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Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Freitag, 19. März 2010

Mein Ruhrgebiet: Ausflug zum König des Pop-Schlagers


Jetzt sind wir doch mal ehrlich: daß das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt 2010 geworden ist, ist eine tolle Sache, genauso wie die Folkwangschule, die Zeche Zollverein oder die Industriekultur der Region im Allgemeinen. Wenn man sich aber ein Gesamtbild des Ruhrgebiets machen will, dann kommt man einfach nicht an der Tatsache vorbei, daß die Leute hier total gerne Schlager hören und Discofox tanzen. Und dazu muß ich Euch jetzt etwas erzählen.
In einer Pommesbude in Alpen am Niederrhein las Axel neulich im Gelderland-Kurier, daß im Autohaus Elspass beim großen Frühlingsfest der Wendler auftreten soll, und zwar in dessen Heimatstadt Dinslaken. Ich wollte das garnicht glauben, mir erschien das viel zu hyperrealistisch um wahr zu sein, trotzdem machten wir uns letzten Sonntag auf den Weg ins Ruhrgebiet. Es war so ein Tag, an dem der spezielle Charme der Region besonders zur Geltung kam, d.h. der Spätwinter lag naßkalt über dem Industriegebiet und im Bus unterhielt man sich darüber, wie schön datt damals war, als es noch den Hertie in Dinslaken gab.
Bald sahen wir die ersten Wendler-Fans (s. Abb. unten) und dann ging es Punkt 15 Uhr auch schon los. Meine Güte! So etwas hatte ich ja noch nie erlebt! Sonntagnachmittags beim Opelhändler, hömma! Und der Wendler gab wirklich alles, über eine Stunde lang! Alle Hits, alle Posen! Evergreens wie "Sie liebt den DJ" und "180 Grad" aber auch neues Material wie "Piloten wie wir", mit dem er die ganze Montagehalle nach Mallorca bugsierte. Ich war fassungslos und begeistert und kann als Fazit nur sagen, daß der Wendler Gutelaune-mäßig einfach den Bogen total raus hat und definitiv seinen Beitrag zur Ruhr 2010 leistet.