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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Mittwoch, 31. März 2010

Making of: Das Tintenfisch-Kleid

Hier seht Ihr eine kleine Dokumentation darüber, wie ich das Tintenfisch-Kleid für meinen Film "Dimmi dove vanno" entworfen und hergestellt habe. Nachdem ich einen Papierschnitt des Kleides entworfen hatte, modellierte ich auf dieser Basis die Tentakel aus Ton um daraufhin Gipsformen anzufertigen. Das Kleid selbst besteht aus transparentem Silikon.



Freitag, 26. März 2010

Die Heinrich Heine Universität in Düsseldorf

 
In meinem Kurzfilm "Dimmi dove vanno" spielt die Heinrich Heine Universität Düsseldorf eine große Rolle, allerdings wäre es sinnvoll, ihr einen gesamten Film zu widmen, so wunderschön ist sie, auch wenn ich mit dieser Meinung ziemlich alleine stehe. Sowohl meine Kommilitonen fanden die Gebäude immer ausgesprochen hässlich und deprimierend als auch die Verwaltung der Universität, die prinzipiell alles tut, um das Ensemble zu zerstören. Betonwände werden taubenblau und katzenkotbraun-glänzend gestrichen. Das Arrangement aus roten Heizungen, grauen Betonbänken und schwarzen Fensterrahmen habe ich im letzten Sommer fotografiert, mittlerweile hat man auf die Bänke fröhlich gelbe Metall-Sitzauflagen montiert und orangefarbene Tische zwischen die Sitzgelegenheiten geschraubt. Man strebt in Bildungseinrichtungen für Erwachsene offensichtlich lieber einen Kindergarten-Style an, als sich darüber Gedanken zu machen, ob nicht eine Parallele zwischen all diesen baulich interessanten Universitäten Nordrhein-Westfalens wie Bochum, Siegen und Wuppertal mit der Universität in Caracas besteht, die Mitte der Sechzigerjahre vollendet wurde, und meiner Meinung nach durchaus als Vorbild betrachtet werden kann.

Freitag, 19. März 2010

Mein Ruhrgebiet: Ausflug zum König des Pop-Schlagers


Jetzt sind wir doch mal ehrlich: daß das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 geworden ist, ist eine tolle Sache, genauso wie die Folkwangschule, die Zeche Zollverein oder die Industriekultur der Region im Allgemeinen. Wenn man sich aber ein Gesamtbild des Ruhrgebiets machen will, dann kommt man einfach nicht an der Tatsache vorbei, daß die Leute hier total gerne Schlager hören und Discofox tanzen. Und dazu muß ich Euch jetzt etwas erzählen.
In einer Pommesbude in Alpen am Niederrhein las Axel neulich im Gelderland-Kurier, daß im Autohaus Elspass beim großen Frühlingsfest der Wendler auftreten soll, und zwar in dessen Heimatstadt Dinslaken. Ich wollte das garnicht glauben, mir erschien das viel zu hyperrealistisch um wahr zu sein, trotzdem machten wir uns letzten Sonntag auf den Weg ins Ruhrgebiet. Es war so ein Tag, an dem der spezielle Charme der Region besonders zur Geltung kam, d.h. der Spätwinter lag naßkalt über dem Industriegebiet und im Bus unterhielt man sich darüber, wie schön datt damals war, als es noch den Hertie in Dinslaken gab.
Bald sahen wir die ersten Wendler-Fans (s. Abb. unten) und dann ging es Punkt 15 Uhr auch schon los. Meine Güte! So etwas hatte ich ja noch nie erlebt! Sonntagnachmittags beim Opelhändler, hömma! Und der Wendler gab wirklich alles, über eine Stunde lang! Alle Hits, alle Posen! Evergreens wie "Sie liebt den DJ" und "180 Grad" aber auch neues Material wie "Piloten wie wir", mit dem er die ganze Montagehalle nach Mallorca bugsierte. Ich war fassungslos und begeistert und kann als Fazit nur sagen, daß der Wendler Gutelaune-mäßig einfach den Bogen total raus hat und definitiv seinen Beitrag zur Ruhr 2010 leistet.




Montag, 15. März 2010

Brasilia im Film: L'Homme de Rio, 1964

Als ich letzte mich letzte Woche für eine Klausur über Oscar Niemeyer vorbereitete, fragte ich mich die ganze Zeit, warum eigentlich noch niemand einen Film in Pampulha gedreht hat, der Satelitenstadt in der Nähe Belo Horizontes. Dort baute Niemeyer in den 40erjahren eine Freizeitanlage mit Yachtclub, Casino und Casa do Baile und reizte dabei zum ersten mal die Möglichkeiten des Stahlbetons maximal aus. Getreu dem Motto "Form follows Feminine" entfernte er sich zunehmend von den Ideen Le Corbusiers hin zu den geschwungenen eleganten Formen die wir aus Brasilia kennen.
Nun bin ich auf eine filmische Rarität aus dem Jahr 1964 gestoßen, und zwar auf den Film "L'Homme de Rio" von Philippe de Broca. Wir sehen Brasilia vier Jahre nach dessen Einweihung noch unfertig und etwas einsam in einer roten Staubwüste liegen und Jean-Paul Belmondo klettert auf der Flucht vor seinen Widersachern auf einer Hochhaus-Baustelle herum.