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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Mittwoch, 14. September 2011

Kalter Krieg


Die hier dokumentierte Mission ist so geheim, daß ich weder Namen noch Orte erwähnen werde. Es sei nur so viel verraten, daß es sich bei den Gebäuden um eine Flugüberwachungs- und Spionageabhöhranlage handelt, die die Amerikaner im Kalten Krieg im Grunewald errichtet haben. Unter den mittlerweile stark zerstörten geodätischen Kugeln befanden sich ursprünglich die Antennen, mit denen der Luftraum überwacht wurde. Von 1957 an wurde der aus Kriegsschutt entstandene Berg von verschiedenen Geheimdiensten genutz, zuletzt auch als Flugsicherungs-Radarstation für die zivile Luftfahrt (1991 bis 1999). In den Anfangszeiten arbeitete  man noch mit mobilen Radargeräten, im Verlauf der 60er- bis hin zu den 80erjahren entstanden dann nach und nach die verschiedenen Dauerbauten, wie z.B. das mit einem Turm gekrönte Radargebäude von 1969 - 72, das insgesamt drei der markanten, folienbespannten Kugeln trägt.

Die ganz besondere Situation Berlins wird einem vor allem auf dem großen Radarturm bewusst, wenn man auf der einen Seite nur Wälder und Seen liegen sieht und auf der anderen Seite einen spektakulären Blick auf das Internationale Congress Centrum, den Funk- und den Fernsehturm hat.