Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Samstag, 25. Februar 2012

2. Fashion Net Education Center am 5. Februar 2012 in den Cubic Studios, Düsseldorf



Auch wenn ich bei der zweiten Ausgabe des Fashion Net Education Centers am 5. Februar leider nicht alle Vorträge miterleben konnte, so bot mir zumindest das, was ich gehört habe, wieder eine Menge Inspitation und Information. Abgesehen davon, daß ich jedes Mal von der erstaunlichen Vielzahl der im Rahmen des Education Centers behandelten Themen beeindruckt bin, so begeistert es mich genauso, daß man immer wieder von Tatsachen erfährt, an die man von selbst vermutlich im Entferntesten nicht gedacht hätte.

Drapierungen von Jean Yu
Pim Sukhahuta im Gespräch mit Fashion-Net-Projektmanager Wolfgang Hein
Jenny Brucherseifer referierte beispielsweise über die Schwierigkeiten, auf die man mittlerweile bei der Produktion von Kleidungsstücken in China trifft. Dort stünden häufig beinahe ganze Fabriken still, da ein Großteil der Wanderarbeiter nach dem chinesischen Neujahrsfest nicht wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren würden, auch, weil man in der Automobilindustrie mittlerweile das zehnfache verdient.

Interessant war auch der Beitrag von Isabelle Braun und Lena Grossmüller, die gerade am Tag zuvor im NRW-Forum ihre Ausstellung Frontrow Revolution - Modejournalismus 2.0 eröffnet hatten. Anhand eines sehr lustig gemachten Films erläuterten sie die Entstehungsgeschichte ihrer Ausstellung und setzten sich mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen von Prinrtmedien bzw. Blogs auseinander.
Jean Yu mit Wolfgang Hein

Sonntag, 19. Februar 2012

Rolf Gutbrod: Dorlandhaus

Wie ich auf das Dorlandhaus aufmerksam wurde und schließlich viel mehr davon gesehen habe, als ich es jemals erwartet hätte, will ich an dieser Stelle nicht erläutern. Die Geschichte würde schlichtweg unrealistisch klingen und in den Bereich der Fiktion verschoben werden.

Die Fakten dagegen sind die folgenden:
Als Firmenzentrale der Werbeagentur Dorland entstand in Berlin an der Urania von 1964 bis 66 ein Bürohochhaus nach den Plänen von Rolf Gutbrod. Das 14stöckige Gebäude sollte nicht nur der Firma Dorland selbst Raum bieten, sondern als Zentrum des internationalen Werbegeschehens auch andere Agenturen anziehen. Das ebenerdig in einem Seitenflügel gelegene, damals mit modernster Technik ausgestattete Fotostudio diente ebenfalls diesem Zweck. Zusätzlich zu dem Namen Dorlandhaus ehielt das Gebäude den Titel „Haus der Werbung“. 
 
Abseits von technischen und geschichtlichen Fakten ist vor allem Gutbrods Phantasie zu erwähnen, mit der er auf der Basis des dreieckigen Grundrisses und aus den Materialien Schiefer, Beton, Edelstahl, Holz und Glas ein bis ins Detail durchdachtes Gesamtkunstwerk geschaffen hat.  


Die Spitzen des Grundriss-Dreiecks sind jeweils abgeschnitten, was bewirkt, daß das Gebäude drei breite und drei schmale Fassadenteile besitzt. Die drei breiteren Fassaden werden von einem eleganten Rhytmus aus Fensterbändern und Edelstahlplatten beherrscht, die Schmalseiten bestehen in Sichtbetonreliefs. Der charakterisch kristalline Knick, der jeweils vertikal über die gesamte Länge der drei Fassadenreliefs verläuft, wiederholt sich mehrfach im Innern des Gebäudes, beispielsweise in den Handläufen einiger Treppengeländer, und auch in den Pfeilern, auf denen das gesamte Hochhaus ruht. Und das ist einer der erstaunlichsten Aspekte des Gebäudes: dadurch, daß es im Erdgeschoß alleine von Pfeilern getragen wird, und das Foyer zu fast allen Seiten hin verglast ist, entsteht der Eindruck, daß das gesamte Dorlandhaus schwebt. Verstärkt wird dieser Eindruck zusätzlich dadurch, daß die Verglasung des Foyers an vielen Stellen ohne Rahmen direkt auf den schwarzen Schiefer trifft, mit dem die Wände der seitlich ausgelagerten Pavillons und des Fotostudios verkleidet sind, sodaß das Glas an vielen Stellen beinahe unsichtbar wird und ein fließender Übergang zwischen innen und außen besteht.


Durch das Verteilen des Gewichts auf die schmalen Pfeiler wird es der Unterseite des scheinbar schwebenden Baukörpers ermöglich, in riesigen Dimensionen auszukristallisieren. Die scharfkantigen Formen des dreieckigen Grundrisses aufnehmend, gestaltet Gutbrod die Decke des Foyers als eine riesige Skulptur in Sichtbeton. 
In dieses brachiale, höhlenhaft anmutende Ensemble aus grob gebrochenem, schwarz glänzendem Schiefer und massiven Betonelementen fügen sich elegant die filigranen Formen der Treppe und die Rauten der gläsernen Fensterausbuchtung auf der Rückseite der Eingangshalle ein. Das gesamte Arrangement bewirkt, daß der Besucher beim Betreten der Eingangshalle von einer ausgesprochen erhabenen Atmosphäre begüsst wird.

Gutbrods Dorlandhaus ist eine einzige begehbare Skulptur, die so sehr bis in jedes Detail durchgestaltet ist, daß man sich absolut in eine andere Welt versetzt fühlt.

Freitag, 17. Februar 2012

Virtuelle Nachbarschaft: Perisphere berichtet über den Flurflaneur

 
Perisphere, das Online-Magazin der beiden Kuratoren und Ausstellungsmacher Emanuel Mir und Florian Kuhlmann, erwähnt im Rahmen seines Rundgangsberichts freundlicherweise den Flurflaneur (Link). 
Gerade erst haben Mir und Kuhlmann ihre bisherige Seite "Vier Wände Off" in "Perisphere" umbenannt, jedoch bleiben sie auch unter neuem Namen und mit neuem Layout ihrer Kunstberichterstattung abseits des Mainstreams treu. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!
                                 

Freitag, 10. Februar 2012

Zwischenbilanz: Der Flurflaneur floriert!

 
Den Flurflaneur zu betreiben, meinen Modeblog zum Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf, ist eine ganz neue Erfahrung. Ich bin immer wieder fasziniert davon, mit wieviel Geduld mir die Ausstellungsbesucher, die ich nach einem Foto frage, etwas zu ihrer Garderobe erzählen. Viele freuen sich, einige sind skeptisch, manche lehnen das Internet ab, und ich muß sagen, daß das Thema Modeblog im Kontext der Kunstakademie offensichtlich doch noch etwas Ungewöhnliches ist. 

An dieser Stelle einen Gruß an all die eleganten Damen und Herren, die sich von mir fotografieren ließen.
Zum Kunstakademie-Modeblog geht es hier entlang: Flurflaneur

Unterstützt wird meine Blog-Präsentation in Raum 13 der Kunstakademie von der Firma Strasserauf Electricitaet (Link), die mir freundlicherweise einen Flachbildschirm zur Verfügung gestellt hat.

Barbara Schmidt und Roshni Grunenberg: Abschlußausstellung in der Kunstakademie Düsseldorf


Die Fotografin Barbara Schmidt wurde bekannt durch ihre Aufnahmen geheimnisvoller Welten, die sie aus unzähligen Fundstücken baut und mit einer subtilen Lichtführung in Szene setzt (Link). Anlässlich ihrer Abschlußausstellung im Rahmen des Rundgangs an der Kunstakademie Düsseldorf, öffnet sie erstmalig ihre Wunderkammer und zeigt zusammen mit großformatigen Fotografien ihre Sammlung an Funden aus Flora und Fauna.

Donnerstag, 9. Februar 2012

.RESPAWN.

Mit „Respawn“ wird der Wiedereinstieg einer Spielfigur an bestimmten oder zufälligen Punkten auf einem Level eines Computerspiels bezeichnet.
.RESPAWN. ist auch der Titel des Kurzfilms, den Mevlana Lipp und Daniel Struzyna zum diesjährigen Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf präsentieren.

Die zwei Figuren des Films, ein alter und ein junger Mann, bewegen sich, geheimnisvoll voneinander angezogen, in einer merkwürdig kargen Ebene aufeinander zu. Geheimnisvoll ist die gesamte Atmosphäre des bildgewaltigen Streifens. Dies verdankt .RESPAWN. nicht nur seiner Beleuchtung, sondern v.a. auch den unzähligen Details der Ausstattung, die die beiden Künstler in monatelanger, detailversessener Arbeit eigens entworfen und angefertigt haben. Zudem spielen Lipp und Struzyna die beiden Protagonisten des Film selbst, haben den Film selbst aufgenommen und sind zudem für Kostüme, Filmmusik und Postproduction verantwortlich. Zu seinen Vorbildern zählt das Künstlerduo beispielsweise den „Bladerunnner“, was in der Architektur des Videos und der Erzählgeschwindigkeit deutlich zum Ausdruck kommt.

Kunstakademie Düsseldorf: Abschlußausstellung von Agata Agatowska

Über die Arbeiten von Agata Agatowska haben wir bereits hier (Link) und hier (Link) berichtet. Nun möchten wir ihr ganz herzlich zu ihrer am Dienstag bestandenen Abschlußprüfung gratulieren, mit der sie den Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf erworben hat. 

Agata Agatowskas Skulpturen sind im Rahmen des Rundgangs noch bis zum Sonntag, dem 12. Februar 2012 in Raum 106 der Kunstakademie zu sehen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Flurflaneur - Der Modeblog zum Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf



„Immer, wenn ich in die (Royal) Academy gegangen bin, waren entweder so viele Leute da, daß ich die Bilder nicht sehen konnte, was schlimm war, oder so viele Bilder, daß ich die Leute nicht sehen konnte, was noch schlimmer war. "
(Oscar Wilde: Das Bildnis des Dorian Gray) 

Jeden Februar strömen Zehntausende von Besuchern zum Rundgang der Kunstakademie Düsseldorf, um sich das anzuschauen, was die Studenten über das Jahr hinweg erschaffen haben. Jeden Februar stellt sich erneut die Frage: was ziehe ich zum Rundgang an. Es ist Februar, es ist kalt, man trifft wichtige Leute, man wird gesehen, man will seriös wirken, auffallen, nicht auffallen, man ist glamourös, flippig, hip, on the edge, web 2.0, oldfashioned, sophisticated, hot, underdressed,  happening, on the run, overdressed, hat einen großen Rucksack dabei, in den auch eine Termoskanne passt, eine Clutch, in die garnichts passt, eine Walter-König-Tüte, einen Hund, einen Ehemann, ein Gehgerät, eine Schulklasse, einen Terminkalender, einen Fotoapparat, einen bodenlangen Filzmantel, einen lustigen Hut mit Wiedererkennungswert, einen „Geist-ist-geil-Button“...

In den Jahren meines Studiums an der Kunstakademie habe ich ALLES gesehen und fasziniert zur Kenntnis genommen. Man geht nicht einfach nur zum Rundgang, man inszeniert sich. Die Flure der Kunstakademie sind der ultimative Laufsteg, auf denen man flanierend sein Kunstinteresse manifestiert, sich trifft, sich verplaudert, verabredet, verliert, wiederfindet, Entdeckungen macht, Kunst diskutiert, Kunst kauft, Karrieren erschafft, Grünkohl isst, facebooked, Flaschen und Handynummern sammelt, Visitenkarten, kühle Blicke und alles andere verteilt, und froh ist, in all dem Durcheinander von high and low die richtige Garderobe für den Einsatz an der Kunst-Front gewählt zu haben.

Scissorellas Kleinen-Bruder-Blog, der Flurflaneur (Link), wird sich im Verlauf des Rundgangs an der Kunstakademie (8. - 12. Februar 2012) zu einem großen Bruder entwickeln. Es bleibt also spannend und Ihr werdet natürlich ordnungsgemäß auf dem Laufenden gehalten.

Die Firma Strasserauf Electricitaet (Link) unterstützt die Präsentation meines Blogs in der Kunstakademie, indem sie mir einen Flachbildschirm zur Verfügung stellt.

Kunstakademie Düsseldorf, Raum 13, Klasse Thomas Grünfeld

Dienstag, 7. Februar 2012

Susanne Bisovsky: Everlasting Collection, Fotos von Eric Alexander

Von Susanne Bisovskys und Joseph Gergers Vortrag beim ersten Fashion Net Education Center im Juli 2011 war ich bereits damals sehr begeistert (Link), und nun sollte sich mit der zweiten Ausgabe der Reihe das Bild vervollständigen. Im Sommer letzten Jahres hatten die beiden sehr detailiert und farbenprächtig erklärt, wie sie auf der Basis ihrer modegeschichtlichen Forschungsarbeit ihre Entwürfe entwickeln, und dabei zu den tiefsten Geheimnissen österreichischer Trachten vordringen. Somit war ich nun besonders darauf gespannt, Susanne Bisovskys Everlasting Collection zu sehen, die sie im Anschluß an das diesmalige Fasion Net Education Center auf den Laufsteg brachte.

Tatsächlich war das, was wir schließlich zu sehen bekamen, eine bis in jedes Detail durchdachte Inszenierung, die gleichzeitig geheimnis- und humorvoll war. Der Betrachter wurde hineingezogen in eine ganz eigene Welt, in der Damen in aufwändig plissierten und bestickten Kleidern zu Bergglockenläuten aus dem Dunkel des Bühnenraums auftauchtenden und dabei immer wieder von tanzenden, echten und wollenen Pudeln umgarnt wurden. Die Brücke zwischen Tradition und Moderne wurde zudem dadurch geschlagen, daß sich die riesige computeranimierte Stickerei, die über das Geschehen hinweg projiziert wurde, im Laufe der Performance vervollständigte.

Das zweite Fashion Net Education Center am 05.02.2012: erste Eindrücke

Am Sonntag durfte ich an der zweiten Ausgabe des Fashion Net Education Centers in Düsseldorf teilnehmen, wovon es nun zunächst einmal ein paar erste Eindrücke gibt. Die vielen Informationen und Anregungen, die ich dort gesammelt habe, verlangen natürlich einen längeren Text, aber den kann ich leider erst liefern, wenn das sehr umfangreiche Flurflaneur-Projekt (Link) abgeschlossen ist. Bis dahin!

Zum ausführlichen Bericht bitte hier entlang: Link







Montag, 6. Februar 2012

Armin Morbachs Fashion Messies: Vernissage im Intercontinental Hotel, Düsseldorf


F.C. Gundlach, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Talbot und Runhof, Michael Michalsky, Andreas Gursky, Tony Cragg – sie alle standen für den Samstagabend auf der Gästeliste zu Armin Morbachs Fashion-Messies-Vernissage im Interconti Hotel auf der Königsallee. Ich stand auch auf der Liste, kämpfte aber noch mit den technischen Tücken meiner Internetinstallation für den diesjährigen Rundgang an der Kunstakademie Düsseldorf. So befand mich um 19 Uhr ebenfalls auf der Königsallee, nur eben im Haus gegenüber, bei Saturn und kaufte mir eine dunkelrot glänzende Logitech-Mouse. Als ich dann irgendwann, Stunden später bei der Vernissage ankam, waren schon viele gegangen, aber man raunte mir mir zu, Liliana Matthäus sei noch da und ich war froh, daß ich mir bereits bei der Pressekonferenz ein Bild der Ausstellung gemacht hatte (Link).

Samstag, 4. Februar 2012

Armin Moorbach in der Vertical Gallery, Interconti Hotel: Fashion Messies

Erst gestern Abend wurde im NRW-Forum Düsseldorf die Ausstellung „State of the Art Photography“ eröffnet, bei der zeitgenössische Fotografien zu sehen sind. Ausgewählt wurden die einzelnen Arbeiten u.a. von F.C. Gundlach und Andreas Gursky, darunter Arbeiten von Mischa Kuball und Armin Morbach. Mit letzterem geht es heute direkt weiter, und zwar zeigt er im Interconti Hotel auf der Königsallee ab heute Abend eine Foto-Installation, mit der er einerseits auf die besondere bauliche Situation des Gebäudes eingeht, sich andererseits aber auch dem Thema Mode widmet, dem Bereich, in dem er als Stylist fest verwurzelt ist.

Freitag, 3. Februar 2012

Donnerstag, 2. Februar 2012

Preview: State of the Art Photography, NRW-Forum Düsseldorf

Arbeiten von Armin Morbach
Wer die Geschehnisse im NRW-Forum verfolgt, der weiß, daß man sich Anfang Februar traditionell auf eine neue, großangelegte Ausstellung freuen darf (wir erinnern uns beispielsweie an Vivienne Wetswood). Nun steht wieder die Fotografie im Fokus, und gerade eben konnte ich mir schon einmal einen ersten Überblick über die Ausstellung verschaffen, die dem 4. Februar zu sehen ist. Dabei habe ich Armin Morbach getroffen (s. Bild oben), von dem wir in Düsseldorf (und natürlich auch bei Scissorella) in den nächsten Tagen noch einiges hören werden. Das Photo Weekend und diverse Modemessen finden statt, das Frontrow Revolution Event steht für den Samstag, das Fashion Net Education für den Sonntag auf dem Plan, und ganz nebenher plane ich, am Montag Scissorellas Kleinen-Bruder-Blog, den Flurflaneur (Link), zu lancieren, der sich im Verlauf des Rundgangs an der Kunstakademie (8. - 12. Februar 2012) zu einem großen Bruder entwickeln wird. Es bleibt also spannend und Ihr werdet natürlich ordnungsgemäß auf dem Laufenden gehalten.