Ausschnitte aus
The Architecture of Peter Womersley in the Scottish Borders (2020)
surveillance souterraine (2014)
FLYOVER (2019)
steady smile move (2017)
ellipsoid episodes (2012)
Das Rathauscenter in Ludwigshafen - Projektskizze (2022)
MODE KUNST ARCHITEKTUR
Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.
Ausschnitte aus
The Architecture of Peter Womersley in the Scottish Borders (2020)
surveillance souterraine (2014)
FLYOVER (2019)
steady smile move (2017)
ellipsoid episodes (2012)
Das Rathauscenter in Ludwigshafen - Projektskizze (2022)
Kurzfilme zusammengestellt von Julia Zinnbauer
21.30
Uhr – 24.00 Uhr
es365, Erkrather Straße 365
40231 Düsseldorf
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| Ragnar Kopka |
Herzliche Einladung zu der Ausstellung PROJEKT MAYHEM, die am Freitag, dem 03.06. 2022 im es365 um 18 Uhr eröffnet wird. Ich bin mit meiner Arbeit FRANCESCA SPERANZA mit dabei und lade Euch zusätzlich zum WHITSUN SCREENING ein, zu einem Kurzfilabend, den ich für die Ausstellung zusammengestellt habe.
Aufregend ist dabei, dass es sich bei den Gebäuden des es365 um ein sehr elegantes, ehemaliges Fiat Autohaus handelt. Ich würde mich freuen, Euch dort zu treffen.
PROJEKT MAYHEM
Vernissage: Freitag, 03.06.2022, 18 Uhr
Finissage: Sonntag, 12.06.2022, 14 Uhr
WHITSUN SCREENING
Kurzfilme zusammengestellt von Julia Zinnbauer
Pfingstsonntag, 05.06.2022, 21.30 Uhr – 24.00 Uhr
Mit Filmen von
Bella Stina Nodge
Chris Dreier
Dexia Defunct
Gary Farrelly
Gilles Hellemans
Matt Hulse
Julia Keppeler
Ragnar Kopka
Peter Lober
Lada Wilson
Julia Zinnbauer
es365
Erkrather Straße 365
40231 Düsseldorf
Ausgehend vom geplanten Abriss des von Ernst van Dorp entworfenen Rathauscenters in Ludwigshafen setze ich mich seit Jahresbeginn mit dem Werk des Bonner Architekten auseinander und arbeite an einen Film darüber. Das Rathauscenter will ich so in seiner kunstgeschichtlichen und gesellschaftlichen Relevanz zeigen.
Am BASF-Standort Ludwigshafen wurde 1979 das Rathauscenter eröffnet, ein Komplex, der die (auch kulturelle) Infrastruktur eines ganzen Stadtteils beinhaltete und von dessen Parkhaus aus man direkt auf eine Brücke über den Rhein nach Mannheim gelangte. Van Dorp studierte bei Egon Eiermann in Karlsruhe und bei bei Walter Gropius in den USA. In Bonn schuf er Regierungsgebäude und Schulen, in Rio die Deutsche Botschaft.
Der Abriss des Rathauscenters ist in mehrerlei Hinsicht zu kritisieren - bezogen auf die Bürger und deren Verlust des beliebten Gebäudes, auf dessen architektonische Qualität und auf die Verschwendung (grauer) Energie in Zeiten des Klimawandels.
Der letzte Mieter im verlassenen Gebäude ist der Schuster Advar Tolu, der durch seine Weigerung, auszuziehen seit Monaten den Abriss verhindert. Mehrfahch habe ich ihn und seine Kunden interviewt. Seinen Widerstand dokumentiere ich fortlaufend.
Für die Schriften und Ideen Oscar Wildes begeistere ich mich schon seit meiner Jugend. Allerdings wäre der irische Dichter nie der glamouröse, schlagfertige Schöngeist und Dandy geworden, als der er heute bekannt ist, hätte er nicht ein nicht weniger spektakuläres Vorbild gehabt – seine Mutter Jane. Ihr habe ich meine Arbeit „Francesca Speranza“ gewidmet, ein skulpturhaftes Kleid aus schweren Seilen.
Die als Jane Frances Elgee im irischen Wexford geborene Dichterin war mit ihrem selbstbewussten künstlerischen Auftreten in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Ausnahmeerscheinung und inszenierte sich als Nachfahrin Dante Aligieris und als irische Nationaldichterin. Nach ihrer Hochzeit mit William Wilde firmierte sie unter dem Namen Jane Francesca Lady Wilde und legte sich den Beinamen „Speranza“ zu. Mit ihren Schriften und ihrer Selbstinszenierung hatte sie einen großen Einfluss auf das Werk ihres Sohnes, trat allerdings zunehmend hinter dessen Arbeiten in den Hintergrund. Ich betrachte Jane Wilde als eine frühe Performancekünstlerin, die zu Unrecht vergessen wurde.
Im Jahr 2019 habe ich an einem Künstleraustausch zwischen Wuppertal und Wexford teilgenommen (STEADY SMILE MOVE in der Camera 8 und Here/There), der im September 2021 mit einer Ausstellung in der Stadtsparkasse Wuppertal und der Galerie Grölle passprojects fortsgesetzt wurde (Link). Meine Idee zu dem Kleid für Jane Wilde basiert auf meinen Besuchen in ihrer Heimatstadt sowie meiner jahrzehtelangen Begeisterung für Oscar Wilde.
Das Kostüm besteht aus 100 Metern Seil, die ich dunkelgrau gefärbt, in Schlingen und Knoten gelegt und mit Draht verbunden habe. Auf diese Weise entstand eine transparente, skulpturale, rauhe Konstruktion, die auf dem Gemälde „Sidonia von Bork“ des Präraffaelitischen Malers Edward Burne-Jones basiert. Jane Wilde hatte den Schauerroman von Wilhelm Meinhold aus dem Jahr 1847, den das Gemälde illustriert, aus dem Deutschen ins Englische übersetzt und damit großen Erfolg gehabt. Die Geschichte handelt von einer für ihre Zeit sehr emanzipierten, mutigen Frau, die wie Jane Wilde für ihre Überzeugungen kämpfte und schließlich scheiterte. Aus diesem Grund habe ich die Zartheit Burne-Jones' Gemälde in eine brachiale Form umgesetzt.
Vom 20. 11. 2021 bis zum 22. 01. 2022 ist „Francesca Speranza“ in der Galerie Grölle passprojects in Wuppertal zu sehen, als Teil der Gruppenausstellung <<N>>, in der zeitgenössische textile Kunst gezeigt wird (Link).
The story behind the short short film „Dusk is Falling“ by the PINHOLE COMPUTERS, i.e. Matt Hulse and me, is mysterious and complex and I am incredibly happy that on December 11th it was shown at the Swedenborg Film Festival in London.
I wrote a text about the building, translated it into English and Matt Hulse turned my text into a poem. In spring Matt took part in a performance festival curated by Leon Clowes at the Round Chapel in London. The short film „Dusk is falling“ captures me performing the poem live and remotely from Düsseldorf, beautifully filmed by Matt Hulse and you can see some of my photos of the supermarket, „shimmering warmly against the cold blue winter sky“.
I was so excited about the invitation to the Swedenborg Society that I made a William Blake dress for myself and painted Titania and Oberon sitting on a large lilly on the dress. Swedenborg had an important impact on Blake's work and therefore Blake playes a core cole in the Swedenborg Society.
The photo of my dress was taken by Matt Hulse.
| Das Ende der Moderne, herausgegeben von Dr. Karin Berkemann, mit einem Foto der Zeilgalerie von Dieter Leistner |
„Julia Zinnbauer beschreibt das Bauwerk in ihrem Beitrag so anziehend, dass man auch den Schmerz um den plötzlichen Verlust mit der Autorin unbedingt teilen kann.“
Katharina Cichosch, monopol Februar 2022
Auch wenn seit einigen Jahren das allgemeines Bewusstsein für die Architektur der Nachkriegszeit zunimmt, geraten sehr viel neuere Gebäude, wie z.B. das Stadthaus in Mannheim aus dem Jahr 1991, bereits jetzt schon in Gefahr, abgerissen zu werden.
Dank der Iniziative der Betreiber des Online-Magazins moderneREGIONAL konnte das Stadthaus vor kurzem gerade noch gerettet werden, die 1992 eröffnete Zeilgalerie in Frankfurt wurde 2016 jedoch bereits abgerissen.
Die von Prof. Rüdiger Kramm entworfene Einkaufgalerie, die in nicht weniger als einer spektakulären, begehbaren kinetischen Plastik aus Glas, Licht und Stahl bestand, hat mich von Anfang an fasziniert und meine Begisterung für moderne Architektur maßgeblich geprägt.
Aus diesem Grund war es mir wichtig, für die Online-Tagung des Magazins moderneREGIONAL mit dem Titel „Das Ende der Moderne?“, das einen umfassenden Überblick über die Architektur der 90er Jahre in Deutschland bot, einen Beitrag über die Zeilgalerie zu verfassen.
Das Symposium fand am 23. Juli 2021 statt, im November des Jahres kamm dann im Urbanophil Verlag eine opulente Tagungspublikation mit dem gleichen Titel heraus.
Ich freue mich sehr, das auf dem Titelblatt des Buches eine Fotografie von Dieter Leistner zu sehen ist, der Anfanfg der 90er Jahre den gesamten Bau und schließlich auch das fertige Gebäude der Zeilgalerie dokumentiert hat.
In meinem Text beschreibe ich das umfassende künstlerische Konzept hinter der Zeilgalerie, aber auch, wie ich im Jahr 2016 kurz vor dem Abriss noch einmal kurz in das Gebäude gelangt bin und ein letztes Foto von der mittlerweile stark veränderten Zeilgalerie gemacht habe.
Weitere Informationen gibt es in der Baunetzwoche #583 und die Deutsche Bauzeitung.
| Zustand 2016 - Das Foto habe ich bei meinem letzten Besuch in der Zeilgalerie aufgenommen. |
Im Sommer 2020 war ich als Artist in Residence in der MERZ Gallery in Saquhar, Schottland, und habe mich dort mit der Architektur Peter Womersleys beschäftigt („TheArchitecture of Peter Womersley in the Scottish Borders“), aber auch mit den typischen britischen Telefonzellen, dem Modell K6 von Sir Giles Gilbert Scott (z.B. in meinem Video „Phonebox Postcards“). Die Begeisterung für rote Telefonzellen teile ich mit der Künstlerin Lada Wilson, die eine Galerie in einem Exemplar der K6 in Strathkinnes betreibt, in der Nähe von Dundee und St. Andrews.
Lada Wilson verbrachte ebenfalls einige Zeit als Artist in Residence in Sanquhar und zusammen haben wir verschiedene Viedos und Performances umgesetzt, in denen es um Telefonzellen geht. Auch das Exemplar aus dem 80er Jahren, das in Sanquhar steht und zum ältesten Postamt der Welt gehört, das noch in Betrieb ist, spielte dabei eine Rolle.
Der Kurzfilm "Multi-mullti-multi-La-da-da", der nach Ladas Idee im Crawick Multiverse entstand und den ich gedreht und geschnitten habe, hat einen Bezug zum Modell K6, und zwar in Form des Kostüms, das Lada sich für ihre Performance entworfen und genäht hat. Das Crawick Multiverse selbst ist eine von dem postmodernen englischen Architekte Charles Jencks gestaltete Kunstlandschaft, die verschiedenen Planetenkonstellationen gewidmet ist.
Lada reichte unser Video für die 123rd Annual Exhibition of the Society of Scottish Artists in der Royal Scottish Academy ein und zu meiner großen Freude wurde es für die Ausstellung ausgewählt, zusammen mit dem Video „Out of my Box“ von Matt Hulse. Kuratiert von CUTLOG, einem Verein zur Förderung schottischer Videokunst, waren unsere Videos vom 30. Oktober bis zum 23. November als Teil der Installation „Essential Travel“ in der Royal Scottish Academy in Edinburgh zu sehen.
Die Videos, die Teil der Installation waren, können sich hier bei Vimeo angeschaut werden: https://vimeo.com/user105771242
| From left to right: Julia Zinnbauer, Mayor David Stevens, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Matt Hulse |
From August 4th to August 21st, together with the British artist and filmmaker Matt Hulse I was invited to stay in the space of the Jelly Reading as artists in residence. So our stay at the art association which is located in Broadstreet Mall, right next to the HEXAGON, lasted from my own until Matt's birthday. During our stay in the post-war modernist architectural buildings Matt and I did a lot of research and prepared our interdisciplinary film project about HEXAGON Reading.
On September 4th we returned to the Jelly to give a final presentation of what we had achieved during our residency. We showed our own photos together with archive material we had found in the library and the HEXAGON, the Cape I had made, that was related to the architecture of the multi-finctional venue and above all we presented our video “There is a Place” (Link) that we shot in the architecture around the HEXAGON. To our great delight, the Mayor of Reading, David Stevens, and his wife Alison took part in our final presentation, which ultimately led to the idea of the international brick exchange, respectively the brick signing.
| The Cape in front of the HEXAGON Reading (UK); photo: Matt Hulse |
All my projects and ideas originate in my enthusiasm for art, architecture and language. I aim at preserving and transporting the beauty and the atmosphere of extraordinary buildings by telling their stories and those of their builders and their inhabitants. This also includes my ongoing architectural research. In the context of my overall concept I implement my ideas in the form of texts, videos and photos. In addition to that it is especially important for me to create costumes that relate to the construction, the materials and the surfaces of the buildings I am dealing with.
I made the HEXAGON Cape in August 2021 during the artist residency at the Jelly Reading I had been invited to, together with the artist and film maker Matt Hulse.
| Das Radschläger-Monument, das der Städtepartnerschaft zwischen Reading und Düsseldorf gewidmet ist, mit dem Magistrates Court von Rober Matthew Johnson-Marshall im Hintergrund |
Die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Reading und Düsseldorf
Die Stadt Reading, die zwischen London und Oxford an der Themse liegt, ist vor allem für „beer, bricks, bulbs (in diesem Fall Blumenzwiebeln) und biscuits“ bekannt. Neben einer alten Abtei, die von Heinrich VIII. zerstört wurde, befindet sich dort zudem das Gefängnis, in dem Oscar Wilde die Jahre 1895 bis 1897 verbringen musste. Reading ist die Hauptstadt der Grafschaft Berkshire und liegt ca. 45 km westlich von London.
Die Freundschaft zwischen Reading und Düsseldorf begann unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, als Düsseldorf von Groß Britannien besetzt war. Die Briten waren es auch, die Nordrhein-Westfalen gründeten und das 75. Jubiläum der Gründung des Bundeslandes wurde im Jar 2021 ausgiebig in Düsseldorf gefeiert. Unser Projekt schließt sowohl zeitlich als auch inhaltlich an das Jubiläum an.
Durch das Royal Berkshire Regiment, das nach dem Krieg in Düsseldorf stationiert war, erfuhr Phoebe Cusden, die damalige Bürgermeisterin Readings, von den notleidenden Bewohnern des zerbombten Düsseldorfs und lud zunächst einmal einige Kinder nach Reading ein.
Aus dieser ersten Einladung entwickelte sich eine intensive Freundschaft zwischen den beiden Städten, die bis heute andauert und sich über ganz unterschiedliche Bereiche erstreckt, vom Schüler- und Studentenaustausch über Kunst, Literatur, Kirche und Sport hinweg. Die Reading Düsseldorf Association unterstützt seit Jahrzehnten zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf Projekte im Rahmen der Städtepartnerschaft.
| Der Düsseldorf Way entlng der Broadstreet Mall auf das HEXAGON zuführend, im Vordergrund der der Städtepartnerschaft mit dem irischen Clonmel gewidmete Weg; Reading im Sommer 2021 |
| Kostüme von Julia Zinnbauer, Matt Hulse und Angus Fisher (von links nach rechts), Videodreh im Brunnen der Bereits abgerissenen Stadtverwaltung von Reading; Foto: Emily Gilmore |
Im Zentrum des interdisziplinären Projekts, an dem ich seit einigen Monaten zusammen mit dem britischen Künstler und Filmemacher Matt Hulse arbeite, steht das HEXAGON, ein modernes Multifunktionstheater, das im Jahr 1977 in Düsseldorfs englischer Partnerstadt Reading eröffnet wurde. Den August 2021 konnten wir auf Einladung des Kunstsvereins Jelly (Link) als Artists in Redidence in Reading verbringen, um für unser opuelntes gemeinsames Projekt zu recherchieren. Dabei durften wir die Räumlichkeiten des Kunstvereins in der Broadstreet Mall nutzen, das Teil des modernen Architekturensembles ist, zu dem auch das HEXAGON gehört.
Die Freundschaft zwischen Reading und Düsseldorf, die seit 1947 besteht, ist die älteste Städtepartnerschaft Düsseldorfs und steht im direkten Zusammenhang mit der Gründung Nordrhein-Westfalens. In unserem Projekt soll die Verbindung zwischen Düsseldorf mit dem etwa 64 km westlich von London gelegenen Reading eine besondere Rolle spielen.
Together with the artist and filmmaker Matt Hulse I have been invited for artist residency at the Jelly Reading to prepare our HEXAGON Project, a film about Reading's multi-purpose venue designed by RJMJ in the late seventies.
Further information you can find here: https://www.jelly.org.uk/, here and on Instagram:
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| John Lautner: Sheats Goldstein Residence, Beverly Hills, Selbstportrait 2017 |
Text veröffentlicht bei Eiskellerberg.TV am 03.06.2021
PINHOLE COMPUTERS is the name of an art and music performance duo whose members are Julia Zinnbauer (Düsseldorf, Germany) and Matt Hulse (London, UK).
For the festival Europe in the City, that takes place in Düsseldorf from 1st to 9th May, they created a short, loopable digital film that signals a message of hope and positive communication between the artists' respective countries, and more broadly throughout the European Union, and indeed potentially the world. Thereby they also celebrate the 75th anniversary of the foundation of North Rhine-Westphalia.
Video; 33.11 min.
Camera, editing, research, text, sound, voice: Julia Zinnbauer; Scotland 2020
In
2020 I spent the summer and early autumn as an artist in residence at
the MERZ Gallery in Sanquhar, in the South of Scotland. In this context I
started researching about the English architect Peter Womersley, who
lived and worked almost all his life in Galashiels, a town in the
Scottish Borders.
In the late 1950s Womersley transported the
idea of the modernist bungalow to this rather rural area and also built
several Brutalist buildings, like e.g. the Gala Fairydean Stands. I
travelled to Galashiels twice in order to visit as many of Womersley's
buildings as I could reach by bycicle. I took photos and videos and also
recorded interviews with people who had a personal relationship with
Womersley and his architecture.
Peter Womersley's best friend
was the textile designer Bernat Klein, for whom he designed a bungalow
in the late 1950s and a studio close by in the early 1970s. This artist
friendship is a beautiful link between modernist architecture and the
textile tradition of the South of Scotland, so it was important to me
that two outfits designed by Klein were part of my video. Moreover I
embedded the whole story in the landscape as well as the literature of
this area, as it was in Galashiels where the Scottish author Sir Walter
Scott had lived in the 19th century.
| Sanquhar Highstreet in August 2020 |
My artist residency at the MERZ Gallery in Sanquhar, Scotland
In spite of all the complications and restrictions that were caused by the global pandemic that is still going on, this summer I had the opportunity to travel to Scotland. I stayed there as an artist in residence at the MERZ Gallery in Sanquhar, in the southwest of the country, not far away from Dumfries. Several months before I was finally allowed to take one the first flights that went to Edinburgh after the lockdown, I started to plan my project for my stay in Sanquhar. It was based on the fact that as a teenager I was seriously eager to learn to play the bagpipes, on my general fascination for the English language, my yearning for Great Britain and also on the story about the old red telephone box that my parents installed in their garden, more than twenty years ago.
In the end I was working on two parallel projects, on a video about Sanquhar itself, that also included the story about the telephone box and the local knitting tradition and also on a second project that dealt with the architecture of Peter Womersley. As this is also a rather extensive story I will describe it in a further article.
The woven Sanquhar Dress
Sanquhar is famous for having the Oldest Post Office in the world that is still in operation. Another important topic is the Sanquhar Knitting Pattern, a black and white pattern that dates back to the 17th century and that is mainly used for gloves.
One of my original ideas for my residency in Sanquhar was to weave a dress out of ribbons that were made in the old textile company that friends of mine are running in Wuppertal. During the industrial revolution and also still in the 20th century Wuppertal was a thriving textile city. Kerstin and Christian Escher's company named Escher Textil dates back to 1849 and today is one of the last textile companies of Wuppertal. They were so kind as to send me a big package full of ribbons to the MERZ Gallerery. By weaving my dress out of their ribbons, improvising and varying the Sanquhar pattern, I aimed at linking the textile tradition of my home area with the textile tradition of Sanquhar.
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| Weaving the sleeve of my Sanquhar-dress out of ribbons produced in Wuppertal |
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| My bagpipe - finally re-assembled in Sanquhar |
Originally
I wanted to do a performance wearing this dress and take
part in the Riding of the Marches, the annual procession that takes
place in Sanquhar each summer - perhaps even with my bagpipe. Unfortunately the Riding of the
Marches was cancelled due to the global pandemic. Nevertheless I went
on with my Sanquhar Project, trying to document what I experienced
and what seemed beautiful and special for me. And I started weaving
the dress.