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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Donnerstag, 11. September 2014

VOGUE Fashion's Night Out in Düsseldorf vs DC Open Galleries

Einmal im Jahr hält die Zeitschrift Vogue ihren Einzug in Städte wie Düsseldorf, Berlin und New York. Städte, die so wie so schon für ihre Modeaffinität bekannt sind, verwandeln sich in diesen Spätsommernächten zu wahren Shoppingerlebnis-Paradiesen und unzählige Aktionen locken die Besucher in die Läden der breiten Boulevards. In den Boutiquen klirren die Cocktail- und Champagnergläser, Prominente gehen in den Geschäften ein und aus und überall sieht man Damen mit den charakteristischen VOGUE-Taschen, die in jedem Jahr in einem anderen Farbton glitzern. Ungewöhnlich wird die Veranstaltung zusätzlich dadurch, dass die VOGUE-Nacht mit der DC Open Galleries zusammenfällt, der Eröffnung der Galeriesaison in Düsseldorf und Köln und den damit verbundenen Vernissagen. Das blitzschnelle Umschalten zwischen Ornamenten von Emilio Pucci auf Ornamente von Jonathan Meese erfordert eine gewisse Flexibilität des Betrachters, wobei umgekehrt das Modebusiness und die Kunstbranche ja durchaus nach ähnlichen Regeln spielen und die groß angelegte Inszenierung in beiden Bereichen eine Rolle spielt. Oder trennt sich tatsächlich das Publikum in dieser Nacht und entscheidet sich strikt zwischen Kunst und Mode?

Meese macht den Parsifal, wie Parsifal.

Nach dem phantastischen Nachmittag im Dorotheum Düsseldorf (Link), wo Monika Gottlieb bei einem Aperitivo Stücke aus ihrer Emilio-Pucci-Sammlung präsentiert hatte, machte ich mir nur einige wenige Straßen weiter bei Sies+Höke ein Bild von Jonathan Meeses aktuellem Werk. Meese bereitet sich zurzeit neben seinen erstaunlich farbenfrohen, dynamisch gemalten Selbstportraits thematisch auf seine Parsifal-Inszenierung im nächsten Jahr in Bayreuth vor. „Meese macht den Parsifal, wie Parsifal“ hatte Meese an die Galeriewand geschrieben und „Richard Wagner ist Kunst, keine Kultur, Meese lässt sich nicht durchkultivieren.“ Und auch ein in dicken Farbwürsten aufgetragener, pechschwarzer Klingsor schaute grimmig zwischen den schon beinahe lebensfroh wirkenden Selbstportraits hervor, Abdrücke von Meeses Händen als die Hände Klingsors . Der Maler also als Zauberer.
 
Ute Ohoven und Modeschöpfer Thomas Rath bei JADES

Beim nächsten Event spielte wieder Schwarz einer Rolle, allerdings als Kontrast zum vanillefarbenen Weiß des Narciso-Rodriguez-Flacons. Im Interconti Hotel wurde anlässlich der Veröffentlichung des Dufts des Amerikanischen Modedesigners ein Cocktail kredenzt, der in seiner Zusammensetzung definitiv auch Oscar Wilde gefallen hätte: Rosenblüten und Gold auf einem Schaum, der tatsächlich dem Duft des Parfums entsprach. VOGUE Chefredakteurin Christiane Arp erschien ebenfalls mit ihrer Entourage.


Scissorella mit den charmanten Damen, die im Hotel Interconti Narciso Rodriguez vertraten und Cocktails mit Gold und Rosenblättern kredenzten
Sandro Rath mit der Freifrau von Kö bei JADES
Bei JADES hatten sich zur gleichen Zeit bereits diverse weitere Prominente versammelt: Moderatorin Katja Burkard plauderte mit Jana Ina Zarrella, während Giovanni Zarrella mit seinen Kollegen Herrenmode begutachtete; von Thomas Rath erhaschte ich einen Schnappschuss zusammen mit Ute Ohoven, nachdem ich Sandro Rath zuvor schon mit einer ganz anderen prominenten Dame angetroffen hatte, der wie immer tadellos gekleideten Freifrau von Kö.

Julia Stoscheks Vernissage der britischen Videokünstlerin Elisabeth Price bildete schließlich die letzte Station meiner Reise durch die Nacht. Dort in Oberkassel, im Innenhof der ehemaligen Rahmenfabrik, traf ich dann auch all jene, denen ich auf der Kö oder in der Karlstadt noch nicht über den Weg gelaufen war. Und das ist einfach das Phantastische an Düsseldorf: die Nächte, an denen man beinahe allen begegnet, die man kennt und die ganze Stadt einem einzigen großen Festsaal gleicht.


Jana Ina Zarrella und Katja Burkard bei Jades


Keine Modeberichterstattung ohne Kuchen: VOGUE-Muffin bei JADES

Scissorella in Scissorella, wie immer investigativ unterwegs in Düsseldorfs schönsten U-Bahnhöfen (Link)


1 Kommentar :

Otze Worman hat gesagt…

"T.R." der fuchs, weiß einfach wie man sich gut anzieht.. aber was wäre auch wenn ne, als designer..