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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Montag, 14. Oktober 2013

Julia Stoschek: Number Seven - Ed Atkins und Frances Stark

Während am 6. September in der Innenstadt Düssel- dorfs alle Zeichen auf VOGUE stan- den, fand auf der anderen Rheinseite, in Oberkassel, zur gleichen Zeit eine Veranstaltung statt, die zwar ganz der Kunst gewidmet war, jedoch die Bereiche Fashion, Lifestyle, Glamour, Socializing und alles andere gleich mit abdeckte. Denn wenn irgendwo ganz groß angelegte Vernissagen stattfinden, dann in der Julia Stoschek Collection. In der euphorischen Menschenmenge im Innenhof der ehemaligen Rahmenfabrik machte man somit nicht nur das Who is Who der Düsseldorfer Kunstbranche aus, auch Lebkuchenfabrikant Lambertz aus Aachen hatte sich von der Aussicht auf zeitgenössische Videokunst locken lassen, wie ich erstaunt feststellte.

Frances Stark


Mit der Ausstellung „Number Seven: Ed Atkins und Frances Stark“ zeigt die Julia Stoschek Collection zwei Künstler, die sich mit absolut aktuellen Methoden der Wechselbeziehung zwischen Bild und Text widmen. Mit den Möglichkeiten zeitgenössischer Computertechniken werden Formen der Kommunikation behandelt, wobei im Bereich der Videokunst sowohl die High Definition Technologie zum Einsatz kommt, als auch Programme, die man sich kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. So wie Ed Atkins sich von einer aus Versehen an seinen verstorbenen Vater versandte E-Mail zu einer Videoarbeit anregen lässt, so präsentiert Frances Stark unter anderem Chat-Dialoge in einer aufwändigen Über-Eck-Projektion.

Frances Stark: Chat im Web, an der Wand und dank des Ausstellungsbesuchers schon wieder im Web.
„Number Seven“ steht für einen hohen technischen Aufwand, eine große Interdisziplinarität  beider Künstler, aber auch eine jeweils ganz subjektive Herangehensweisen an die Themen der Jetztzeit. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Februar 2014.