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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Dienstag, 24. Januar 2012

Mercedes-Benz Berlin Fashion Week Tag 3: Anja Gockel

Der dritte Tag der Fashion Week war definitiv der wahnsinnigste. Obwohl ich mir den Wecker auf sieben Uhr gestellt hatte und tatsächlich schon um sechs aufgewacht war, war ich trotzdem viel zu spät zur Anja Gockel Show im Zelt unterwegs. So lange habe ich doch garnicht gebraucht, um den Saum meines Kleides umzunähen! Ich weiß es nicht. Bei Schneeregen und Gegenwind strampelte ich mit meinem undicht-zischenden Hinterreifen den Columbiadamm entlang und war froh um jede Stunde, die ich mit meiner Bootcamp-Trainerin verbracht hatte. Das Glück ist mit den Tapferen, sagte ich mir immer wieder, und so war es dann auch. Mit klitschnasser Jacke und dunkelrotem Gesicht stürzte ich in das Zelt, in DAS Zelt, bekam eine Stehplatzkarte in die Hand gedrückt und begab mich in die Hände der Platzanweiserinnen am Catwalk. Und sie meinten es gut mit mir. Nicht Stehplatz war angesgt, sondern Frontrow und Goodiebag, direkt unter dem roten Firmensignet von Anja Gockel. Manchmal wundere ich mich über mich selbst. Wie hatte ich das denn nun wieder geschafft? Wobei der gesamte Tag in diesem Stil verlaufen sollte.
Die Modenschau selbst, auf die ich ja nun den optimalen Blick hatte, war opulent und farbenfroh, ein drapiertes Outfit nach dem anderen schwebte direkt vor mir über den Laufsteg, präsentiert von Damen wie Franziska Knuppe und Germany’s current Topmodel Rebecca Mir. Sympatisch war, daß die Designerin auch Mannequins jenseits der üblichen Altersgrenze ausgewählt hatte, womit sie bewies, daß man ihre Mode in jedem Alter tragen kann.
(Ein lustiges Detail muß ich noch erwähnen. In der aktuellen Ausgabe der ELLE kann man einen Test machen, um herauszufinden, welcher Stil-Typ man ist. Extravagant und bohemian sei mein Stil, man rät mir zu metallisch-futuristischen Paco-Rabanne-Outfits (ach?) und behauptet „Sie fahren mit dem Rad durch den Schnee und essen keine Tiere.“ Das hat mich dann doch beeindruckt.)

 

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