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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Dienstag, 28. Juli 2015

Platform Fashion Teil vier in den Böhlerwerken: Düsseldorf wieder einmal im totalen Modetaumel


In Düsseldorf war das gesamte vergangene Wochenende mit all seinen Schauen und Events ganz der Mode gewidmet. Dabei habe ich wieder einmal so viel erlebt und so viele Fotos gemacht, dass ein umfassender Bericht noch eine kleine Weile dauert. Also, seid gespannt!

Montag, 13. Juli 2015

Schwarzes Leder trifft auf Gold und Champagner: Der Amerikanische Architekt Peter Marino gestaltet für Dior den Pavillon des Kö-Centers um


Dies hier sind die eigentlichen Künstler, die die Entwürfe des New Yorker Architekten Peter Marino für Dior auf der Kö Nacht für Nacht umgesetzt haben


Für den Aufstieg Düsseldorfs zur Modemetropole nach dem Zweiten Weltkrieg steht wie ein schimmerndes Symbol das Kö-Center. Nachdem das Modeunternehmen Eickhoff über Dekaden hinweg den Pavillon des Architekturensembles aus den Sechzigerjahren bespielt hat, ist dort nun eine Dior-Filiale eingezogen.

In der Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit wurde die gesamte Stadt modernisiert, es entstanden Durchfahrtsstraßen, neue Wohn- und Büroviertel (Link) wurden angelegt, plötzlich überspannte das Stadtzentrum eine Hochstraße (Link), die den Verkehr an der stählernen und gläsernen Fläche des Dreischeibenhauses und den Schwüngen des neuen Schauspielhauses vorbeiführte. In der Architektur orientierte sich Deutschland nun deutlich an Amerika, man baute breite, flache Bungalows und Hochhäuser im International Style. Düsseldorf übernahm gleich mehrere absolut innovative Ideen aus dem Kontinent jenseits des Atlantiks. So entstand 1961  mit der Hortenzentrale von Helmut Rhode (Link) das erste Gebäude des frisch angelegten Büroviertels Am Seestern und damit das erste Großraumbüro Deutschlands. Das Kö-Center auf der namensgebenden Prachtallee ist wiederum ein ganz frühes Beispiel für ein Einkaufszentrum nach Amerikanischem Vorbild und wurde 1967 eröffnet. In seinen klaren, rechtwinkligen Formen und mit seiner matt schimmernden Aluminiumfassade besteht das Kö-Center aus einem Ensemble verschiedener Geschäfte, einer legendären Disco und einem Hochhaus, das mit der Inschrift „Aluminium-Zentrale“ gekrönt ist.

Eickhoff im Kö-Center
In dem dem Hochhaus vorgelagerten Pavillon befand sich bis vor etwa einem Jahr noch das Ladenlokal der Firma Eickhoff (Link), die zusammen mit dem Uhrenhändler Blome für den traditionsreichen Luxus der Königsallee stand. Nachdem er seit 1961 seinen Modesalon in Lippstadt betrieben hatte, eröffnete Albert Eickhoff im Jahr 1981 eine Boutique auf der Königsallee und zog kurz darauf zu Blome ins Kö-Center, der dort nach wie vor seine Werkstatt und seinen Laden betreibt. Eickhoff hatte bereits in Lippstadt Entwürfe von Prada, Gucci und Chloé verkauft und wurde nicht zuletzt dadurch bekannt, Gianni Versace zu entdecken und als Erster seine Kollektionen in Deutschland zu verkaufen. Vor einem Jahr dann ging die Ära Eickhoff auf der Kö zu Ende und der damals 79jährige zog sich ins Privatleben zurück. Dass Dior nun die beiden Etagen des Pavillons gemietet habe, erzählte man sich in der Stadt, und die ehemals opulent gefüllten Schaufenster wurden großflächig mit Folien zugeklebt.

Die Neugestaltung: Peter Marino
Als der Amerikanische Architekt Peter Marino (Link) schließlich den Auftrag zur Neugestaltung des Ladens erhielt, betrat er damit nicht unbedingt Neuland. Mit dem International Style bzw. dem coolen Look der Nachkriegsmoderne ist Marino bestens vertraut, arbeitete er doch zu Beginn seiner Karriere bei Skidmore, Owings and Merrill (Link) und dem Designer und Architekten George Nelson (Link). Auch das Thema Mode ist Marino mehr als nur ein theoretischer Begriff. Seit langem ist der heute Sechsundsechzigjährige mit einer Kostümdesignerin verheiratet und hat sich schließlich darauf spezialisiert, luxuriöse Modegeschäfte in der ganzen Welt auszustatten. Zu seinen Kunden zählen Chanel, Fendi und Louis Vuitton, deren Läden er zwischen Beverly Hills und Japan mit Kunst und Design versorgt.