bert Gerresheim die beiden Bronzereliefs am Eingang der Sakramentskirche. 

Freitag, 31. Mai 2013

Mies van der Rohe: Das 1:1 Golfclub Projekt in Krefeld


Das Bild Krefelds als florierende Seidenweberstadt ist in den letzten Jahren ein wenig verblasst. Bereits im 18. Jahrhundert hatte man sich dort auf das Herstellen von Samt, Seide und Brokat spezialisiert, eine zweite Blüte erreichte die krefelder Textilindustrie in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, als die Mode wieder nach kostbaren Stoffen verlangte und sich mehrere große Textilwerke zu den Vereinigten Seidenwebereien AG (VerSeidAG) zusammengeschlossen hatten. Der Aufschwung der örtlichen Textilbranche hatte es zur Folge, daß Mies van der Rohe nach Krefeld kam und mit ihm die moderne Architektur.

Die wohl bekanntesten Gebäude, die Mies für Krefeld entwarf, sind die benachbarten Villen, die Hermann Lange und Josef Esters in Auftrag gaben, die beide führend Positionen bei der VerSeidAG innehatten. Die Häuser Esters und Lange entstanden in den Jahren 1928 bis 30, gefolgt von Produktions- und Verwaltungsgebäuden für die VerSeidAG im Jahr 1931 (Link). Der Entwurf eines weiteren Verwaltungsgebäudes Mies van der Rohes für die VerSeidAG wurde damals nicht umgesetzt und erst nach dem Zweiten Weltkrieg in einer überarbeiteten Version von Egon Eiermann gebaut, das heutige krefelder Stadthaus. 
Ebenfalls nicht realisiert wurde Mies‘ Entwurf aus dem Jahr 1930 für den damals gerade erst gegründeten örtlichen Golfclub, dem schlichtweg die entsprechenden Finanzen fehlte. Der Kunsthistorikerin Christine Lange, einer Nachfahrin des Seidenproduzenten Lange, ist es zu verdanken, daß nun, mehr als achtzig Jahre nach der Planung des Clubhauses, ein 1:1 Modell des Gebäudes entstanden ist. (Link) Etwa 300 Meter entfernt von dem ursprünglich vorgesehenen Bauplatz, der sich heute in einem Naturschutzgebiet befindet, wurde in den letzten Monaten unter der Leitung des Büro Robbrecht en Daem Architecten aus Gent das neunzig Meter lange Holzmodell gefertigt. 


Die großangelegte Eleganz der Proportionen, die Weite der Anlage, die Komposition der Flächen, Ausblicke und Sichtachsen, all das, was so typisch für Mies‘ Architektur ist, kommt an dem Modell so klar zur Geltung, daß man beinahe vergisst, daß es sich hier um ein Holzmodell handelt. Mies Überlegungen werden so anschaulich dargestellt, daß der Betrachter dessen Vorliebe für kostbare Materialien in seiner Vorstellung leicht ergänzen kann. Einzig die Metallstützen mit dem für Mies typischen kreuzförmigen Querschnitt wurden mit verchromtem Blech überzogen. 


Mies‘ Verständnis von Raum ist auch oder vor allem in der Bewegung erfahrbar. Es bereitet schieres Vergnügen, die 90 Meter Länge des Clubhauses abzuschreiten und so die Dimensionen des Ensembles nachzuvollziehen. Wohl nie zuvor hat die niederrheinische Landschaft einen ähnlich eleganten Rahmen gehabt als Mies' großzügige Anlage. Mit weiten Ausblicken und subtil gelegten Sichtachsen inszenierte Mies die matte Farbigkeit und die weichen Linien der Landschaft, in die sich das Clubhaus in seiner weitläufigen Form perfekt einpasst.
Die Vorhänge, die Anstatt der riesigen Fensterfronten angebracht wurden, sind eine Reminiszenz an den Ursprung aller Tätigkeiten Mies van der Rohes in Krefeld: sie stammen aus den Fertigungshallen der Firma VerSeidAG, die heute noch gegenüber der ursprünglichen Anlage von 1931 Am Girmesgarth produziert.


Am Tag der Eröffnung des 1:1 Modells, am 26. Mai, gab das typisch niederrheinische Wetter alles, um zu beweisen, daß filigrane moderne Architektur die Sommerhitze braucht. Es regnete beinahe unablässig, der Wind trieb die Nässe durch die Fensteröffnungen, in denen sich ja keine Scheiben befanden und das Eröffnungspublikum war mit Winterjacken und Gummistiefeln angereist. All das gab der Veranstaltung aber auch etwas Urig-Authentisches und echte Eleganz kommt so wie so auch trotz Matsch und Regen zur Geltung.
Bei all der Begeisterung über die Schönheit des Gebäudes und über die Kühnheit des gesamten Projekts bleibt aber auch die Melancholie darüber, daß Mies van der Rohes Golfclub nie gebaut wurde und daß auch das 1:1 Modell bereits im Oktober wieder zerlegt werden soll. 

Sonntag, 26. Mai 2013

Das Mies 1:1 Golfclub Projekt in Krefeld - Ein erster Eindruck

Das Golfclubhaus, das Mies van der Rohe 1930 für den bei Krefeld gelegenen Egelsberg entworfen hat, wurde nie realisiert. Um so erstaunlicher war es, heute an der Eröffnung des auf die Initiative von Christine Lange hin entstandene 1:1 Modell des Gebäudes teilzunehmen. Wohl nie zuvor hat die niederrheinische Landschaft einen ähnlich eleganten Rahmen gehabt als Mies' großzügige Anlage. Mit weiten Ausblicken und subtil gelegten Sichtachsen inszenierte Mies die matte Farbigkeit und die weichen Linien der Landschaft, in die sich das Clubhaus in seiner weitläufigen Form perfekt einpasst.

Ein ausführlicher Bericht über das 1:1 Modell folgt in Kürze.
Vielen Dank an Axel für das Foto!

Zu weiteren Informationen geht es hier entlang: www.projektmik.com

Freitag, 19. August 2011

125 Jahre Mies: Party in van der Rohes Haus Lemke in Berlin am 13. August 2011


Am letzten Samstag machte ich mich auf den Weg nach Berlin, um zusammen mit Yasemin den 125. Geburtstag von Mies van der Rohe zu feiern, und zwar standesgemäß in Haus Lemke. Bei dem L-förmigen Flachdachbau handelt es sich um das Letzte Wohnhaus, das der Architekt in Deutschland baute, bevor er im Jahr 1938 nach Amerika auswanderte.

Ich hatte mich schon seit Wochen auf das Geburtstags-Picknick gefreut, das mit allerhand "miesen" Wortspielen auf der Baunetz-Seite angekündigt wurde. Es sollte u.a. mies getanzt werden, Miesmuscheln den See schmücken, der an den Garten der Lemkes grenzt, und es sollte ein mieses Ratespiel stattfinden. All dies wurde von den Organisatoren tatsächlich umgesetzt und zusätzlich empfing uns ein ganz phantastischer Sommerabend, als wir den Garten mit unserer Picknick-Ausrüstung betraten. Wir waren wie die Wahnsinnigen mit unseren Fahrrädern durch die Stadt gerast um noch ein paar goldene Sonnenstrahlen auf den Backsteinmauern zu erhaschen und wurden nicht enttäuscht. Überall im Garten hatten Mies' Geburtstagsgäste ihre Picknickdecken ausgebreitet, es knallten die Korken um auf den Meister anzustoßen und getanzt wurde ganz und garnicht mies.

Erst im Laufe des Abends wurde mir bewusst, wie außergewöhnlich es ist, sich auf ein derart großes und sogar an einem See gelegenen Grundstück ein so verhältnismäßig kleines Haus wie dieses zu bauen. Der Grundgedanke liegt meiner Meinung nach darin, die Gartenlandschaft und das Licht vollkommen wirken zu lassen und durch nichts zu stören. Das gesamte Haus ist nach dem See und dem riesigen Baum ausgerichtet, der vielleicht schon vor 80 Jahren eine gewisse Größe hatte, und um den (auch hier) immer wieder erwähnten fließenden Übergang zwischen innen und außen zu erreichen, besteht die gesamte Gartenseite von Haus Lemke aus einer Fensterfront. Und tatsächlich herrschte auf dem gesamten Areal diese ganz besondere Atmosphäre, die dann entsteht, wenn man genau weiß, daß der Erbauer eines Hauses dessen Formen und Materialien perfekt in die Landschaft, den Geruch der Pflanzen und den Einfall des Sonnenlichts eingepasst hat.

Freitag, 3. Juni 2011

Mies van der Rohe: Verseidag-Gebäude in Krefeld

Nachdem Mies van der Rohe für die beiden krefelder Seidenfabrikanten Esters und Lange jeweils eine Villa gebaut hatte (Link), bekam er im jahr 1931 zusätzlich den Auftrag, für deren Weberei, den Vereinigten Seidenwerken AG, kurz Verseidag, ein Produktions- und Verwaltungsgebäude zu entwerfen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Veseidag-Werk stark zerstört und in den Siebzigerjahren stark umgebaut. Nach der Ernennung zum Denkmal im Jahr 1999 konnten die Gebäude schließlich in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden.

Vor kurzem machte ich mich an einem sehr windigen Tag mit dem Fahrrad auf den Weg, um mir die Weberei-Anlage mal anzuschauen. Tatsächlich befinden sich die Verseidag auch heute noch in den Gebäuden, d.h. ein Großteil der Firma liegt gegenüber auf der anderen Seite des Girmesgarth. Um den restaurierten Kern der Anlage herum befinden sich diverse weitere Fabrikationshallen, die mittlerweile allerdings leer stehen. Es schien, als seien die Hallen erst kürzlich verlassen worden, hing doch noch eine Fahne der letzten Fußball-WM über allem. Immer wieder riß der Sturm die Wolkendecke auf und versetzte das Ensemble in gleißendes Mittagslicht, sodaß eine ganz merkwürdige Atmosphäre über Mies van der Rohes Industriebauten lag.


Sonntag, 16. November 2008

Schwimmen im Olympiastadion

Am Freitag, dem 5. September machte sich die Reisegruppe auf den Weg zur Unité d'Habitation von Le Corbusier, die Teil der Interbau 57 ist. Diese Besichtigung wurde verbunden mit einem Besuch des Sportbades des Olympiastadions. Bei recht kühlen Temperaturen absolvierten dort meist ältere Herren zügig ihre Bahnen. Nach dem eher romantischen Schwimmen im Heiligen See in Potsdam herrschte hier ein straffer Sportsgeist, dem wir uns natürlich begeistert anschlossen.
Somit bekam unsere als Architekturexpedition geplante Fahrradtour den Anstrich einer Bäderreise.